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Kolumne

Artikel
Rubrik: Kolumne
13.05.2013
Auf Weinmessen gefragt
Spürsinn
von Peter Züllig


„Eine Weinmesse ist eine Weinmesse ist eine Weinmesse“ (und natürlich keine Rose, wie Gertrude Stein es einst formulierte). Es gibt sie zwar, auch die Weinmesse, in Hunderten von Variationen; doch im Wesen ist sie immer gleich: Da präsentieren sich Winzer, werden Weine verkostet, Gespräche geführt, ein buntes Publikum zieht vorbei, an den Ständen, den Slogans, den Objekten, die allein dazu da sind, Aufmerksamkeit zu erregen. Die Badische Weinmesse ist nur eine von ihnen, eine verhältnismäßig kleine, doch längst nicht die kleinste. „Probieren, Entdecken, Genießen, Vergleichen“, postuliert der Präsident des Badischen Weinbauverbands. Ein utopisches Ziel, angesichts der zwei Messetage, der vielen Besucher, der meist dicht belagerten Stände?


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29.04.2013
Süß, süßer, am süßesten
Dessertweine
von Peter Züllig


Süßweine kommen auch beim Weinliebhaber nur selten ins Glas und wenn, dann meist am Schluss einer üppigen Mahlzeit; wenn es darum geht, dem Käse standzuhalten oder dem „Bleu“ (Blauschimmelkäse) eine ideale Weinbegleitung zu geben. Dabei sind sie weltberühmt und werden hochgelobt, die Süßen: edelsüße Rieslinge, Eisweine, Sauternes, Monbazillac, Vin Santo, Recioto, Tokajer... bis hin zu den Portweinen und Sherrys. Dessertweine eben, sozusagen eine Nachspeise. Es sei denn – dies ist längst kein Geheimtipp mehr – man sucht den idealen Wein-Begleiter zu Foie Gras, zur Stopfleber. Doch wer will sich diese Delikatesse heute noch häufig leisten? Moralische und finanzielle Gründe sprechen dagegen. Und die weit verbreitete Meinung, zur süßen Nachspeise gehöre auch ein süßer Wein, ist als nützliche Legende längst entlarvt.


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15.04.2013
Unbekannte Weinregion
Bordeaux
von Peter Züllig


Der Titel ist eine Provokation, ich weiß es, doch er stimmt. Wer von den Weinen des Bordelais spricht, denkt an die zwei-, dreihundert Châteaux, die Bordeaux „zum Himmel des Weins“ (Mahagoni-Magazin) gemacht haben, wo „Weinkenner schnell ins Schwärmen geraten“ und – so ist zu befürchten – auch rasch den Verstand verlieren. Eine einzige Flasche Wein, die hundert, ja tausend und mehr Euro kostet, muss ja ein Göttertrunk sein. Das suggeriert die gängige Wirtschaftsordnung unserer Welt.


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02.04.2013
Der ungeliebte Wein
Pinotage
von Peter Züllig


„Es gibt sehr wenige Weine, die ich nicht mag, und nur einen, von dem ich immer gesagt habe, dass ich ihn hasse.“ Dies schreibt Lettie Teaque auf der wöchentlichen Seite „Eating and Drinking“ im amerikanischen „Wall Street Journal“. Bis heute wagte ich es nicht, in aller Öffentlichkeit zu erklären, dass ich den Pinotage – ganz im Gegensatz zur amerikanischen Fachfrau – richtig gern habe, ja, liebe. Ich habe mich vor dem vernichtenden Urteil der Weinliebhaber gefürchtet: Banause. Bin ich wirklich ein Wein-Banause, nur weil ich den schlechten Ruf eines Weins nicht weiterplappere, ja, sogar gestehe, dass ich richtig Spaß habe an einem Wein, der nach „Sprühfarben und angebrannten Reifen“ duften soll und der nach Jancis Robinson (Oxford Weinlexikon) einen bananenähnlichen Geruch verströmt (flüchtige Ester)?


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18.03.2013
Wine, der kein Wein ist
Das Besondere
von Peter Züllig


Eigentlich ist alles klar: „Nur ein Getränk, das von Früchten der Weinrebe stammt, darf die Handelsbezeichnung Wein (ohne weitere Erklärung) tragen.“ Und doch gibt es viele spezielle Weine , die gemäß dieser Definition keine Weine sein dürfen und doch fast immer als „Wein“ bezeichnet werden. Für uns wohl am geläufigsten ist der Apfelwein, in China habe ich den Reiswein kennengelernt und jetzt in Kambodscha den Palmwein. Er ist sogar Kambodschas „inoffizielles“ Nationalgetränk und wird mit aller Selbstverständlichkeit als „Wein“ bezeichnet, Fruchtwein eben, um genau zu sein. In Vietnam – wo Reben wachsen – sind es vor allem die Maulbeeren, die in den Wein „geraten“. Und das steht in den meisten Fällen nicht einmal auf der Flasche oder nur im Kleingedruckten.


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04.03.2013
Wein reist mit
Indochina
von Peter Züllig


Der Begriff Indochina darf kaum mehr verwendet werden. Gemeint ist das einstige Kolonialreich Frankreichs: Laos, Vietnam und Kambodscha. Das sind heute drei selbständige Staaten, jedes Jahr bereist von Millionen Touristen. Auch ich war dort – bin soeben zurückgekehrt, den Jetlag noch in den Knochen. Und schon werde ich gefragt: Wie ist es denn mit dem Wein? Da kommt mir ein Witz in den Sinn, der seit Jahren zirkuliert, der sich aber auf ein ganz anderes Land bezieht: „Reisen Sie ruhig nach Polen, Ihr Auto ist schon dort!“ So habe ich – weinmäßig – Vietnam und Kambodscha erlebt. Weine aus Weinländern sind längst schon da, in jedem Restaurant, auf allen Getränkekarten, in allen Regalen, wo Lebensmittel verkauft werden. Die drei Länder haben weinmäßig aufgerüstet, sie sind es den Touristen schuldig.


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18.02.2013
Virtuelle Weinwelt
Eine reale Reise
von Peter Züllig


Das Internet schafft Nähe, es schafft aber auch Distanz; Distanz zu der Wirklichkeit. Worte, Bilder, Gedanken durchpflügen die Welt, als wäre diese geschrumpft zu einem Tennisball oder noch weit weniger. Zwar hat die Entwicklung schon vor gut 150 Jahren begonnen, mit dem Telegrafen, gefolgt von Telefon, Rundfunk, Fernsehen und eben Internet. Man hat gelernt, miteinander virtuell zu kommunizieren. Schritt für Schritt sind sie gefallen, die Grenzen von Raum und Zeit. Das Motto heute: Immer sichtbar, immer erreichbar, immer präsent sein, aber möglichst nicht real! Eigentlich eine Horrorvorstellung, doch sie ist bereits Alltag und (Hand aufs Herz) bequem. Wir haben uns längst gewöhnt an die fast unbeschränkte Mobilität von Wort und Bild. Sie ersetzen nur allzu oft jede physische Wirklichkeit. Doch plötzlich tauchen  wieder Grenzen wieder auf, spätestens, wenn es darum geht, Materie zu verschieben. Zum Beispiel einen Wein – vom Produzenten in das Glas des Konsumenten, in mein Glas zum Beispiel.


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03.02.2013
Unbekanntes Weinland
„Hüeru güet“
von Peter Züllig


Das ist nicht etwa Chinesisch, vielmehr ein mundartliches Idiom im schweizerischen Walliser-Deutsch, das etwa für „Unheimlich gut!“ steht. In Zusammenhang mit Wein hat es der Begriff sogar bis in die Schlagzeilen der Boulevardpresse gebracht. „Hüeru güet – Walliser Tropfen schaffts in die Weinbibel“. Tatsächlich wurde zum ersten Mal ein Wein aus dem Kanton Wallis in Parkers “The Wine Advocate” aufgenommen. Also höchste Zeit, diese Kolumne, die ich längst geschrieben, aber nie weggeschickt habe, zu veröffentlichen. Doch ich schicke sie auch heute nicht so weg, wie ich sie vor gut sieben Jahren in meinem Archiv – mit der futuristischen Nummer 201 – begraben habe. Damals war ich gerade bei Kolumne Nummer drei angelangt, heute ist es die 179ste.


