Goldriesling
Glossar-Begriff
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Goldriesling
Es gibt zwei verschiedene weiße Rebsorten mit dieser Bezeichnung.
1) Neuzüchtung zwischen Riesling x Malingre Précoce (Früher Malingre) gemäß im Jahre 2012 veröffentlichten DNA-Analysen. Die vom Züchter angegebene Vatersorte Muscat Précoce de Saumur hat sich dabei als falsch herausgestellt. Die Kreuzung erfolgte im Jahre 1893 in Colmar-Elsass durch den Züchter Christian Oberlin (1831-1915) an dessen Rebzuchtbetrieb. Synonyme sind Franzosentraube, Gelbriesling, Goldmuskat, Riesling Doré, Risling Zolotistyi und Risling Khativ. Die Sorte erbringt hellgelbe, würzige Weißweine mit zartem Muskatton. Sie wird im Elsass, sowie im deutschen Anbaugebiet Sachsen auf 21 Hektar kultiviert. Die Rebe wurde dann ebenfalls am Oberlin-Institut vom Züchter Eugène Kuhlmann (1858-1932) als Kreuzungspartner für die Neuzüchtungen Etoile I, Etoile II, Léon Millot, Lucie Kuhlmann, Maréchal Foch, Maréchal Joffre und Pinard verwendet.
2) Neuzüchtung zwischen Welschriesling x Müller-Thurgau. Die Kreuzung erfolgte durch Ing. David Schantl (Österreich) um das Jahr 1960. Sie wurde im Jahre 1989 anlässlich der Feierlichkeiten „100 Jahre Landes-Obst- und Weinbau-Verein für Steiermark“ zum Versuchsanbau freigegeben. Der Geschmack des Weines erinnert an den Welschriesling.
Goldriesling