Die Domaine du Comte de Thun produzierte in den vergangenen Jahren eine
ganze Reihe beeindruckender südwestfranzösischer Tropfen, deren Qualität
deutlich über das hinausgeht, was man von einem Vins de Pays des Côtes
du Tarn gemeinhin erwarten würde. Das Kunststück, das hier immer wieder
gelingt, ist es, den Weinen bei all ihrer Fülle und Kraft eine
erstaunliche Feinheit, oft fast schon kühle Eleganz zu verleihen. So
schafft es der Betrieb, aus Syrah, Merlot und Cabernet Franc
gleichermaßen betörende Tropfen zu keltern. Der "La Maze", ein
reinsortiger Merlot, muss sich auch vor dem Vergleich mit einem guten
Pomerol nicht fürchten, der Syrah "La Tarabelle" gehört regelmäßig zum
Besten, was man im Süden Frankreichs aus dieser Sorte finden kann.
Die Domaine du Comte de Thun im WeinführerZur Homapage der Domaine
Die Ortsweinprobe der Rheinhessen am Samstag im Mainzer Hyatt, vor allem aber die Mainzer Weinbörse des VDP am Sonntag und Montag in der Rheingoldhalle boten die Gelegenheit, sich einen halbwegs aussagekräftigen Überblick über den Jahrgang 2011 zu machen.
Schon seit einigen Monaten überschlagen sich manche Kommentatoren, wenn es darum geht, den Jahrgang zu preisen. “Groß” ist da schon das mindeste Attribut. Lieber noch allerdings attestiert man ihm gleich Jahrhundertniveau. Immerhin: wo Fröste, Hagel und zu früh einsetzende Fäulnis die Mengen nicht zum Teil empfindlich reduzierten, gibt es endlich wieder einmal genug Wein zu verkaufen. Nach den Einbußen des Vorjahrs begann mancher Produzent schon um seine Existenz zu bangen und die Wetterkapriolen des letzten Jahres ließen die Situation für den einen oder anderen von ihnen erst recht brenzlig werden.
In weiten Teilen Deutschlands stimmen die Mengen jedoch. Mehr noch, die Witterungsbedingungen sorgten sogar für Erträge, die ohne reduzierende Maßnahmen schon wieder zuviel waren, zumindest wenn es darum ging, einen Wein mit Substanz und Ausdruck zu bekommen. Dies ist auch einer der Gründe, warum das Bild, dass die Mainzer Weinbörse auf den Jahrgang wirft, noch ein wenig schief ausfallen dürfte. Hier, wo sich ein großer Teil der deutschen Winzerelite konzentriert, sind selektive und ertragsreduzierende Maßnahmen die Regel. In der Breite dürften sich die hohen Erträge und auch andere Widrigkeiten wie die frühe Botrytis wohl noch deutlicher ausgewirkt haben, als es auf dieser Veranstaltung zu spüren war.
Daher sind die euphorischen Aussagen über den Jahrgang, wie man sie derzeit überall hören kann, zweifellos übertrieben und so pauschal keinesfalls haltbar. Dennoch besteht für uns Weinliebhaber kein Grund zur Besorgnis. Denn dort, wo alles gut ging und wo mit genug Sorgfalt zuwerke gegangen wurde, macht 2011 sehr viel Freude, weil selbst die einfachen Weine reintönig, zugänglich und ausgewogen sind, Letzteres vor allem da, wo man mit dem Restzucker vorsichtig war. Denn das ist ebenfalls eine der Nebenwirkungen des Jahrgangs: die guten Weine sind so rund, dass Zucker schnell ziemlich deutlich schmeckbar wird, auch ohne an die obere Grenze des für "trocken" erlaubten zu stoßen.
So war 2011 für alle die Produzenten, die vom in Deutschland bei nominell trockenen Weinen üblichen Zuckerniveau wegkommen wollen, um noch brillantere, spannendere und ausdrucksstärkere Tropfen zu bekommen, ein willkommener Anlass für einen weiteren Schritt hin zum völlig trockenen Wein.