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21.01.2013
Ein Wein-Asteroid im Languedoc
Roquebrun
von Peter Züllig


Wenn es im Glas funkelt, von Purpur bis Granatrot, von Zitronen- bis Goldgelb, dann öffnet sich – leider nicht immer – ein Weinhimmel, mit einem Firmament voll von nahen und fernen Sternen. Es sind oft Miniplaneten, die man so gerne erkunden würde. Jedenfalls geht es mir immer wieder so. Beschreibungen des Weins, Punkte, Namen des Winzers, des Weinguts, der Rebsorte – all dies genügt mir nicht (immer). Ich würde so gerne die Mikrowelt kennen lernen, in der gute Weine entstehen. Nicht einfach eine Region kennen lernen, eine Appellation, ein Gebiet, wo eben viele Reben wachsen, vielmehr die Landschaft, die Dörfer und Weiler, die Menschen mit ihrem Alltag, ihrer Kultur und Geschichte.


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07.01.2013
Vom Anwalt zum Mythos
Der Weinpapst
von Peter Züllig


Er ist 65 geworden und zieht sich aus der Chefredaktion seines publizistischen Unternehmens zurück. Einen Teil seines Imperiums hat er bereits verkauft, seine neuen Partner sind Hedgefonds-Manager aus Singapur. Ich spreche natürlich von Robert M. Parker, dem einflussreichsten Weinkritiker der Welt. Ohne seine PP (Parker-Punkte) geht nichts mehr in der Weinwirtschaft. Hat ein Wein die 90 PP erreicht, lässt er sich auch vermarkten, denn das Urteil von Robert M. Parker ist längst zum verlässlichsten Garanten für Qualität geworden. „Parkerweine“, sagen – leicht verächtlich – seine Kritiker und rümpfen die Nase.


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22.12.2012
Adventswein
„Heiße Rebe“
von Peter Züllig


„Man nehme Nelken und zerstoße sie im Mörser. Gieße schwarzen Tee darüber und lasse ihn ziehen. Rotwein in einem Topf erhitzen. Zitrone und Orange auspressen und dazugeben. Fruchtfleisch mitverwenden. Tee dazu geben und fast zum Kochen bringen. Mit Honig süßen.“ Ein Rezept, das ich immer hervorhole, wenn es kalt wird draußen und die Nacht schon früh den Tag besiegt; Zeit der kommenden Festtage, Zeit vor Weihnachten. Es ist nur eines von mehr als 500 Rezepten, die ich auf Anhieb im Internet gefunden habe. Sie gleichen sich zwar, setzen aber immer wieder andere, neue  Akzente. Da gibt es zum Beispiel Kirschsaft, Holunderbeeren, Zimtstangen, Anissterne, Vanilleschoten, Kardamom gemahlen und, und, und – auch Wein. Es ist fast nicht zu glauben, was da alles zugefügt werden kann und darf.


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10.12.2012
Ein englischer Import
Food Pairing
von Peter Züllig


Nur der Begriff ist importiert, nicht die Sache an sich. Food Pairing, wörtlich ins Deutsche übersetzt: Essenspaarung. Mit wem paart sich das Essen wohl? Natürlich – Weinliebhaber wissen oder ahnen es – mit Wein. In vielen Wein-Beschreibungen wird etwa angefügt: „... passt zu Trüffel, großen Fleischgerichten, Wild und gereiftem Käse“, oder „... zu Tapas, Gemüsegerichten, Fisch, hellem Fleisch, kalten Platten“ usw. Varianten gibt es (fast) so viele, wie es Weine gibt. Allerdings ist die Palette von Gerichten viel, viel kleiner als jene der Weine. Deshalb wiederholen sich die Empfehlungen so oft: „zu Fleisch vom Grill, Rind- und Lammfleischgerichten, Halbhart- und Hartkäse“ – „zu gebratenem Fleisch wie Steaks, Grilladen oder Rindsbraten, auch zu Käse“ – „zu Wildbret, Ente, Fleischgerichten und Käse“ – „hervorragend als perfekter Begleiter zu Eintöpfen und herzhaften Wildgerichten“. Irgendwie – ich gebe es zu – ist mir das alles suspekt. Wer oder was passt zu wem? Kann es da wirklich so pauschale Empfehlungen geben? Werden dadurch nicht einfach Gewohnheiten zementiert?


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26.11.2012
Weine aus aller Welt
Die Sachverständigenkommission
von Peter Züllig


Sogar Superdiscounter Aldi hat es erkannt: „Wein ist Genuss- und Lebensmittel, Alltags- und Luxusgetränk. Wein ist so unterschiedlich wie die Menschen, die ihn machen, wie die Böden, auf denen er wächst, und wie die Rebsorten, aus denen er produziert wird...“ Eigentlich keine neue Erkenntnis – nur ein Werbespruch? Oder doch mehr? Weintrinkerinnen und Weintrinker haben eine Erfahrung längst gemacht: „Jeder Wein ist individuell und hat seinen eigenen Charakter.“ (Aldi-Zitat) Und jeder „wahre“ Weinliebhaber schwört auf bestimmte Anbaugebiete, Länder, Rebsorten, Winzer... Da gibt es Fraktionen: die Syrah-Liebhaber, die Pinot-Noiristen, die Bordeauxaner, die Vernarrten in Riesling, die Südafrikaner, Kalifornier, Barossaner und, und, und...


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12.11.2012
Vom Périgord nach Saint-Émilion
Von Trüffeln zum Wein
von Peter Züllig


Anlass: zwei Reisen ins Périgord. Wir waren im Sommer dort, unsere Freunde jetzt, und sie sind soeben zurückgekehrt. Gelockt hat uns alle Bruno, Chef de Police, die Romanfigur des schottischen Schriftstellers Martin Walker, der seit Jahren im Tal der Vézère zu Hause ist. Seine vier Kriminalromane – im Diogenes-Verlag erschienen – kreisen immer wieder um die Lustbarkeiten des Essens und Trinkens: Trüffel, Foie gras, Monbazillac, Pécharmant... Delikatessen eben. Wenn uns schon Bruno Courrèges – oder Martin Walker – verführt hat, seine Romanwelt zu suchen, dann muss das, was wir gefunden haben, auch zu Hause ausgebreitet werden. Es sind nicht nur Erinnerungen, Eindrücke, Erlebnisse – es sind auch Delikatessen.


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29.10.2012
Saale-Unstrut
Vor 25 Jahren war noch alles ganz anders
von Peter Züllig


Niemand sagt es, jeder denkt es, im Kopf ist sie aber noch da, die Grenze zu Ostdeutschland. Zwar werden die drei in Ungnade gefallenen Buchstaben DDR – wo immer möglich – vermieden und damit alles, was einst damit verbunden war, verdrängt. Selbst auf einem geführten Stadtrundgang durch Naumburg schrumpfen die Jahre zwischen 1945 und 1989 zusammen, fast schon zum Nichts. Nur Hinterhöfe, Baulücken und leer stehende Häuser deuten an, dass hier vor kurzer Zeit vieles noch ganz anders war. Das gilt auch für den Weinbau, dem es zwar heute nicht schlecht geht, der aber – im Vergleich zu deutschen Vorzeige-Weingebieten wie die Mosel, Pfalz, Rheingau etc. und ihren Starwinzern – abseits stehen muss, zumindest in den Köpfen vieler deutscher Weinliebhaber, ja, eigentlich in der deutschen Weinszene noch nicht richtig angekommen ist. Schade!


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15.10.2012
Weinspekulation
Die Krise
von Peter Züllig


Wein ist zum Trinken da, aber auch zum Lagern, zum Besitzen, sogar zum Spekulieren. Denn nicht nur der Wein kann sich verändern, auch seine Preise tun es – sie steigen und fallen und steigen und fallen… Vor allem bei jenen Weinen, die gelagert werden können, ja, sogar müssen, vor allem weil sie – im besten Fall – sich über die Jahre entwickeln, reifen, immer besser werden. Selbst wenn sie ihren Höhepunkt überschritten haben, bleiben sie oft Monumente der Weinkultur, nicht selten auch Prestigeobjekte, die zu besitzen für viele eine Ehre und daher erstrebenswert ist. Ein gut angelegter, gepflegter Weinkeller kann ein Tresor sein, eine Schatzkammer, in der Kapital in Form von Flaschen eingelagert ist.


