Ausbruch
Glossar-Begriff
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Suchwort: Ausbruch
Ausbruch
Speziell in Österreich verwendete Bezeichnung (auch Ausbruchwein) für einen Weintyp innerhalb der Qualitätswein-Kategorie Prädikatsweine. Er stammt aus edelfaulen oder zumindest überreifen, auf natürliche Weise eingetrockneten Beeren. Zur besseren Mostauslaugung des natürlichen Zuckergehaltes kann (muss aber nicht) frisch gekelterter Traubenmost oder Wein, der Spätlese, Auslese oder Beerenauslese entspricht und derselben Lage entstammt, dem Lesegut zugesetzt werden. Daher leitet sich auch der Name ab, denn dadurch erfolgt das „ausbrechen des Zuckers“. Der daraus gewonnene Saft muss ein Mostgewicht von zumindest 27 °KMW (138 °Oechsle) aufweisen. Die Beeren werden gemahlen, die Maische bleibt dann vor dem Pressen einige Stunden stehen. In der Praxis wird jedoch dieses Verfahren kaum bis nicht angewendet, sondern ein Ausbruch wie eine Trockenbeerenauslese hergestellt. Diese muss aber mit 30 °KMW ein höheres Mostgewicht aufweisen. Das heißt der Unterschied zwischen den beiden liegt nur im Mostgewicht. Das Verfahren bzw. die Bezeichnung fand 1970 nur deshalb Eingang in das österreichische Weingesetz, weil in der Gegend um den burgenländischen Weinort Rust früher angeblich tatsächlich Most hinzugefügt wurde. Tatsache ist auch, dass durch den Zusatz von Most der Zuckergehalt verringert wird. Der weltberühmte Ruster Ausbruch aus dem Weinbaugebiet Neusiedlersee-Hügelland ist eine namensgeschützte Marke.
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