Allerdings gehörte auch ein Gebiet, in dem derlei Überlegungen kaum eine Rolle spielen, zu den klaren Gewinnern des Jahrgangs: die Mosel. Hier kann man unter den bekannteren Betrieben heuer offenbar fast blind kaufen. Die Weine sind strahlend wie selten, ganz gleich ob trocken oder süß, und dazu von einer Eleganz und Verspieltheit, die man sich als Mosel-Liebhaber von diesen Weinen vielleicht öfter wünscht als bekommt. Inwieweit der Jahrgang überall über die Tiefe und Komplexität für große Weine verfügt, das gilt es in den kommenden Monaten während der Verkostung für den Weinführer herauszufinden, wenn wir uns mehr Zeit für sie nehmen können. Einzelne Weingüter herauszuheben, wäre an dieser Stelle fast unfair, da auch die nicht ganz so renommierten Betriebe sehr erfreuliche Qualitäten vorzuweisen haben.
Gut scheint es heuer auch der Mittelrhein getroffen zu haben, der in den letzten Jahren ja nicht immer zu den Profiteuren der jeweiligen Jahrgangsbedingungen gehörte. Viele Weine sind überraschend ausdrucksstark, trotz ihrer vielleicht etwas trügerischen Zugänglichkeit. Ratzenberger beeindruckt nachhaltig, aber auch sonst sind die Ergebnisse meist überzeugend.
Die Nahe scheint heuer etwas uneinheitlicher zu sein als sonst; mancher Wein war vielleicht etwas einfach, einige nominell trockenen Exemplare auch auffällig süß. Einer der großen Gewinner ist Gut Hermannsberg, dessen überwiegend völlig trockene Ortsweine sich fest, komplex und ausdrucksstark präsentieren. Sie gehörten zu den besten Rieslingen der ganzen Veranstaltung. Auch Diel, wenn auch stilistisch deutlich anders, beeindruckt mit dicht gewirkten, gänzlich trockenen, ungemein charaktervollen Rieslingen. Wesentlich schlanker wirken die Weine bei Emrich-Schönleber; selbst der kraftvolle und dicht gewirkte Halenberg bleibt elegant und spielerisch. Bei Dönnhoff fällt neben den süßen Rieslingen der regelrecht erdige Kahlenberg auf, bei Kruger-Rumpf der feine, aromatische und mineralische Pittersberg. Auch Schäfer-Fröhlich zeigt neben schlanken, vergnüglichen trockenen Basisrieslingen bisher vor allem im süßen Bereich Klasse.
In Rheinhessen wird der uneinheitliche Jahrgang noch deutlicher. Neben sehr erfreulichen, oft schon jetzt süffigen und animierenden Weinen stehen auch schmale und nur noch nominell trockene, zitronig-süßliche, nicht selten ins Limonadige gehende Tropfen, die man am besten noch in diesem Frühjahr konsumiert - wenn man so etwas mag. Durchweg überzeugende Linien mit charaktervollen Weine zeigten nicht alle Betriebe (Wagner-Stempel, Battenfeld-Spanier, Kühling-Gillot und Gunderloch fielen besonders auf), einige hatten bisher nur wenig mehr als die Basislinie aus 2011 zu zeigen und konnten daher nur bedingt reüssieren, und bei wieder anderen Ausstellern standen neben recht spannenden Tropfen auch auffallend einfache Exemplare. So mancher Produzent hat heuer aber auch mit durchweg eher verschwommenen, bisweilen dünnen oder aber rustikalen Weinen zu kämpfen. Die Ortsweinprobe, bei der viele nicht im VDP organisierte Betriebe anwesend waren, machte das Potenzial an Jungwinzern des Gebietes deutlich, von denen einige den schwächeren VDP-Betrieben leicht den Rang ablaufen. Allerdings waren auch hier die Ergebnisse schwankend, manchmal von Betrieb zu Betrieb, oft aber auch innerhalb der Serie eines Erzeugers. Die Silvaner allerdings scheinen in Rheinhessen immer besser zu werden: neben so manchem zitronig-süßlichen, eher banalen Riesling stand ein bemerkenswert gutes Exemplar dieser Sorte.