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01.10.2012
„Ein Pfirsich ist nicht ein Pfirsich, ist nicht ein Pfirsich“
Die Weinsprache – oder: Wie wir miteinander über Wein reden
von Peter Züllig


Ja, es gibt so etwas wie eine „Weinsprache“, das ist unbestritten. Doch gibt es auch eine einheitliche Sprache, eine „Lehrmeinung“ dazu? Da beginnen meine ernsthaften Zweifel. Nach Durchsicht von Hunderten von Weinbesprechungen – von den vielleicht zehn bekanntesten (und anerkanntesten) Weinkritikern – muss ich feststellen: Es gibt sie nur zum Teil, vielleicht zur Hälfte.


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26.09.2012
Nur Dekoration?
Das große Geschäft mit Leergut auf eBay
von Werner Feldner


Seit einiger Zeit beobachten Weinfreunde, dass bei eBay leere Flaschen wahrscheinlich nicht nur für Dekorationszwecke versteigert werden. Wie sonst soll man drei- bis vierstellige Summen für eine leere Flasche Wein erklären? Die Vermutung liegt nahe, dass mit diesem teuren Leergut das Wort „Recycling“ eine neue Bedeutung bekommt. Nämlich die Wiederbefüllung der Flaschen und die daraus resultierende Täuschung des Konsumenten.


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17.09.2012
Weinstraßen
Rund um Bergerac
von Peter Züllig


Weinstraßen sind Pilgerwege der Weinliebhaber. Anders als die Sankt-Jakobswege führen sie nicht zu einem bestimmten Ziel und nur selten zu einem genau definierten Pilgerort. Das Lebensmotto so vieler orientierungsloser Zeitgenossen – „der Weg ist das Ziel“ – wird hier für einmal konkret formuliert, nicht spirituell ausgedeutet, wie es (spätestens) seit Konfuzius bei so vielen Heilsbringern üblich ist. Der Weg, das sind hier die Rebberge, Landschaften, Weingüter, die historischen Zeugen, Reben, der Boden, der Wein. Der „Pilgerweg“, den ich „ohne Erbsen in den Schuhen“ kürzlich gegangen bin, führt durchs Périgord.


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03.09.2012
Foie gras, Trüffel und Wein
Périgord
von Peter Züllig


Es ist Bruno, der Chef de Police, der mich ins Périgord lockt. Nach Saint-Denis, eine ländliche Gemeinde an der Vézère, mit knapp 3.000 Einwohnern, kurz vor der Einmündung des Flusses in die weit größere Dordogne. Hier lebt Bruno Courrèges, Landpolizist, dem Bürgermeister direkt unterstellt, verantwortlich für das friedliche Zusammenleben im Dorf: Verkehrsregelung, Kontrollen auf dem Markt, Organisation von Gedenkfeiern und anderen meist patriotischen Anlässen; er achtet auf das Einhalten der Parkordnung, kämpft mal gegen einen kleineren Brand, bringt verlorene Hunde zurück und registriert Geburten und Todesfälle. Kurzum: Bruno ist eine Respektsperson, zugleich aber auch echter „Freund und Helfer“.


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20.08.2012
Bordeaux 2011
Katerstimmung
von Peter Züllig


Man spricht nicht gern von ihr, möchte sie nicht wahrhaben, versucht sie zu verstecken: die Katerstimmung am Tag danach. Und trotzdem: Es gibt sie, nach fast jedem Übermaß, auch im Bereich des Weins. „Erste Hilfe bei Katerstimmung“ wird mir da angeboten, man glaubt es nicht, ausgerechnet von der österreichischen Website „kirchenweb.at“. Ich lese unter vielen guten Ratschlägen: „Manchmal hilft es, schon am Abend vor dem Schlafengehen präventiv ein Kopfschmerzmittel zu nehmen.“


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06.08.2012
Hülle und Fülle
Flasche leer
von Peter Züllig


Es sind vier Jahre her, seit Giovanni Trapattoni – der erfolgreiche italienische Fußballtrainer – der „leeren Flasche“ zum Kultstatus verholfen hat: „Was erlauben Strunz, ... ware’ schwach wie eine Flasche leer... ich habe fertig!“ Seither wird die „leere Flasche“ in allen möglichen (und unmöglichen) Situationen als Zitat verwendet. Dabei ist beim Wein die Hülle – in der Regel ist es eben eine Flasche – von tragender Bedeutung. Sie prägt das Image des Weins, ist aufgrund des unerlässlichen Verschlusses Anlass zu den hitzigsten Diskussionen, ja, zu eigentlichen Glaubenskriegen, und schließlich ist sie – versehen mit einem Etikett – auch Statussymbol.


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24.07.2012
Tradition und Moderne
Begegnung im Languedoc
von Peter Züllig


Bourdic, ein kleines, südfranzösisches Dorf. Etwas verschlafen, abseits des Touristenstroms. Es liegt nicht einmal im Kerngebiet des Weins, auch da etwas abseits der bekannten Appellationen, im Département Gard, zehn Kilometer südöstlich von Uzès, dem mittelalterlichen Städtchen mit seinem Herzogenpalais, der pittoresken Altstadt und seinen Herrenhäusern aus der Renaissance.


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18.07.2012
Wein-Chemie
Der pH-Wert - unterschätzte Kenngröße für Weinqualität
von Martin Kössler


Der pH-Wert prägt Stil und Struktur des Weins und ist insofern ein wichtiges Kriterium für Geschmack, Bekömmlichkeit und mikrobiologische Stabilität. Engagierte, qualitätsorientierte Winzer arbeiten daher im Weinberg für eine andere Physiologie ihrer Reben, die ihnen im Keller einen niedrigen pH-Wert ermöglicht. Denn der ist auch für den Schutz vor Bakterien wichtig, die biogene Amine produzieren.


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09.07.2012
Fröhlich, leicht, beschwingt
Sommerwein
von Peter Züllig


Die Zeit, in der selbst standhafte Rotweintrinker zum Äußersten schreiten und zum Weißen greifen, ist da, lange schon angekündigt durch massive Werbung: „Der ideale Sommerwein“ oder „So schmeckt der Sommer“ oder – immer häufiger – in englischer Sprache: „Summer in the City“.


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19.06.2012
Eine Bildgeschichte
Mein Weinberg
von Peter Züllig


An der Überschrift ist so ziemlich alles falsch: Es ist nicht „mein“ Weinberg, es sind nur die Reben, die ich seit fast fünf Jahren in mein Herz geschlossen habe, weil sie am Wegrand liegen, nahe bei meinem Zuhause in Südfrankreich. Oft fahre ich da vorbei, halte an und beobachte, wie sie sich entwickeln.


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07.06.2012
Heimat in der großen Weinwelt
Authentizität
von Peter Züllig


Es ist mir aufgefallen, dass ich in meiner Kolumne und bei Weinbeschreibungen in der letzten Zeit immer wieder den Begriff „authentisch“ verwendet habe, und zwar in allen nur denkbaren Umschreibungen und Varianten: glaubwürdig, sicher, untrüglich, echt, verlässlich, zuverlässig, verbürgt, unverfälscht, ungekünstelt, charakteristisch, eigentlich, natürlich, nicht imitiert, originell… Warum wohl?


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01.06.2012
Wein-Chemie
Alles Bio, alles gut?
von Martin Kössler


Wein gilt gesetzlich nicht als Lebens- sondern als Genussmittel. Er ist deshalb von der Deklarationspflicht ausgenommen, obwohl er eine Vielzahl an Zusatzstoffen enthalten darf. Die im Wein erlaubten Behandlungsmethoden und Zusatzstoffe sind geprüft und zugelassen, dennoch gelten einige als allergen relevant, manche sind umstritten, andere angeblich unbedenklich.


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21.05.2012
Wo die Zeit still gestanden ist
Canal du Midi
von Peter Züllig


Ségolène Royal verliert die Wahl zur ersten Präsidentin der Republique Française, Nicolas Sarkozy zieht als Sieger und großer Hoffnungsträger in das Palais Elysée ein. Diesen Augenblick erlebte ich auf dem Canal du Midi, auf einer Fahrt im Hausboot durchs Languedoc. Genau fünf Jahre sind seither vergangen. Wieder bin ich auf einem Hausboot, wieder auf dem Canal du Midi, und wieder wird der Präsident gewählt. Diesmal kämpft Nicolas Sarkozy gegen einen neuen Hoffnungsträger, François Hollande, den Exgatten von Ségolène Royal. Wenig hat sich verändert in den fünf Jahren. Zu wenig, in einem Land, das in der Tradition königlicher Allmacht und Revolution einen Weg sucht in der globalisierten Welt. Nur die Hoffnung, die ist geblieben.


