Anmelden
Dauerhaft anmelden
Infos über Wein-Plus
Mitgliedschaft
RSS
Hilfe
Social Networks
Stellenangebote
Impressum
Presse
Über Wein-Plus
Datenschutz
Partnerprojekte
Kontakt

BioFach Bioweinmesse Nürnberg 2008 Der Boom hält an

  1. Information
    Weine, Winzer, Wissen
  2. Forum
     (0 Beiträge)
Artikel
12.03.2008

BioFach / Bioweinmesse Nürnberg 2008

Der Boom hält an


Laut Öko-Spitzenverband BÖLW (Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V.) hält der Bio-Boom unvermindert an: Im letzten Jahr belief sich in Deutschland - dem mit Abstand wichtigsten europäischen Biomarkt - der gesamte Umsatz mit ökologisch erzeugten Lebensmitteln auf ca. 5,3 Milliarden Euro. Dies stellt ein Umsatzplus von 15% gegenüber dem Vorjahr dar. Mit 14% wuchs der Bio-Fachhandel im Jahr 2007 ähnlich stark wie der Gesamt-Biomarkt. Diese gewaltige Nachfrage würde ein noch stärkeres Wachstum erlauben, das aber „vor allem durch die Rohwahrenknappheit beschränkt” wird (BÖLW). Mit anderen Worten: Die Schere zwischen dem Boom-Sektor der Ökoproduktion und den zur Verfügung stehenden deutschen Erzeugnissen - also zwischen Angebot und Nachfrage - öffnet sich immer stärker. Die steigende Nachfrage in Deutschland muss mit ausländischer Ware befriedigt werden, die beispielsweise in den 80 Bio-Supermärkten verkauft wird, die alleine im vergangenen Jahr neu eröffnet wurden.'

Wein ist ein immer größeres Thema auf der BioFach

Was für den gesamten Biomarkt gilt, zeigt sich tendenziell auch bei den ökologisch erzeugten Weinen: Die vom Biodynamik-Trend auch in Deutschland intensivierte Nachfrage nach Bio-Weinen kann bei aller Freude über mehrere prominente Umstellungen, VDP-Aufnahmen von Öko-Gütern wie etwa Clemens Busch/Mosel und den Erfolg deutscher Gewächse bei internationalen Degustationen längst nicht im eigenen Land befriedigt werden - ganz im Gegenteil. Der einsame Bio-Spitzenreiter Italien (auch der größte Bio-Obsterzeuger) kann auf ca. 30.000 ha Anbauflächen für ökologischen Anbau Bio-Weine erzeugen, die wiederholt bei Aldi für 1,99 Euro geradezu verramscht werden. Bio-Läden und Supermärkte verkaufen palettenweise schick etikettierte Bioweine aus Spanien (ca. 20.000 ha ökologischer Anbaufläche) oder Frankreich (ca. 18.000 ha). Italien, Frankreich, Spanien: „Diese drei genannten Länder sind auch diejenigen, aus denen das größte Weinangebot auf dem deutschen Markt stammt. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass etwa drei Viertel des in Deutschland verkauften Weins aus Trauben aus ökologischem Anbau aus dem Ausland stammt. Wie bei so vielen Bio-Warengruppen ist auch hier Deutschland ein attraktiver Absatzmarkt.”
(www.oekolandbau.de  Infoportal  des Bundesprogramms Ökologischer Landbau in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung).

Mehr Umstellungen von konventionellem auf ökologischen Anbau notwendig

Deutschland ist mit einem Bio-Anteil der Rebflächen einschließlich Umstellungsflächen von ca. 2,5 bis 2,8% (2.500 bis 2.800 ha) selbstverständlich weit davon entfernt, der gegenwärtigen und zukünftig noch steigenden Nachfrage nach Bioweinen - und hier insbesondere deutschen Produkten - entsprechen zu können. Daher bietet der Bio-Markt Chancen, die nach wie vor nur wenige konventionell arbeitende Betriebe zur Umstellung motivieren. Die Umstellung zum Öko-Weinbau wird - wie generell im Landbau - oft gescheut, weil die Ökoproduktion nach aller Erfahrung deutlich arbeits- und personalintensiver und somit auch teurer ist. Für eine dreijährige Umstellungszeit braucht es also nicht allein Geduld bis zum Verschwinden der letzten Düngemittelspuren, sondern vor allem finanzielle Ressourcen und Vertrauen in die Zukunft des Betriebes und in einen aufnahmebereiten Markt.  Laut einer Umfrage des Deutschen Bauernverbandes zu den Bedingungen für eine tatsächliche Umstellung waren „gesicherte Abnahmeverträge” (69,4%), „höhere Erzeugerpreise für Bioprodukte” (63,6%), „größere Liquidität zur Finanzierung der Umstellungszeit” (53,7%) und „höhere Flächenprämien” (53,7%) die mit Abstand wichtigsten Kriterien. Dies verdeutlicht nachdrücklich, dass die staatlichen Umstellungsprogramme finanziell besser ausgestattet und vorhandene Mittel noch effizienter eingesetzt werden müssten:

