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 The enemy in the cellar: The Korkmotte

Der Feind im Weinkeller: Die Korkmotte

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Der Feind im Weinkeller: Die Korkmotte

Es gibt einen nicht so seltenen, aber dennoch relativ unbekannten Feind im Weinkeller: die Korkmotte (mit wissenschaftlichem Namen "Nemapogon cloacellus"). Die Raupen dieser Motte werden auch Korkwurm genannt. Die Korkmotte legt ihre Eier gern an feuchten Stellen im Weinkeller, insbesondere am Korken. Der daraus entstehende Falter wird 7,5 mm lang und hat eine Flügelspannweite von 10 bis 14 mm.

Wie erkennt man die Korkmotte?

Man erkennt den Befall an den angefressenen Korken bzw. an Korkbröseln unter der Kapsel oder am Boden. Manchmal findet man auch direkt die Raupen der Motte am Korken.

Was bewirkt die Korkmotte?

Durch den Korkzerfraß werden die Korken mit der Zeit undicht, was zu einem schnellen Qualitätsverlust des Weines führt.

Möglich ist auch eine Geschmacksbeeinträchtigung durch Schimmelpilze, Bakterien und Milben, die sich auf den von Kot durchsetzten "Korkkrümelgespinsten" ansiedeln.

Wie schützt man sich vor der Korkmotte?

Unbefallene Flaschen kann man recht zuverlässig schützen, indem man sie mit Siegellack überzieht (siehe dazu auch unter Weinlagerung). Es gibt auch Kapseln, die wirklich dicht sind. Leider ist das aber ein recht seltener Luxus; die meisten Kapseln dienen nur der Optik und sind nicht absolut dicht.

Eines noch: Ich habe z.B. im Keller einige Spinnen. So ganz sicher bin ich mir nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass auch diese Insektenfresser Schutz bieten.

Bekämpfung von Korkmotten

Gegen Korkmotten hilft ein Produkt der Firma Bayer: Blattanex-Fliegenspray oder der Blattanex-Fliegenstrip. Weitere Infos dazu von Bayer

Ähnlich wie Speisemotten oder Kleidermotten kann man auch die Korkmotte eventuell auch durch biologische Mottenfallen bekämpfen. Die günstigste Bekämpfungszeit ist die Flugzeit von Juli bis August. Weitere Infos: www.aries-online.de. Auf telefonische Anfrage hin wurde mir jedoch mitgeteilt, dass diese Fallen nicht für Korkmotten entwickelt wurden und auch nicht bekannt ist, ob sie wirklich helfen. Man muss es im Zweifel ausprobieren.

Utz Graafmann

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