Barbaresco
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Barbaresco
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DOCG für trockenen Rotwein in der italienischen Region Piemont. Die Zone mit rund 500 Hektar Rebfläche, (die in etwa gleich so viele Parzellen aufgeteilt ist) umfasst die Gemarkungen Barbaresco (mit über der Hälfte der Fläche), Neive und Treiso in den Langhebergen östlich von Alba, sowie die Gemarkung San Rocco Seno d’Elvio in der Provinz Cuneo. Zu den besten Lagen (die auch auf dem Flaschen-Etikett aufscheinen) zählen unter anderem Asili, Como, Ghiga, Martinenga, Montefico, Montestefano, Ovello, Paglieri, Pora, Rabajà , Rio Sordo, Rocalini, Roncaglia, Roncaglietta, San Lorenzo, Secondine und Sorì Tildin (in Barbaresco), Albesani-Santo Stefano, Basarin, Bricco di Neive, Chirrà , Cottà , Marcorino, Masseria, Messoirano, Serraboella und Tetti (in Neive) sowie Ausario, Bernadotti, Casotto, Giocosa, Marcarini, Pajorè, Rizzi und Valeriano (in Treiso).
So wie schon beim benachbarten Barolo leistete der französische Önologe Louis Oudart Geburtshilfe. Der von ihm im Jahre 1862 auf dem Weingut Castello di Neive trocken ausgebaute Wein aus der Nebbiolo-Traube erregte internationales Aufsehen (damals zählte Neive aber noch nicht zum Barbaresco-Gebiet - es kam erst 1933 dazu). Der erstmals trocken ausgebaute Barbaresco dieses Namens wurde dann 1890 vom Önologen Domizzio Cavazza (Direktor der Weinbauschule in Alba) in Barbaresco gekeltert. Das kann man als Geburtsstunde des heutigen Weines betrachten. Ab den 1960er-Jahren trug der berühmte Weinmacher Angelo Gaja am meisten für die enorme Qualitäts-Steigerung bei.
Die DOC-Klassifikation erfolgte im Jahre 1966, die Anerkennung als DOCG im Jahre 1980. Ab Mitte der 1980er-Jahre wurden neue Techniken wie kurze Gärungszeiten, kürzere Fassausbau-Zeiten und Barrique-Ausbau erprobt. Der Barbaresco wird zu 100 Prozent sortenrein aus der Nebbiolo gekeltert. Er ist seinem berühmteren Bruder Barolo sehr ähnlich. Auch der kalkhaltige Mergelboden ähnelt dem Tortonium der Barolo-Gebiete La Morra und Barolo. Bedingt durch die klimatisch bedingte frühere Traubenreife ist er gegenüber dem Barolo gegenüber aber etwas milder, weniger robust und alkoholreich und hat dadurch auch eine kürzere Lebensdauer. Aber es mangelt ihm keineswegs an Tannin und Säure. Das beste Alter liegt beim Barbaresco zwischen fünf und zehn Jahren.
Der Barbaresco muss 26 Monate, davon 9 Monate in Holz, der Riserva 50 Monate, davon 9 Monate in Holz reifen. Für beide gilt ein Mindest-Alkoholgehalt von 12,5% vol. Jährlich werden etwa drei Millionen Flaschen erzeugt. Bekannte Produzenten sind Piero Busso, Ca’ del Baio, Cascina Luisin, Castello di Neive, Pio Cesare, Ceretto, Cigliuti, Giuseppe Cortese, Fontanabianca, Gaja, Giacosa Bruno, La Contea, Lano, La Spinetta, Marchesi di Gresy, Moccagatta, Montaribaldi, Fiorenzo Nada, Oddero, Giorgio Pelissero, Produttori del Barbaresco, Prunotto, Roagna, Rocca Albino, Bruno Rocca, Sottimano, Terrenostre und Veraldo. Als beste Jahrgänge gelten 1982, 1985, 1988, 1990, 1993, 1997, 1998 und 2000.
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