Im entsprechenden Programm des Bundeslandwirtschaftsmininsters Horst Seehofer wurden die Gelder im Jahr 2007 im Vergleich zu den Vorjahren leider erheblich gekürzt und vor allem auf Forschung und Beratungsleistungen konzentriert. „Als weltgrößter Streiter für das Bio-Bauerntum hat sich Horst Seehofer  in den Augen der Branche noch nicht hervorgetan”, konnte jüngst die „ZEIT” unter der Überschrift „Bio-Boom verpennt?” resümieren. Eine klare Linie ist auch bei den Bundesländern nicht zu erkennen: Nur wenige unterstützten die umstellenden Bauern in den letzten Jahren durchgängig; die Öko-Prämien je Hektar sind unterschiedlich hoch - und „eine zusätzlich erhöhte Umstellungsprämie für die ersten Jahre gibt es nur in vier Bundesändern: Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und Sachsen.”

Auch Olivenöl wird ein immer wichtigeres Produkt im Biobereich

Hilfreich für eine noch größere Akzeptanz der Umstellungen und ihrer Ergebnisse bei Produzenten wie bei Konsumenten wären vor dem Hintergrund des Klimawandels sicherlich auch verstärkte Hinweise auf die positiven, klimaschützenden Effekte der Öko-Landwirtschaft und somit auch des Öko-Weinbaus, wie sie kürzlich beispielsweise in der Fachzeitschrift „Ökologie und Landbau” (1/2008) von fachwissenschaftlicher Seite aufgezeigt wurden: „Die Landwirtschaft ist durch die Produktion von Kohlendioxid, Lachgas und Methan mitverantwortlich für die Klimaerwärmung. Humusreiche Böden können das Klima jedoch entlasten.”

Das Konsumentenklima hat sich jedenfalls schon eindeutig in Richtung verstärkter Nachfrage anspruchsvoller Bio-Weine verbessert, wie die Öko-Weltleitmesse BioFach 2008 - zugleich größte Bio-Weinfachmesse der Welt - deutlich gezeigt hat. 347 Weinaussteller aus 23 Nationen präsentierten sich einem offensichtlich sehr interessierten Publikum; der Handel stellte dabei einen Besucheranteil von 40%. Bei den Anbietern war Deutschland mit 47 Ausstellern Spitzenreiter, aber auch die führenden Bio-Weinbau-Nationen Italien (39), Spanien (28), Österreich (26) und Frankreich (25), aber auch etwa die Schweiz, Griechenland, Chile, Portugal und Südafrika waren gut vertreten. Bei der alljährlichen Verleihung des Internationalen Weinpreises auf der BioFach zeigte sich erneut der hohe Qualitätsanspruch der im Spitzensegment angesiedelten Betriebe: Von insgesamt 545 verkosteten Weinen erhielten acht Weine die höchste Prämierung „Großes Gold”. 21 Mal konnte Gold verliehen werden; für 118 Weine wurde eine Empfehlung ausgesprochen. Die Prämierung machte deutlich, dass mit Spanien, Österreich und Italien - neben Deutschland - jene Länder die meisten Preise erhielten, deren Anbauflächen für ökologische Weinerzeugung in den letzten Jahren am stärksten ausgeweitet wurden.

Termin der BioFach 2009: 19.-22.2.2009 

Manfred Wirbals
BEST OF
Cava - Schäumende Hochkultur Weiter ...
Soave - Der Unterschätzte Weiter ...
Blaufränkisch - Die herbe Verführung Weiter ...
Rioja - Erfolgreich gegen den Strom Weiter ...
Brunello di Montalcino - Die Stunde des Aristokraten Weiter ...
Rote Südtiroler - Tiroler Sorten schärfen Profil Weiter ...
Große und Erste Gewächse - die Roten aus 2009 - Triumph der Finesse Weiter ...
Alle Beiträge

Aktuelle Wein-News
16.05.2012: ProWein-Projektleitung wechselt Weiter ...
16.05.2012: 1774er Vin Jaune versteigert Weiter ...
13.05.2012: Am Ende Platz vier Weiter ...
11.05.2012: DWV für Erhalt von Förderprogrammen und Pflanzrechten Weiter ...
08.05.2012: Rheinland-Pfalz will Eisweinkontrollen verbessern Weiter ...
08.05.2012: Fußball-Europameisterschaft beginnt Weiter ...
07.05.2012: Badische Weinmesse verzeichnet Besucherrekord im Jubiläumsjahr Weiter ...
Alle Beiträge

Pressemitteilungen
23.05.2012: Österreich Wein Abonnement Weiter ...
16.05.2012: 50 Jahre Vernatsch Fass Nr. 9 Weiter ...
14.05.2012: Neue Bioweine beim Weinversand Vinexus Weiter ...
11.05.2012: Mittelalterliche Weine wiederbelebt Weiter ...
30.04.2012: La Tour Melas to champion Greek wine Weiter ...
28.04.2012: Gutsweinprobe 2012 Weiter ...
26.04.2012: Charta Kalterersee – der 2. Jahrgang Weiter ...
Alle Beiträge