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09.05.2012
Nachhaltigkeit (be)im Wein
Naturweine
von Peter Züllig


Auf was habe ich mich da eingelassen? Auf einen Begriff, der so schwammig ist wie Pfifferlinge (die in Österreich auch „Schwammerl“ heißen) und die trotzdem genussvoll sind. Wenn wir schon von Begriffen und ihrer Bedeutung reden – auch der Wert des Pfifferlings wird missachtet, wenn man etwa sagt: „Das ist keinen Pfifferling wert!“ Kehren wir zurück zu unserem Begriff, dem Naturwein. Auch er ist für viele „keinen Pfifferling wert“ und trotzdem etwas, das Gemüter bewegt, das zu Diskussionen Anlass gibt, das Wein-Glaubenskriege auslösen kann.


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23.04.2012
Spargel und Wein
Verträglichkeit
von Peter Züllig


Frischer Spargel auf dem Markt. Ein untrüglicher Bote des Frühlings. Er zieht mich an, ich kann nicht an ihm vorbeigehen. Es ist sogar einheimischer Spargel, dem warmen Boden erst entlockt. In diesem Moment denke ich nicht daran, dass schon Philosophien entwickelt wurden zur jetzt entscheidenden Frage: „Welcher Wein passt zu Spargel?“ Ich weiß nur: noch immer liegt keine gültige Antwort vor. Doch zu diesem Thema liefert Google in 0,19 Sekunden 56 Ergebnisse, allein in deutscher Sprache. Gibt man nur Spargel und Wein ein, ohne Anführungszeichen, sind es – man staune – 2,9 Millionen Treffer.


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10.04.2012
Reisevergnügen
Le Train Bleu
von Peter Züllig


Es ist eine Reise in die Vergangenheit, gut hundert Jahre zurück, in die Zeit der „Belle Époque“, in die Zeit des Übergangs zum 20. Jahrhundert. Man war stolz auf neue Bahnhöfe, die aus Eisen gebaut wurden und oft aussahen wie riesige Kathedralen. Zugfahren gehörte noch zum Luxus. „Sie (Katherine) kehrte in ihren eigenen Wagen zurück. Fünf Minuten später verlangsamte der Zug sein Tempo. Man hörte das lange, klagende Zischen der Westinghousebremse. Gleich darauf fuhr der Zug in den Lyoner Hauptbahnhof ein“, so eine Schlüsselstelle im Kriminalroman „The Mistery of the Blue Train“ von Agatha Christie, geschrieben 1928. Und gleich wird der legendäre Hercule Poirot zum Einsatz kommen.


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12.03.2012
Zuhause geblieben
Große und kleine Weinwelt
von Peter Züllig


Ein Stück große Weinwelt trifft sich Jahr für Jahr, kaum ist der Frühling in Sicht, in Düsseldorf auf der internationalen Fachmesse für Wein und Spirituosen. Vor einer Woche war es wieder so weit und ich war nicht dabei. Etwas verpasst? Die Fachmesse ist auch für uns Schreiberlinge ein Trendbarometer, eine Möglichkeit, den einen oder anderen Winzer kennenzulernen, den einen oder anderen Händler zu interviewen oder sich über das eine oder andere Weingebiet kundig zu machen. Und da habe ich einfach gefehlt. Verpasste Chance?


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28.02.2012
Weine, die zum Winter passen
Gefühlsweine
von Peter Züllig


Nun hat der Winter Europa doch noch fest in den Griff genommen: Kälte, Eis und Schnee bis in die Niederungen. Nicht nur warme Stuben, auch warme Getränke sind gefragt, mit und ohne Alkohol: Grog, Tee, Punsch, ja, selbst der Glühwein hat die Weihnachtstage überlebt. Wärme wird gesucht. Auch beim Wein? Tatsächlich stellt sich die Frage: Was trinkt der Weinliebhaber im Winter, wenn es draußen kalt ist und der Schnee liegen bleibt? Wein ist ein Kind der Sonne und nicht der Kälte.


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06.02.2012
Zwei Deutsche in der Schweiz
Riesling, Pinot Noir & Co.
von Peter Züllig


Natürlich waren es mehr als zwei; etwa 60 oder gar 80 waren es, Winzerinnen und Winzer, die ihre Weine in Zürich vorgestellt haben, allen voran ihre Rieslinge. Da dürfen sie stolz sein und sie wissen auch, dass es in der Schweiz Vergleichbares nicht gibt, zumindest nicht Rieslinge in dieser Vielfalt und Qualität. Hier dominiert der Chasselas (aus der Westschweiz). Er bestimmt weitgehend die Vorstellung, wie ein Weißer zu sein hat. Rieslinge sind hier Fremde, zumal in der Ostschweiz bei den weißen Rebsorten der Müller-Thurgau dominiert.


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23.01.2012
Was man oft und gerne trinkt
Weinheimat
von Peter Züllig


Es gibt kaum einen anderen Begriff, der so populär und gleichzeitig so ideologisch belastet ist wie das Wort „Heimat“. Man versucht deshalb auch immer wieder, wenigstens das belastete Wort zu ersetzen, zum Beispiel durch „Lebenswelten“ oder „Zuhausesein“. Viele haben den Begriff sogar aus ihrem Wortschatz gestrichen, den Inhalt kann aber niemand wegstreichen, vor allem nicht, seit ein fast noch populärerer Begriff aufgetaucht ist: „Globalisierung“. Heimat als Gegenpol zur Globalisierung? Reduzieren wir doch diese fast schon philosophische Frage auf den Bereich, der uns hier interessiert: Wein. Gibt es so etwas wie eine Weinheimat?


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09.01.2012
Bilanz ziehen
Erinnerungen
von Peter Züllig


Wieder ist ein Jahr vorbei! Ich bin um ein Jahr älter geworden, meine Weine im Keller auch. Den einen tut das gut, den andern weniger. Es ist auch wieder einmal Zeit, Bilanz zu ziehen. Abzurechnen mit dem, was ein Jahr gebracht hat oder nicht, Soll und Haben. In einer Weinkolumne natürlich auf Wein bezogen. Soeben läuten die Glocken, zwei Minuten lang, Frühläuten, es ist sechs Uhr am Morgen. Die einen ärgern sich, Schlafstörung, andere freut es: Tradition in einem einstigen Bauerndorf, das zur Agglomerationsgemeinde wurde.


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19.12.2011
Der perfekte Weihnachtswein
Sprachbarrieren
von Peter Züllig


Er hat mir keine Ruhe gelassen, der perfekte Weihnachtswein. Ins Spiel gebracht hat ihn ein fleißiger Schreiber im Forum von Wein-Plus. Einfach so, wohl zu verstehen als Auszeichnung oder Werturteil, als Anpreisung oder sprachliche Hilflosigkeit. Man kann es drehen und wenden, wie man will. Der „perfekte Weihnachtswein“ bleibt eine Fiktion, womöglich sogar eine schöne, genüssliche.


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12.12.2011
Wein als Handelsware
Auktion
von Peter Züllig


„Geboten sind fünftausendneunhundert für eine Flasche Côte de Nuits Grand Cru 1976 der Domaine Romanée-Conti... zum Ersten... zum Zweiten und – sechstausend sind geboten... zum Ersten... zum Zweiten... und zum Dritten! Lot 609 geht an Nummer 245.“ Sechs Stunden sitze ich in der zweiten Reihe, bis auch das Lot 1096 ausgerufen ist. Es hat keinen Käufer gefunden. Auch die schrittweise Senkung des Ausrufpreises (holländisches Versteigern) – bis hinunter auf 10 Franken – hat kein Gebot gebracht. Kehrausstimmung, die Schlacht ist geschlagen. In den vergangenen sechs Stunden wurde viel Geld umgesetzt. Mehrere hunderttausend Franken, gar eine Million, ich habe nicht nachgerechnet. Jedenfalls war es weniger als bei den letzten Auktionen. Das Geschäft stockt, es geht nicht mehr so flott voran.


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29.11.2011
Spätlese
Die dritte Generation
von Uwe Kauss


Seit der Jahrtausendwende ist der Riesling als große Rebsorte zurück. Damit rückt nun langsam auch ein Weintyp wieder in den Blick, der eng mit ihm verbunden ist – in guten wie in schlechten Zeiten: die Spätlese. Der VDP hat mit einer großen Verkostung in Köln ihre „Renaissance“ eingeläutet.