Franken musste ich leider zu einem großen Teil auslassen, weil die Zeit nicht reichte. Hier steht aber bereits in 2 Wochen eine Präsentation in Nürnberg an, bei der sich das Bild vervollständigen lässt. Für einige Empfehlungen genügt das Probierte allemal: Wirsching mit einem überragenden Sortiment trockener Weißweine sowie das Weingut der Stadt Klingenberg, das sich unter Benedikt Baltes offenbar gerade unter die besten Rotweinerzeuger Deutschlands einreiht. Nicht zu vergessen Hans Ruck, bei dem es zwar nichts Neues zu erzählen gibt, den man aber, wenn man diesen unprätentiösen, aber ungemein charaktervollen Stil mag, blind kaufen kann, ja, aufgrund seiner Einzigartigkeit fast muss.
Der Rheingau hatte mit den Schwierigkeiten des Jahrgangs wohl mit am meisten zu kämpfen. Wer nicht peinlich genau selektierte, bekam Weine mit pilzig-wachsigen Fäulnisnoten oder gar flüchtigen Tönen. Oft waren wohl Eingriffe im Keller nötig, die von den Weinen am Ende wenig übrig ließen. Die besten Erzeuger büßten aufgrund der dringend gebotenen Selektion vor allem in den wasserreichen Lagen auch heuer erheblich an Menge ein, einige von ihnen brachten dafür aber auch erstklassige Rieslinge auf die Flasche. Die meisten der Betriebe, die schon die letzten Jahre überzeugten, kamen auch mit den Bedingungen dieses Jahrgangs gut zu Recht; es gibt eine ganze Reihe überzeugender Sortimente und exzellenter Weine, aber Wohl und Wehe liegen im Rheingau nahe beieinander.
Mit den Weinen der Pfalz sollten Weinliebhaber heuer reichlich Freude haben. Sie sind in Bestform brillant und bringen den jeweiligen Charakter ihres Standorts so deutlich zum Ausdruck, wie selten - zumindest da, wo man den Restzucker im Griff hatte. Denn was heuer überall gilt, fällt hier besonders deutlich auf: schon ein paar Gramm Zucker nehmen den Weinen viel von ihrer Brillanz und Spannung und verhindern so ein Stück weit, dass der Wein die Vorzüge des Jahrgangs voll ausspielen kann. So ist es kein Wunder, dass die Südpfalz, wo die meisten der Spitzenbetriebe schon länger auf knochentrockene Weine setzen, durchweg überzeugt. An den oft nach den Böden, auf denen sie wachsen, benannten Rieslingen und Burgundern, die heute die Kategorie der ehemaligen trockenen Spätlesen bilden, kann man aufgrund ihrer außergewöhnlichen Transparenz heuer die unterschiedlichen Einflüsse des jeweiligen Untergrunds studieren, wie in kaum einem Jahr vorher. Das gilt allerdings auch für die Mittelhaardt, in der die Qualitäten womöglich nicht ganz so einheitlich ausfielen, wo die besten Betriebe - und derer gibt es bekanntlich viele - jenen des Südens aber nicht im Geringsten nachstehen und die Vielfalt der Lagen und Charaktere noch einmal deutlich größer ist. Die Liste der Weingüter, die heuer positiv auffallen, ist zu lang, um sie hier zu präsentieren; man kann mit den bekannten Spitzenbetrieben heuer eigentlich nichts falsch machen, in der zweiten Reihe gibt es aber auch wieder hier und da das Problem mit banalen, zitronig-limonadigen Rieslingen, von dem auch in Rheinhessen die Rede war. Hier ist also eine sorgsame Auswahl anzuraten, zumal in solchen Fällen die 2010er bisweilen deutlich besser waren. Offenbar verleitete der vermeintlich einfache Jahrgang hier manchen Produzenten zur Sorglosigkeit.