Neu auf Wein-Plus
Weinversand - Weiter Premium-Paketservice von UPS für Wein-Plus Mitglieder Weiter ...
Verpackungsentsorgung - Wein-Plus verlängert Partnerschaft mit Interseroh Weiter ...
Neue Veranstaltungen - Qualitäts- und Genussinitiative für die nordgriechischen Weine Weiter ...
Alle Beiträge

Editorial
Europa-Relaunch - Aus Wein-Plus.de wird Wein-Plus.eu Weiter ...
Zum Tod eines schweizerischen Spitzenwinzers - Thomas Mattmann Weiter ...
Alle Beiträge

Reportagen
Katalonien - Der Tradition verpflichtet Weiter ...
Soave - Revolution in den Hügeln Weiter ...
Unbekannte Sorten - vielfältige Weinszene - Entdeckungen in den Marken Weiter ...
Spaniens unbekannte Rebsorten - Entdeckungen in Kastilien-León Weiter ...
EU-Weinmarktreform - Teil 4 - Das neue Weinbezeichnungsrecht in Frankreich Weiter ...
Südfrankreich - Roussillon - das katalanische Erbe Weiter ...
EU-Weinmarktordnung - Teil 3 - Das neue Weinbezeichnungsrecht in Italien Weiter ...
Alle Beiträge

Verkostung
Großes Gewächs - Pfalz Weiter ...
Großes Gewächs - Württemberg Weiter ...
Südtirols rote Sorten - 25 Jahre Qualitätsrevolution Weiter ...
Großes Gewächs - Mosel Weiter ...
Erstes Gewächs - Rheingau Weiter ...
Großes Gewächs - Rheinhessen Weiter ...
Großes Gewächs - Nahe Weiter ...
Alle Beiträge

Interview
Im Gespräch: Manuel Louzada, Numathia - Kühle Eleganz aus schwarzen Perlen Weiter ...
Alle Beiträge

Rezensionen
Wein-Reisen - Genießen in Venedig und ganz Italien Weiter ...
Eine Reise ins Land des Goldrieslings - Rudolf Knoll, Britta Binzer: Winzer & Weine im sächsischen Elbland Weiter ...
Logik, Erkenntnis und Genuss - Bernd Müller-Kaller: Wein-Philosophie Weiter ...
Sehnsucht Italien - Steffen Maus: Italiens Weinwelten Weiter ...
Zu Gast bei 100 Bio-Produzenten - Bioparadies Toskana Weiter ...
Alle Beiträge

Essen und Trinken
Rezept des Monats - Fisch mit Limetten-Rucola-Kruste Weiter ...
Rezept des Monats - Scherben und Striebele Weiter ...
Restaurant "Falco" in Leipzig - Gourmet-Menü für Wein-Plus-Mitglieder Weiter ...
Rezept des Monats - Wildschweinsauerbraten Weiter ...
Rezept des Monats: - Rosa gebratenes Lendchen auf Apfelvariationen und Bratkartoffeln Weiter ...
Restaurant Obauer in Werfen - Gourmet-Menü für Wein-Plus-Mitglieder Weiter ...
Gourmetrestaurant Lerbach in Bergisch-Gladbach - Gourmet-Menü für Wein-Plus-Mitglieder Weiter ...
Alle Beiträge

Kolumne
Wo die Zeit still gestanden ist - Canal du Midi Weiter ...
Nachhaltigkeit (be)im Wein - Naturweine Weiter ...
Spargel und Wein - Verträglichkeit Weiter ...
Reisevergnügen - Le Train Bleu Weiter ...
Zuhause geblieben - Große und kleine Weinwelt Weiter ...
Weine, die zum Winter passen - Gefühlsweine Weiter ...
Zwei Deutsche in der Schweiz - Riesling, Pinot Noir & Co. Weiter ...
Alle Beiträge

TV-Tipps
Das Weinfernsehprogramm - Die Übersicht für Mai 2012 Weiter ...
Das Weinfernsehprogramm - Die Übersicht für April 2012 Weiter ...
Das Weinfernsehprogramm - Die Übersicht für März 2012 Weiter ...
Das Weinfernsehprogramm - Die Übersicht für Februar 2012 Weiter ...
Das Weinfernsehprogramm - Die Übersicht für Januar 2012 Weiter ...
Das Weinfernsehprogramm - Die Übersicht für Dezember 2011 Weiter ...
Das Weinfernsehprogramm - Die Übersicht für November 2011 Weiter ...
Alle Beiträge

Stammtisch
Verkostungspaket - II/2012: Rioja Weiter ...
Verkostungspaket - I/2012: Brunello di Montalcino Weiter ...
Verkostungspaket - Weihnachten 2011 Weiter ...
Verkostungspaket - Herbst 2011 Weiter ...
Verkostungspaket - Sommer 2011 Weiter ...
Alle Beiträge

Promotion
Interview mit Angelos Iatridis, Alpha Estate - "Griechische Weine sind besser als die griechische Gastronomie in Deutschland" Weiter ...
Bordeaux 2010 - „Jahrgang der Sensationen“ (Falstaff) Weiter ...
Alle Beiträge



Werbung