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28.11.2011
Wein-Chemie
Der Weinberg lügt nicht
von Martin Kössler


Die professionelle Beurteilung der Qualität eines Weines durch Verkostung setzt eine Menge Erfahrung voraus und scheint dennoch hochgradig subjektiv zu sein. Trotzdem ist sie nach wie vor kaum stichhaltig durch wissenschaftliche Methoden zu ersetzen. Das zumindest ergab ein ambitioniertes Forschungsvorhaben des renommierten Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie mit der Universidad Técnica Federico Santa Maria, Valparaiso in Chile, das sich dem sogenannten „chemischen Fingerabdruck“ eines Weines, also der Analyse seiner komplexen chemischen Bestandteile, widmete.


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28.11.2011
Russisches Roulette
Altweine
von Peter Züllig


Es ist ein Glücksspiel, das tödlich enden kann. Die Chancen stehen eins zu … (je nach Revolver). Doch hier geht es nicht um Menschen, es geht um Weine, die vielleicht – bei schlechtem Ausgang – als „Leichen“ entsorgt werden müssen. Die Spieler selber bleiben gesund – aber nicht immer ganz munter. Und trotzdem wird das Spiel immer wieder gespielt. Der Einsatz ist ab und zu hoch, so hoch, dass er auch schmerzen kann.


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14.11.2011
Im Norden Italiens
Piemont
von Peter Züllig


Jenseits der Schweizer Grenze, im Süden, weit vor Genua, beginnt das Piemont. Es ist Trüffelzeit. Alba, die Trüffelstadt, scheint von Schweizern besetzt. Jedenfalls hört man auf dem riesigen Markt, der während Tagen die Innenstadt belegt, weit häufiger Schweizerdeutsch als Italienisch. Der Wein muss für ein paar Wochen den weißen und schwarzen Kostbarkeiten aus piemontesischer Erde Platz machen: den Trüffeln.


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31.10.2011
Die Chinesen kommen
Wein für die Elite
von Peter Züllig


Eigentlich bin ich stolz auf meinen Freund Beat, der die Entwicklung des „Weinlands“ China schon früh vorausgesehen hat. Er organisierte vor vier Jahren – mit Hilfe der chinesischen Botschaft – eine der ersten exklusiven Weinreisen von Weinfreunden in das „Land der Mitte“. Es war keine Geschäftsreise, denn wir wollten nichts verkaufen, auch keinen Wein. Wir wollten uns einfach zeigen lassen, wie China jetzt langsam, aber mit viel Energie und Kraft in die weltweite Weinszene einsteigt. Wir wurden empfangen von Önologen, Managern und Behörden. Seither bin ich überzeugt: Die Chinesen kommen!


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11.10.2011
Wo der Chasselas wächst
Das Lavaux
von Peter Züllig


„Ahhh… ohhh... uhhh“, hört man im Zug, wenn man bei schönem Wetter von Fribourg nach Lausanne fährt. Ausgelöst wird dieses Staunen und Bewundern durch das Panorama, das sich bietet, wenn man vor Chexbres den kurzen Bahn-Tunnel verlässt. Man ist plötzlich mitten im wohl schönsten Weingebiet der Schweiz, im Lavaux, wo der Chasselas zu Hause ist. Dieser Region – seit 2007 UNESCO-Welterbe – hat nun die Schweizer Post eine Sonderbriefmarke gewidmet.


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26.09.2011
Weingebiete in Deutschland
Pensionistenreise
von Peter Züllig


Ab und zu fahre ich für ein, zwei oder mehr Tage in ein Weingebiet, einzig und allein um dort zu sein, wo Weine entstehen. Weine, die ich oft trinke oder auch nur selten im Glas habe. Die „Pensionistenreise“ ist so ein Unternehmen, das jedes Jahr stattfindet. Zwei Freunde, die nicht begreifen können, dass ich zum Riesling, dem Wein der Deutschen, kaum Zugang habe und auch recht wenig darüber weiß, haben mich eingeladen, deutsche Weine kennenzulernen.


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19.09.2011
Ça change vite, le temps
Unterwegs
von Peter Züllig


Es ist kein Winzer, sondern ein Fischer, der uns lakonisch die wichtigste Wetterregel für die Region am Atlantik erklärt: „Es wechselt schnell, das Wetter“. Gleichzeitig drückt der Satz auch ein Stück Lebensweisheit aus. Etwa: „Die Zeiten ändern sich rasch!“ Dies gilt auch für die Weingebiete an der Loire. Je näher beim Atlantik, spätestens ab Nantes, trifft diese Wetterregel fast immer zu.



 


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30.08.2011
Wo Châteaux stehen
Loire
von Peter Züllig


Wer ins Tal der Loire fährt, möchte Châteaux sehen. Châteaux sind in diesem Fall richtige Schlösser, Prachtbauten vorwiegend aus der Zeit der Renaissance. Der Weinliebhaber hat sich aber längst an die Doppelbedeutung des Wortes Château gewöhnt, das nicht nur ein Schloss sein kann, sondern auch ein Weingut. Nirgendwo in Frankreich begegnen sich die beiden Châteaux so häufig wie an der Loire.


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17.08.2011
Aromen im Wein
Holz
von Peter Züllig


Mitten im Holz bin ich aufgewachsen. Mein Großvater war Zimmermann. Unser Haus hat er selber gebaut. Vor meinem Zimmerfenster eine Sägerei, hinter dem Haus das Holzlager des letzten Wagners, ein paar Schritte entfernt: die Werkstadt des Küfers. Für mich war schon immer ganz klar: Häuser werden vom Zimmermann gebaut, Räder vom Wagner und Weine ruhen in Holzfässern. Ist dies heute noch so? Oder sind es nur noch Überbleibsel einer längst verschwundenen Welt?


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01.08.2011
Auf dem Weg zur Qualität
Winzerstolz
von Peter Züllig


In vielen traditionellen Weinregionen ist man bemüht, das Wein-Image aufzupolieren, ja, neu zu definieren. Österreich – zum Beispiel – hat dies geschafft. Nach dem einstigen Skandal in den 80er Jahren war bereits in den 90ern vom „österreichischen Rotweinwunder“ und einem „segensreichen Weinskandal“ die Rede. Der internationale Auftritt österreichischer Weine und ihre weinweltweite Akzeptanz legen Zeugnis ab für einen fast totalen Imagewechsel. Da könnten viele Regionen, vor allem im traditionellen Weinland Frankreich, neidisch sein. Hier bröckelt der „gute Ruf“ von Jahr zu Jahr, oft auch von Region zu Region.


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18.07.2011
Kultweine oder Weinkultur
Prestige
von Peter Züllig


Mein Neffe ist Banker. Zwar (noch) nicht so bonigesegnet, dass er nach rentablen Investitionsmöglichkeiten Ausschau halten muss. Aber seine potenziellen Kunden tun dies. Sie wenden sich vertrauensvoll an ihn, den Fachmann auf der Bank. Ein Kundengespräch im noblen Restaurant ist allemal drin. Eine gute Flasche Wein ist da gar keine schlechte Investition. Doch welcher Wein? Und was redet man, wenn es nicht gerade um das liebe Geld geht?


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04.07.2011
Alltagsweine
Von Bordeaux in die Schweiz
von Peter Züllig


Die 46. Ausgabe der Wein-Rallye – einer beliebten Institution der Weinblogger – führte mich vom Bordelais direkt in die Schweiz oder umgekehrt. Das Thema ist nicht ganz alltäglich, betrifft aber den Alltag. „Brot- und Butterweine“. Damit sind jene Weine gemeint, die „tagtäglich auf dem Tisch stehen und dem Winzer das Einkommen sichern – gleichzeitig aber handwerklich einwandfreie Produkte sind.“ Über solche Weine spricht man selten, man trinkt sie eben.



 


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21.06.2011
Informierte Gesellschaft
Blogger-Szene
von Peter Züllig


Bloggen ist in. Es gibt kaum eine Zeitschrift, eine Zeitung, ein Fernseh- oder Radioprogramm, die darauf verzichten wollen oder können. Auch private Blogger gibt es zuhauf. Die „Demokaratisierung“ der Medien hat eingesetzt, eigentlich ist sie schon voll im Gange. Auch im Bereich des Weinjournalismus. Oder besser: beim Schreiben und Diskutieren über Wein. Einer der besten und eigenwilligsten deutschen Weinblogger, Dirk Würtz, hat eine Diskussion weitergeführt, die in der Zeitschrift „Feinschmecker“ lanciert wurde: „Inflation der Kritiker“… Und prompt hagelt es Kommentare, so viel wie kaum zuvor, 86 bis heute ...


