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07.08.2014 Rheinland-Pfalz setzt Pheromonförderung fort

Mainz
07.08.2014
Rheinland-Pfalz setzt Pheromonförderung fort
MainzDurch die Umverteilung von Fördermitteln unterstützt das Land Rheinland-Pfalz weiterhin die umweltfreundliche Bekämpfung des Traubenwicklers mit Pheromonfallen. Allerdings werden die Fördersätze reduziert, und auch die Förderprämien für die Umstellung auf Bioweinbau sinken. Da Pheromonfallen den Einsatz von Pestiziden verringern, trägt der Bundesverband Ökologischer Weinbau (ECOVIN) die neue Regelung mit.

Mit Hilfe von Pheromon-Ampullen lässt sich der Traubenwickler – eine in den Weinbergen heimische Motte – nicht nur effektiv, sondern auch ökologisch vorbildlich bekämpfen, wie ECOVIN erklärt. In den Ampullen befinden sich Sexuallockstoffe, die den Traubenwickler während der Paarungsphase verwirren. Männchen und Weibchen finden dank flächendeckend in den Weinbergen und den angrenzenden Parzellen aufgehängter Pheromonfallen nicht zueinander, so dass die Fortpflanzung verhindert wird und damit die von den Winzern gefürchteten Fraßschäden an Trauben durch die frisch geschlüpften Würmer der Motte ausbleiben.

Da die finanzielle Unterstützung im Agrarbereich seitens der Europäischen Union und der Bundesregierung geringer ausfällt als erwartet, hatte die rheinland-pfälzische Landesregierung zunächst vorgesehen, ab 2015 die Pheromonförderung im Weinbau komplett zu streichen. Nachdem der Weinbausektor dagegen nachdrückliche Bedenken vorgebracht hatte, änderte Weinbauministerin Ulrike Höfken jedoch ihre Pläne. „Ich freue mich, dass wir im Einvernehmen mit der Branche eine Möglichkeit gefunden haben, den Einsatz von Pheromon im Weinbau über 2014 hinaus zu unterstützen“, sagte Höfken. Durch Umschichtungen von Finanzmitteln im Agrar- und Umweltbereich sei es gelungen, die Finanzierung neuer Fünf-Jahres-Verpflichtungen ab 2015 sicherzustellen. Jedoch verringere sich der Umfang der Pheromonförderung von derzeit rund drei Millionen auf 1,6 bis 1,8 Millionen Euro im Jahr. Für die Winzer bedeutet dies, dass sie ab dem kommenden Jahr jährlich 50 Euro pro Hektar statt bisher 80 Euro pro Hektar erhalten, wenn sie statt Insektiziden den ungiftigen biologischen Lockstoff einsetzen.

Auch wenn von der Pheromonförderung mehrheitlich der konventionelle Weinbau profitiert, zeigten sich die rheinland-pfälzischen Biowinzer solidarisch und verzichteten auf einen Teil ihrer Förderung. Weil der Einsatz von Pheromon-Ampullen in den Weinbergen einem „ökologisch wertvollen Zweck“ diene, werde man der Entscheidung der Landesregierung nicht im Weg stehen, erklärte ECOVIN-Geschäftsführer Ralph Dejas. „Es hilft doch kein Kirchturmdenken, wenn man ökologische Ansätze nach vorn bringen möchte. Der Einsatz von Pestiziden wird reduziert, was die Gewässer und somit unser aller Gesundheit schont. Letztendlich profitiert hier die Umwelt und damit wir alle.“ ECOVIN vertritt in Rheinland-Pfalz 120 kontrolliert ökologisch arbeitende Weinbaubetriebe; bundesweit sind es sogar mehr als 200.

Die Förderung des Bioweinbaus sinkt künftig um 100 Euro pro Hektar für Weingüter, die auf ökologische Wirtschaftsweise umstellen bzw. um 60 Euro pro Hektar für Betriebe, die bereits umgestellt sind. „Diese Fördersummen decken bei weitem nicht den Mehraufwand, den ein biologisch wirtschaftendes Weingut im Vergleich zu konventionellen Betrieben hat“, betonte Dejas. „Die Bio-Förderung ist allerdings – insbesondere für Bio-Neulinge oder an der Umstellung interessierte Kollegen aus dem konventionellen Bereich – eine wertvolle Hilfe auf ihrem Weg in die kontrolliert ökologische Produktion.“ Weitere Kürzungen lehne ECOVIN daher ab.

Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Landwirtschaftsministeriums wird das Pheromon-Verfahren derzeit von rund 200 Anwendergemeinschaften auf rund 37.000 Hektar Rebfläche eingesetzt. Ministerin Höfken rief die Winzer auf, künftig in den Gemeinschaften solidarisch und verstärkt mitzuarbeiten: „Nur wenn alle mitmachen, kann der Traubenwickler erfolgreich bekämpft werden.“ ECOVIN-Geschäftsführer Dejas erläuterte: „Die Traubenwickler-Bekämpfung mit Pheromonen ist inzwischen Bestandteil der guten fachlichen Praxis im Weinbau allgemein geworden – ebenso wie begrünte Weinbergsböden und andere Arbeitsweisen, die aus der ökologischen Wirtschaftsweise stammen. Dass solche Methoden inzwischen allgemein akzeptiert sind und als wünschenswert gelten, steht für ein geändertes Denken.“

Zusammen mit anderen Verbänden im ökologischen Land- und Weinbau hat ECOVIN in diesem Zusammenhang vor Kurzem die Broschüre „Wein aus Trauben“ herausgegeben. (CS/Pressemitteilungen; Foto: ECOVIN)
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