Baden ist fast zu groß, die Stile und Sorten zu vielfältig, um in diesem frühen Stadium schon einen klaren Jahrgangstrend ausmachen zu können - wenn das überhaupt geht. Viele Burgunder sind schon heute mit viel Vergnügen zu trinken, bei den Rieslingen schwanken die Ergebnisse ziemlich stark. Was zu probieren war, deutet darauf hin, dass die Gewürztraminer heuer gesteigerte Aufmerksamkeit verdienen. In Württemberg scheinen die Ergebnisse einer klareren Linie zu folgen: die Rieslinge der Schilfsandstein- und Keuperböden sind gänzlich eigenständig und oft erfreulich, ebenso Burgundersorten und nicht selten auch der Sauvignon, der hier immer mehr Verbreitung findet.
Im Mittelpunkt des Interesses standen in den südlichen Gebieten aber oft die Rotweine - und an der Ahr im Norden sowieso. Hier spielte 2011 naturgemäß noch keine ernstzunehmende Rolle. 2010 wurde in vielen Betrieben auf die Produktion der Spitzenweine verzichten, was den nominell einfacheren Weinen zugute kam. Der etwas schlankere und säurebetontere Stil dürfte vielen Weinfreunden aber gerade deshalb besonders gut gefallen, weil Eleganz, Biss und Lebendigkeit in diesem Jahr eindeutig vor Kraft und Konzentration stehen. Das würden sich viele von uns ja auch in den Spitzenjahren öfter wünschen.
Copyright: ÖWM/RauterNoch immer hat es sich zu wenig herumgesprochen, dass sich Österreich in den letzten zwei Jahrzehnten zu einer ernstzunehmenden Quelle für erstklassige Rotweine gemausert hat. Nach wie vor schlagen einem erstaunlich oft Ressentiments entgegen, wenn die Sprache auf österreichische Weine allgemein und auf seine Rotweine im Besonderen kommt. Ersteres liegt wohl noch immer am inzwischen uralten Weinskandal, der nach bald 30 Jahren eigentlich langsam in Vergessenheit geraten sollte, Letzteres am immernoch erstaunlich hartnäckigen Vorurteil, deutschsprachige Länder seien nicht in der Lage, erstklassigen Rotwein zu produzieren.
Zumindest außerhalb des Landes selbst ist nach wie vor kaum bekannt, dass Österreich mit dem Burgenland rund um den Neusiedlersee sowie dem Carnuntum, dass sich von der slowakischen Grenze südlich der Donau entlang bis vor die Tore Wiens und im Süden bis vor das Leithagebirge erstreckt, über zwei bedeutende europäischen Rotweingebiete verfügt.
Wie überall in Europa gab es auch hier in der Vergangenheit eine Phase, in der die Weine nicht dick, alkoholstark und holzig genug sein konnten. Seit einigen Jahren besinnt man sich jedoch mehr und mehr auf die eigenen Stärken: das günstige Klima und die vielfältigen geologischen Gegegebenheiten, die eine große Bandbreite an Stilen und Charakteren ermöglichen und es erlauben, aus vielen unterschiedlichen Sorten das Beste herauszuholen. Mehr und mehr stellen wir eine Hinwendung zu mehr Eigenständigkeit, Ausdruck der jeweiligen Herkunft und ganz allgemein Finesse fest.
Erst kürzlich stellten wir in einem "BestOf" die besten Blaufränkisch Österreichs vor. Gleichzeitig probierten wir jedoch auch eine Menge weiterer Rotweine aus anderen Sorten. Hier deshalb eine Übersicht aller in den letzten Monaten aus beiden Gebieten probierten Rotweine.
Die Rotweine des BurgenlandsDie Rotweine des Carnuntums

Die Familie
Inama betreibt inzwischen seit mehr als 40 Jahren Weinbau in den Hügeln von Soave. Viele der Reben des 25-Hektar-Betriebes sind so alt wie das Weingut selbst oder noch älter. Das merkt man den besten Weinen des Gutes deutlich an, die zu den komplexesten und tiefgründigsten des Gebietes zählen. Mit dem zu 30% in neuen Barriques vergorenen
Vigneto du Lot führt das Gut die Liste der besten von uns bislang probierten Soave an, aber auch der in gebrauchten Fässern vergorene
Vigneti di Foscarino ist erstklassig und sollte sich noch eine ganze Weile gut entwickeln können. Wer den Soave in einer leichten, früh zugänglichen Version bevorzugt, bekommt mit dem normalen
Soave Classico einen der besten Weine seiner Art.
