Galen
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Galen
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Der griechische Arzt und Anatom Galenos von Pergamon (129-216) war einer der berühmtesten Ärzte der Antike. Er war Leibarzt des römischen Kaisers Mark Aurel (121-180), den er vor allem gegen Gift schützen sollte, sowie auch des Kaisers Septimius Severus (146-211). Er studierte zwölf Jahre in Korinth und Alexandria und wurde dann als Wundarzt der Gladiatoren nach Pergamon (Kleinasien) berufen. Seine Hauptaufgaben waren die richtige Ernährung der Kämpfer und Pflege derer Wunden. Er behauptete, dass unter ihm kein einziger Gladiator gestorben sei. Dabei erwarb er sich große Kenntnisse beim Sammeln von Heilkräutern, deren Wirkung und Anwendung er systematisch untersuchte und dokumentierte. Unter anderem erkannte er die gesundheitsfördernden und antiseptischen Eigenschaften des Weines und fasste das gesamte Wissen seiner Zeit zu einem Lehrsystem zusammen, das bis über das Mittelalter hinaus allgemein gültig war.
Über die Heiltränke und Gegengifte schrieb er die Abhandlung „De antidotis“. Diese beinhaltet auch einen detaillierten Bericht über die griechischen und italienischen Weine seiner Zeit. Der Falerner stand damals auch bei ihm immer noch an erster Stelle (obwohl er ausdrücklich festhielt, dass dieser oft gefälscht wurde), dem Caecuber maß er keine Bedeutung mehr zu. Als ausgezeichnet werden von ihm der Surrentiner, der Sabiner und der Tiburtiner klassifiziert. Dabei ging er ebenfalls methodisch vor, zuerst kostete er den ältesten Wein und probierte sich danach bis zum jüngsten vor. Der griechische Schriftsteller Athenäos (2./3. Jhdt) beschreibt komödienhaft ein Gastmahl von 24 berühmten Gelehrten und Advokaten im alten Rom mit Galen als einem der Teilnehmer.
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