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30.05.2011
Landschaft im Wein
Friaul
von Peter Züllig


Friaul – ein wenig bekanntes Weingebiet, das aber fast vor der Haustür der Schweiz liegt. Nur „fast“, denn dazwischen dehnt sich die Region von Trentino-Südtirol aus. Sogar ein Spickel Venetien schiebt sich dazwischen. Die Südtiroler Weinstraße – Sprach-Grenzregion zwischen Deutsch und Italienisch – entlässt den neugierigen Weinfreund nicht so schnell, es sei denn, er hat das berühmteste, wohl sogar beste Weißweingebiet Italiens zum Ziel: Friaul-Julisch Venetien. Nur zweimal bin ich bisher in dieser nordöstlichsten Region Italiens gewesen. Dabei habe ich – man verzeihe mir – die Reben gar nicht wahrgenommen.


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17.05.2011
Wein-Entdecken
Mut zum Abenteuer
von Peter Züllig


Drei Stunden intensive Weinverkostung liegen hinter mir, mehr als sechzig Fassproben des neusten Bordeaux-Jahrgangs, des besten aller Zeiten: "Ich habe genügend Weine von 2005, 2009 und 2010 verkostet, um festzustellen, dass dies die drei größten Bordeaux-Jahrgänge sind, die ich in meiner Karriere degustiert habe“, lässt Robert Parker ausrichten. Da bin ich aber gespannt!


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04.05.2011
Wo die Wildschweine wüten
Vins sauvages
von Peter Züllig


Wo liegt Lisson? Muss man das wissen? Nein, wenn man Mainstream-Weintrinker ist. Ja, wenn man sich gerne auf Pfaden außerhalb der Pisten bewegt. An der letzten Weinmesse „Vinisud“ in Montpellier, die alle zwei Jahre stattfindet, haben zum ersten Mal acht Winzerinnen und Winzer unter dem Titel „hors piste“ zu einer eigenen Verkostung geladen, einem „Gegenprogramm“ zu den 1.650 Ausstellern, die an der Messe um Aufmerksamkeit buhlen.


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21.04.2011
Hochglanz und Wohlsein
Hochprozentiges
von Peter Züllig
Ein echter Weinfreund spricht nie – oder nur selten – vom Alkohol, viel lieber vom Terroir, von der Nase, dem Gaumen, dem Abgang… Nur wenn das Gleichgewicht mal nicht stimmt, dann wird gemotzt. Zum Beispel: „…im Mund bleiben nur mehr Beerensaft und Alkohol…“ („Vinum“ über Haut-Beauséjour, 2005). Tatsächlich ist die Spannweite des Alkohols beim Wein verhältnismäßig gering. Erst ab 8,5 Volumen-Prozent Alkohol darf man von Wein sprechen, und mehr als 16 Prozent können gar nie erreicht werden.Weiter...

14.04.2011
Adler mit Schätzle
Ein Kaiserstuhlbesuch im Zeichen des Korkens
von Wolfgang Faßbender
Bordeauxfreaks wissen, wovon ich rede. Von einem Restaurant im Badischen, das nicht nur für seine klassische Küche, sondern auch für eine der besten Weinkarten Deutschlands bekannt ist. Weit über 2000 Positionen sind in eng gedruckten Kolonnen verzeichnet, und Inhaber Fritz Keller gilt ebenso als Kenner alles Flüssigen wie sein legendärer Vater, der selige und einst verbissen für den trockenen deutschen Wein kämpfende Franz. Als ich vor mehr als zehn Jahren hier schon mal zum Testen einkehrte, im Auftrag des damals renommierten Restaurantführers Schlemmeratlas, wanderte der Senior von Tisch zu Tisch und schien recht erstaunt, dass ich keine Flasche Bordeaux bestellte...Weiter...

01.04.2011
Schöner die Gläser nie klingen
Glasspiele
von Peter Züllig
Wie viele Gläser braucht der Mensch? Die Frage beschäftigt den Weinliebhaber immer und immer wieder. Wer mich besucht, der kommt am Glasschrank nicht vorbei, der im Eingangsbereich steht. Auf dem Weg in die Küche, in die Stube, nach oben ins Büro, zur Bibliothek oder in den Schlafbereich – die Gläser sind nicht zu übersehen. In der Regel bleibt ein Gast kurz stehen, nickt beifällig, schüttelt den Kopf, ist erstaunt oder - ab und zu - auch begeistert. Fast immer entspannt sich eine Diskussion um die Frage nach dem richtigen Glas für den Wein.Weiter...

09.03.2011
Vieles ist anders
Down Under
von Peter Züllig
Das Umdenken beginnt auf der Straße: Linksverkehr. Doch das ist nicht nur in Australien so, auch im Mutterland Großbritannien und in vielen seiner ehemaligen Kolonien. Der Norden ist der heißeste Landstrich, der Süden der kühlste. Eigentlich logisch, wenn man die Koordinaten auf dem Globus betrachtet. Noch heute permanente Angst vor der Reblaus – noch gibt es viele wurzelechte Reben in Australien; die Reblaus hat Australien nie flächendeckend heimgesucht. Ein Land der Biertrinker – erstaunlich, wenn man denkt, wie viele gute Weine es in Australien gibt. Inselmentalität – die schärfsten Quarantäne-Bestimmungen. Die Hunde bei der Einreise suchen nicht nach Drogen, sondern nach Lebensmitteln.Weiter...

21.02.2011
Wo Reben unter Palmen wachsen
Barossa-Valley
von Peter Züllig
Unser Buschauffeur schüttelt den Kopf: „Was? Ins Barossatal wollen Sie? Dies ist noch heute fest in deutscher Hand!“ Tatsächlich, auf dem Friedhof sind sie begraben, die Pioniere von einst, die Schiller, Friedrich, Heinrich, Grosser, Ostermann, Schröder und wie sie alle hießen, die deutschen Auswanderer am Ende des 19. Jahrhunderts. Viele von ihnen haben in Australien eine neue Heimat gefunden, oft eng verbunden mit dem Weinbau.Weiter...

09.02.2010
Viele Grüsse aus Australien
Postkarten
von Peter Züllig
Rund zwanzig Flugstunden ist Australien von Europa entfernt. Es liegt sozusagen auf der andern Seite der Welt. Welchen Weinliebhabern ist dies schon bewusst, wenn sie zu australischen Weinen greifen? Es wird eben so gerne verglichen mit dem, was man kennt: mit Bordeaux, der Rhone, dem Piemont, dem Burgenland, der Mosel, dem Priorat…Weiter...

28.01.2011
Es muß nicht immer Kaviar sein
Entdeckergeist
von Peter Züllig
Wo er recht hat, hat er recht, der österreichische Schriftsteller Johannes Mario Simmel. Es muss wirklich nicht immer Kaviar sein! Auch an Festtagen nicht, auch dann nicht, wenn Essen (und Trinken) zur süßen Verführung gehören. Vor fünfzig Jahren ist Simmels Romanfigur, der Bankier Thomas Lieven, bei diversen Geheimdiensten angetreten, um mit seinen Kochkünsten Frieden (und Verwirrung) zu stiften. Und er konnte dies – es ist im Buch nachzulesen – auch mit guter „Hausmannskost“. Soll dies in der Welt des Weins anders sein? Gibt es nicht auch beim Wein so etwas wie eine Hausmannskost: deftig, nahrhaft und traditionell? Die Festtagsweine haben den Beweis nicht geliefert.Weiter...

14.01.2010
Zucker glasweise
Eine Herausforderung für die Gastronomie
von Wolfgang Fassbender
Winterzeit ist Saure-Gurken-Zeit – jedenfalls was den Wein betrifft. Verkostungen finden eher im Frühjahr und Herbst statt, der neue Jahrgang ist noch nicht probier- und diskussionsfähig, und viele spezialisierte Presseagenturen schließen gedanklich bereits vor den Feiertagen. Vielleicht erregte diese Information über die neue Lust am glasweise ausgeschenkten Luxus-Süßwein auch deshalb so viel Aufmerksamkeit. Vor einigen Wochen geisterte jedenfalls die Meldung durch die Weinwelt, dass künftig ausgewählte Restaurants, Bistrots und Bars Château d'Yquem glasweise anbieten sollen. Schau an, dachte ich, als ich zum ersten Mal von dieser Ankündigung hörte ...Weiter...