Das Weingut Inama im WeinführerZur Homepage von Inama
Die uralte Sorte, für die florale, oft Rosen- und Rosenholzartige
Töne, Litschiaromen und ein an Kumquats und getrocknete Orangenschalen
erinnerndes Bitter typisch sind, muss mit Fingerspitzengefühl behandelt
werden, damit ihre Weine nicht aufdringlich und laut ausfallen.
Gleichzeitig bildet der Traminer ungewöhnlich viel Zucker auf dem Weg
zur vollen Reife, während die ohnehin eher niedrige Säure droht, in den
Keller zu rutschen. Auch hier verlangt es nach der Hand eines erfahrenen
Könners, um den Wein in die Balance zu bringen.
In
Deutschland belässt man den Weinen gerne etwas Restzucker, schon damit
sie nicht zu mächtig werden. Trotz seiner niedrigen Säure steht die Süße
gutem Gewürztraminer ausgezeichnet, weil dieser dem Zucker Substanz, Würze und
sein charakteristisches Bitter entgegensetzen kann, nur schmecken die
Ergebnisse in Deutschland leider auch häufig banal und
süßlich-parfümiert. Ähnliches gilt zwar auch für die wirklich trockenen
Exemplare, doch scheint es uns, als würden viele der Erzeuger, die auch
oder ausschließlich trockenen Gewürztraminer produzieren, der Sorte oft
mehr Sorgfalt angedeihen lassen. Einige von ihnen bringen immer wieder
erstaunlich feine, komplexe und ausdrucksstarke Weine auf die Flasche,
und das häufig ohne allzu mächtigen Alkohol.
In Südtirol, einer
der wichtigsten Quellen für exzellenten Gewürztraminer, wird der hohe
Alkohol hingegen langsam zu einem Problem. Zwar gelingt es vielen
Erzeugern, mit viel Schliff, kühlen mineralischen Elementen und fester
Struktur gegenzusteuern, und viele Weine schmecken auch mit
Alkoholgraden deutlich über 14% nicht zu schwer, aber immer öfter finden
sich auch schnapsig-brandige Töne, selbst bei ansonsten hervorragenden
Exemplaren. Wo jedoch alles stimmt, bekommt man in Südtirol - und
übrigens auch im angerenzenden Trentino - beeindruckende trockene
Gewürztraminer: kräftig und kühl gleichermaßen, vielschichtig,
ausdrucksstark, aber nicht laut und mit einer ganz eigenen,
unverwechselbaren Würze und Mineralik.
In Österreich ist die
Vielfalt der Stile groß. Die wichtigste Rolle spielen Traminer und
Gewürztraminer in der Steiermark, wo man feinwürzige und elegante
Exemplare findet, aber auch mächtige, oft sehr langlebige Versionen in
Trocken und Süß. Auch in der Thermenregion trifft man Traminer häufiger
an sowie vereinzelt in anderen Gebieten Niederösterreichs. Überall
werden trockene und süße Versionen produziert, im Kamptal dazu
ausgezeichneter Sekt. Im Burgenland gibt es ihn hauptsächlich
edelsüß, meist im Verschnitt mit anderen Sorten.
Erhebliche Bedeutung
hat der Gewürztraminer freilich im Elsass, wo meist ein kraftvoller und
mehr oder weniger süßer Stil favorisiert wird. In den letzten Jahren
probierten wir allerdings nur einige wenige Elsässer Weine für unseren
Weinführer. Die Luxemburger Gewürztraminer ähneln eher jenen aus dem
Elsass, sind jedoch meist etwas weniger mächtig.
Alle in den letzten Monaten probierten Traminer im Weinführer