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 Folle Blanche

Folle Blanche

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Suchwort: Folle Blanche

Folle Blanche

Die sehr alte, weiße Rebsorte stammt aus Frankreich. Gemäß 2002 veröffentlichten DNA-Analysen handelt es sich um eine (wahrscheinlich natürliche) Kreuzung zwischen Gouais Blanc (Heunisch) x unbekannter Partner. Die zahlreichen Synonyme benennen zum Teil auch verschiedene Spielarten bzw. Klone. Das sind Amounedat, Bordelais, Bouillon, Burageat, Camobraque, Chalosse Blanche, Dame Blanche, Damery, Dolcetto, Engreat Blanc, Enrachat, Enrage, Enrageat Blanc, Fehér Folle, Folle Bijeli, Folle de Bordeaux, Folle Girodine, Fütterer, Grais Bouillon, Gros Meslier, Gros Plant, Mendic, Petit Verjus, Pic Pouille Blanc, Picpoule, Picquepoul Blanc, Piquepoul du Gers, Piquepou(l)t, Plant de Dame, Pochelle Blanche, Rebauche, Rochelle Blanc, Rochelle Verte, Roumain, Talosse und Ugne Blanche.

Die Rebe war früher in Frankreich an der atlantischen Küste weit verbreitet. Sie wurde vor allem als säurebetonter Grundwein für die Destillation von Cognac und die Spielart Piquepoul Blanc für den Armagnac verwendet. Durch die Reblaus-Katastrophe wurde sie zunehmend durch die Sorte Ugni Blanc verdrängt. Der französische Züchter François Baco (1865-1947) verwendete sie gegen Ende des 19. Jahrhunderts als Kreuzungspartner für die Sorten Baco Blanc und Baco Noir. Noch in den 1960er-Jahren betrug ihre Rebfläche in Frankreich insgesamt 12.000 Hektar, heute ist der Bestand aber auf 1.800 Hektar geschrumpft. An der Loire wird sie unter dem Namen Gros Plant für den Gros Plant du Pays Nantais verwendet. Kleine Anbauflächen gibt es auch in Kalifornien. Folle Blanche war Kreuzungspartner bei den drei Sorten Folignan, Merlot Blanc und Jurançon Noir.

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