10.01.2011
Wenn die Korken knallen:
Es prickelt
von Peter Züllig
Reims ist nicht nur die Stadt, wo einst die französischen Könige gesalbt wurden und Jeanne d’Arc die Engländer besiegte, Reims ist auch die Stadt des Champagners. 300 Millionen Flaschen werden jährlich umgesetzt und damit 3.7 Milliarden Franken generiert. Eine stolze Bilanz. Doch dem Champagner geht es längst nicht mehr so gut. Zwar soll der Abwärtstrend im Export gestoppt worden sein, doch die Konkurrenz holt langsam auf: Prosecco, Winzersekt, Cava, ja sogar der französische Crémant machen dem Champagner das Leben schwer. In der Schweiz begleitet gemäß einer Studie zu fast neunzig Prozent Champagner das Fest zum Jahreswechsel.Weiter...

20.12.2010
Mit und für Wein unterwegs
Rallye
von Peter Züllig
Auto und Wein vertragen sich schlecht. Oft stehen sie sich feindlich gegenüber. Ein Trost, es ist keine Dauer-Feindschaft, viel eher ein Interessenskonflikt. Das Auto bewegt sich, ist schnell unterwegs. Der Wein möchte ruhen, verkriecht sich im Keller, um dann, eines Tages, wenn die Zeit gekommen ist, strahlend in die Öffentlichkeit zu treten. Das Auto hingegen legt Kilometer um Kilometer zurück, trotzt Regen und Schnee, wartet geduldig auf dem Parkplatz, steht in der Garage. Zum ernsthaften Konflikt kommt es erst dann, wenn der Fahrer, die Fahrerin, Wein trinkt und sich trotzdem ans Steuer setzt, unbeachtet der mahnenden Worte: „wer trinkt, fährt nicht…“ Man kennt zwar den Slogan und weiß, die Polizei achtet darauf und greift ein.Weiter...

15.12.2010
Händler ihres Vertrauens
Nachhaltigkeit
von Peter Züllig
Sie flattern wieder ins Haus, sie buhlen um Aufmerksamkeit, sie preisen, laden ein, werben und möchten verführen, all die Botschaften der Weinhändlerinnen und Weinhändler. „Genießen und Schenken“, „le vin prend place au coeur“, “die Größten, die Besten, die Schönsten“, ist da etwa zu lesen. Man sagt, in der Schweiz gäbe es pro Kopf der Bevölkerung am meisten Weinhändler. Ob es stimmt, weiß ich nicht. Es sollen 2700 sein, Discounter wie Coop, Denner, Aldi und Lidl nicht eingerechnet. Stimmt die Zahl, dann kommt bei 5 Millionen Menschen (im Alter von mehr als 20 Jahren) auf 2000 Einwohner ein Weinhändler. Kein Wunder, dass mein Briefkasten vor Weihnachten fast täglich verstopft ist, und meine Mail-Adresse wird offensichtlich wie warme Semmeln unter den Weinhändlern verteilt. Anders kann ich mir die Flut nicht erklären.Weiter...

20.11.2010
Oberhausen ist eine Reise Wert
Verrücktheiten
von Peter Züllig
Es gibt im Leben ab und zu Dinge, die sind – rein sachlich gesehen – so etwas wie Verrücktheiten, die man zulässt oder gar selber inszeniert. Zum Beispiel eine Reise aus der Schweiz ins Ruhrgebiet, nach Oberhausen, „nur“ um ein paar Weine mit ein paar Freunden zu trinken. Nach gut sechs Stunden Zugsfahrt, dreimal umsteigen, fast zwei Stunden rumstehen auf ungemütlichen, windigen Bahnsteigen, warten auf verspätete Züge, verpasste Anschlüsse…Weiter...

05.11.2010
Weinlese im Spätherbst
"Schnee bis in die Niederungen"
von Peter Züllig
Die Natur verabschiedet sich allmählich in den Winter, und noch immer hängen viele Trauben an den Reben, zumindest dort, wo ich Jahr für Jahr dabei bin, beim „Wimmle“ (so nennt man in der Bündner Herrschaft die Wümmet = Weinlese) in der Ostschweiz. Warten auf die physiologische Reife der Trauben, warten auf genügend Grad Öchsle, warten auf anstrengende Tage im Rebberg. Der Wetterbericht meldet: „Schnee bis in die Niederungen. Nullgradgrenze bis auf 600 Meter sinkend“. Da wird mir bange. Bringen wir auch dieses Jahr die Ernte rechtzeitig in den Keller, um daraus guten Wein werden zu lassen?Weiter...

22.10.2010
Château Karton
Bag-in-Box
von Peter Züllig
Das Château steht vor mir, kubisch, kompakt, fast ein wenig bedrohlich, kein romantischer Anblick, eher eine sachlich nüchterne Atmosphäre. Die großen Schriftzüge und spärlichen Ornamente vermitteln den Eindruck: hier handelt es sich um ein hoch stilisiertes, technisches Produkt, hier dominiert die Zweckmäßigkeit. Doch dann, beim Eintritt in das Château wird alles anders. Der Weg zum Inhalt gestaltet sich geradezu als ausgereifte Cabaretnummer ...Weiter...

08.10.2010
Ein "Viertele" bitte - doch was darf es sein?
Hölderlin, Mörike oder Hauff?
von Peter Züllig
„Friedrich Hölderlin“, Schwarzriesling, „Wilhelm Hauff“, Spätburgunder oder „Eduard Mörike“, Samtrot, so etwa kann es auf der Weinkarte stehen, im Keller “Zum Viertelesschlotzer” in Lauffen am Neckar. Und wer hier einen dieser Dichter bestellt, bekommt ein Glas Kabinett oder Spätlese, alles Weine der Genossenschaft “Lauffener Weingärtner”. Wenn es dann sogar ein “Katzenbeißer” ist, dann kommt er von der allerbesten Lage der Region, von den gut 500 Hektar Rebflächen oberhalb des Bahnhofs in Lauffen, entlang der Zaber. Ein zum Teil recht steiles Gelände, bekannt für Rotweine der Rebsorten Schwarzriesling, Trollinger, Samtrot und Lemberger.Weiter...

24.09.2010
Wo man das Alter ehrt
Cognac
von Peter Züllig
„Cognac“ ruft sie immer wieder, die verliebte Ente „Chantal“ des Bauchredners Pierre Ruby. „Cognac!“. Für mich ist die französische Kleinstadt Cognac, 100 Kilometer nördlich von Bordeaux, genau so wie deren weltberühmtes hochprozentiges Getränk, untrennbar mit der charmant piepsenden Stimme Chantals verbunden: „Cognac“, immer wieder dazwischen gerufen, „Cognac“!. Schon vor Jahren war ich einmal in der kleinen Provinzstadt, angelockt durch den klingenden Namen. Weit mehr als das weltberühmte Getränk hat mich damals das Schloss ...Weiter...

08.09.2010
Generation Riesling
Deutscher Wein, mal ganz locker
von Uwe Kauss
Um dem deutschen Wein im In- und Ausland ein junges, modernes Image zu verleihen, hat das Deutsche Weininstitut im Jahr 2006 die „Generation Riesling“ gestartet. Mittlerweile hat die offene Plattform junger, gut ausgebildeter Winzer erste Erfolge für sich verbucht.Weiter...

09.09.2010
Im Schatten von Bordeaux
Bergerac
von Peter Züllig
Jedes Kind in Frankreich kennt den berühmtesten Bergeracer, der gar nicht in Bergerac geboren wurde und auch nie dort gelebt hat: Cyrano de Bergerac, den Mann mit der langen Nase. Sein Spott ist berühmt und seine Fantasiereisen zu Mond und Sonne sind legendär. Weltberühmt aber wurde er, seit Gérard Depardieu die Figur auf der Leinwand dargestellt hat. Bergerac als Weinregion hingegen – einst fast so berühmt wie Bordeaux – hat seinen Glanz längst verloren.Weiter...

27.08.2010
'Nahe' und doch so fern
Landschaftsdramaturgie
von Peter Züllig
Wer Wein trinkt, taucht nicht nur ein in die Welt des Weins, er bewegt sich immer auch in den Landschaften, wo die Trauben wachsen, aus denen der Wein gekeltert wird. Es sind Landschaften, die den Wein letztlich prägen und sich darin spiegeln. „Weinland“ nennen wir Regionen, die bezüglich des Klimas, des Bodens und der Kultur eine Einheit bilden, meist ohne wirklich einheitlich zu sein. Die Nahe zum Beispiel, ein deutsches „Weinland“, das gegenüber Mosel, Pfalz, Rheingau, Baden, Franken und so fort, fast immer den kürzern zieht. Also nahe und doch so fern ist.Weiter...

