Isabella
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Isabella
Die rote Rebsorte ist eine Kreuzung zwischen einer Wildrebe der amerikanischen Spezies Vitis labrusca und einer unbekannten europäischen Vitis vinifera. Der Ampelograph Rudolf Goethe (1843-1911) meinte aber, dass es sich um eine direkte Selektion von Vitis labrusca, also um keine Hybride handelt. Der Baumschulen-Besitzer William R. Prince aus Long Island (Staat New York) erhielt von einer Isabella Gibbs Rebpflanzengut, das er für seine Züchtungen verwendete. Eine davon benannte er nach dem Vornamen von Mrs. Gibbs. Nach deren Angaben stammte das Pflanzengut aus Dorchester in South Carolina, was aber heute bezweifelt wird. Prince selektionierte und züchtete die Sorte weiter. Sie wurde im Jahre 1816 erstmals beschrieben. Bereits zu Beginn der 1820er-Jahre wurde sie durch die Gebrüder Baumann in Bollweiler Elsass nach Europa importiert und hier angepflanzt.
Die rund 80 Synonyme bezeugen die weltweite Verbreitung, dies sind z. B. Albany, Albany Surprise, Alexander, Americano, Amerikanische, Ananas, Arkansastraube, Bangalore Blue, Bellina, Black Cape, Capsunica, Captraube, Champania, Christie’s Improved Isabella, Constantia, Constanziatraube, Dorchester, Edes, Eperzamatu, Fragola, Frutilla, Isabelle, Isabellinha, Izabel, Izabela, Izabella, Izabella Piros, Izabelle, Kepshuna, Koreos, Moschostaphylo, Odessa, Ontessa, Paign’s Isabella, Piros Izabella, Raisin de Cassis, Saluda, Seksarda, Strawberry Grape, Tzampela, Uva Fragola, Vernet, Woodward und Zampela.
Die Sorte ist äußerst ertragreich und sehr gut für tropische und subtropische Bedingungen in feuchtheißen Gebieten geeignet. Sie besitzt eine hohe Resistenz gegen beide Mehltaurten und die Reblaus. Deshalb bekam sie während der Reblauskatastrophe sie in Europa ab den 1870-Jahren eine große Bedeutung. In Neuseeland wurde sie ebenfalls im Kampf gegen den Schädling ab Ende des 19. Jahrhunderts in großem Umfang angebaut und war dort noch 1960 die häufigste Rebsorte. Heute ist sie vor allem in Brasilien unter Isabellinha (dort die meistangebaute Sorte), in Uruguay (unter Frutilla), Japan, Indonesien (auf der Insel Bali) und in vielen ehemaligen UdSSR-Staaten wie vor allem der Ukraine verbreitet.
Ein Charakteristikum für die Sorte ist, dass die Beeren einer Traube nicht gleichzeitig reif werden. Der hellrote Wein besitzt einen ausgeprägten Foxton. Deshalb wird sie vorwiegend als Tafeltraube, für die Produktion von Traubensaft, aber auch für Rosé- und Schaumweine genutzt. In Österreich wurde sie früher für die lokale Spezialität Uhudler verwendet, ist aber nunmehr innerhalb der EU verboten (siehe dazu unter Qualitätswein-Rebsorten). Von der Sorte Isabella offen abgeblühte Sämlinge sind Carter, Lydia und York-Madeira. Sie war Kreuzungspartner bei den Neuzüchtungen Centennial, Ferdinand de Lesseps und Hartford.
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