10.08.2010
Verloren in der Fremde
Rebsorten-Heimat
von Peter Züllig
Heimat in einer globalisierten Welt. Gibt es den Begriff Heimat überhaupt noch, außer als Propagandainstrument für eng definierte „heile Welten“? Oder ist der Begriff längst politisch besetzt und gründlich diffamiert? Nicht einmal mehr die Natur hält sich daran! Pflanzen und Tiere kommen längst nicht mehr nur an bestimmten Orten, in begrenzten Landschaften, Regionen oder Ländern vor. Sie gedeihen und leben (fast) überall. Im Rebbau ist die „Appellation d’Origine Contrôlée“, kurz „aoc“, mit ihren strengen Vorschriften zugelassener Rebsorten wohl ein letzter verzweifelter Versuch, den Reben (und letztlich auch den Weinen) eine „Heimat“ zu geben.Weiter...

26.07.2010
Der Wahnsinn hat einen Namen
Bordeaux 2009
von Peter Züllig
Der Titel ist nicht ganz neu, er stammt auch nicht von mir. In Zusammenhang mit Bordeaux 2009 bin ich ihm auf einer Wein-Website begegnet. Der passionierte Winzer und Blogger Dirk Würtz fasst zusammen: „…was in den letzten Jahren in Sachen Preistreiberei [beim Bordeaux] passiert, ist schon ziemlich heftig. Jetzt gibt es einen neuen Höhepunkt in dieser Entwicklung ...Weiter...

01.07.2010
Bananen aus Südafrika
Pinotage
von Peter Züllig
Ausgerechnet Bananen! Sie gehören als Aromen – nach gängigem Muster – nicht in den Wein. „Bananig“ ist in der Weinbewertung eher ein Schimpfwort denn eine Auszeichnung. Beim Chardonnay zwar noch knapp toleriert, bei sehr jungen Rotweinen ab und zu leider anzutreffen. Doch das das gibt sich: Bananenaromen verflüchtigen sich rasch. Darum der immer wieder gehörte Rat: wer bananige Weine liebt, der soll sie möglichst rasch trinken. Sonst ist sie weg, die Banane. Es sei denn, es handle sich um Pinotage, den südafrikanischsten aller südafrikanischen Weine.Weiter...

24.06.2010
Wein am Ende der Alb
Landgasthof Adler in Rosenberg
von Wolfgang Fassbender
Diese Adresse habe ich schon mehrfach empfohlen. Freunden, Bekannten und Kollegen. Erbeten und ungefragt. Immer war die Reaktion gleich. Höfliches Interesse, ein interessiertes Aha, aber spätestens in jenem Augenblick eine leicht säuerliche Miene, als ich die Lage des Lokals beschrieb. Mit rhetorischer Höflichkeit versprach man mir anschließend, ganz sicher einen Stopp einzulegen, falls man irgendwann an diesem Ort vorbeikommen sollte. Irgendwann, das bedeutete, in ein Deutsch bar aller Floskeln übersetzt: sicher nicht in den nächsten zehn Jahren. In Rosenberg kommt eben keiner „mal vorbei“. Rosenberg ist so etwas wie das Ende der Welt, zumindest der schwäbischen. Wer hin will in den Landgasthof, in dem ich vor fast 20 Jahren das erste Mal und seitdem immer wieder zu Gast war, der muss halt einen Tag, besser noch einen zusätzlichen, für die An- und die Abreise, das Essen und Trinken opfern ...Weiter...

23.06.2010
Mit der Bibel in der Hand
Platters Südafrika
von Peter Züllig
Mit einem kleinen schwarzen Buch, immerhin zweieinhalb Zentimeter dick, aber nur knapp zwanzig hoch und zehneinhalb breit, betrete ich den Tasting Room der „Avontuur Estate“ in Stellenbosch. „Ohhh, mit der Bibel unter dem Arm!“, so werde ich empfangen und entsprechend wohl auch eingeschätzt. Den Platz von Robert Parker im Bordelais nimmt John Platter in Südafrika ein. Er ist dort der Weinpapst ...Weiter...

15.06.2010
Ein Stück Afrika nach Hause holen
Magie des Ortes
von Peter Züllig
Ein Land steht während Wochen, während Monaten im Mittelpunkt der Welt, der Fußballwelt, vielleicht aber auch der Weinwelt: Südafrika. Ich bin nicht der einzige, der jetzt über dieses Land und seine Weine nachdenkt, ihnen begegnet und darüber schreibt. Eigentlich zum ersten Mal. Vielleicht sind es die rund 80 Jahre Apartheid-Politik – zuerst unter den Engländern, dann (nach dem Zweiten Weltkrieg) unter den Buren – welche meine Beziehung zu Südafrika noch heute belasten, auch mein bisheriges Verhältnis zum südafrikanischen Wein.Weiter...

09.06.2010
Ein Charmeur und Schmeichler
Fundsache
von Peter Züllig
Man spricht lieber von Entdeckungen, von Geheimtips oder von Trouvailles (was auch „Geistesblitz“ bedeuten kann), als von einer Fundsache oder gar von einem „objet trouvé“. Nüchtern, unprosaisch ausgedrückt, heißt dies: „einen guten Wein entdecket!“. Und das ist – angesichts der weltweit immer größeren Weinproduktion – längst kein nennenswertes Ereignis mehr. Neue Weine, gute und schlechte, begegnen dem Weinliebhaber zuhauf...Weiter...

03.05.2010
Von Wein- und anderen Freunden
Everybody's Darling
von Peter Züllig
Verdutzt stellt „Weinnase“, der erst kürzlich der Gemeinschaft von „facebook“ beigetreten ist, die Frage: „Warum habe ich nur so viele Freunde? So viel Stühle hab' ich doch nicht! Woll'n die 'ne Party bei der WEINNASE machen?“. Nein, liebe Weinnase, eine Party wollen deine neuen Freunde bei dir nicht machen, aber werben möchten sie, werben, werben - sei es für eine Idee, einen Anlass, ein Produkt, eine Gesinnung oder bloss für die eigenen Eitelkeiten ...Weiter...

19.04.2010
Lesen, lesen, lesen ... lernen
Beginne noch heute!
von Peter Züllig
Wir sind trotz vieler Bedenken hingefahren, über 150 Kilometer Schotterpiste, zu einem von drei Winzern, die es in Namibia gibt. Der „Weinbauer“ Bertus Boshoff ist eigentlich Arzt im nördlich gelegenen Dorf Otavi, das in einer der niederschlagsreichsten Gegenden von Namibia liegt, im sogenannten „Maisdreieck“.Weiter...

08.04.2010
Faßbender war essen
Spanien - ein Kampf gegen Windmühlen
von Wolfgang Faßbender
An Spanien kann man verzweifeln. Das passierte bekanntlich schon der berühmtesten Gestalt der spanischen Literatur, dem sinnreichen Junker Don Quichote, der vor einigen hundert Jahren gegen die Windmühlen anritt, weil er sie im Wahn für feindlich gesinnte Riesen hielt. Die besänftigenden Ratschläge seines dicken Dieners Sancho Pansa ignorierte er schnöde und zog folglich bei allen seinen Abenteuern den Kürzeren. Nicht nur das Windmühlenabenteuer endete als Desaster...Weiter...

06.04.2010
Dort wo einst christliche Missionare waren
Namibia
von Peter Züllig
Wo und wann ich auf Reisen bin, durchstöbere ich alle Reiseführer auf der Suche nach „Wein“, „Reben“, „Weingüter“, „Rebbau“ – im allerschlimmsten Fall, wenn sonst nichts zu finden ist – muss halt „Essen und Trinken“ genügen. Diesmal hatte ich Pech, in Namibia war wirklich nichts zu finden. Im Polyglott nicht, im Baedeker nicht, auch nicht in Dumonts „Richtig Reisen“, aber dann, im Marco Polo der erste Hinweis unter „Essen & Trinken“: „Ein besonderer Genuss sind einige der Weine aus namibischem Anbau.“ Habe ich es mir doch gedacht!Weiter...

29.03.2010
Point of no Return
Kein Zurück zum Bordeaux
von Peter Züllig
Es sind vier Jahre vergangen, seit ich in meiner Kolumne Abschied genommen habe: „…es brauchte die nackten Spekulationspreise des „großen” Bordeaux-Jahres 2005, um Abschied nehmen zu können. Noch im Super-Mythos-Jahr 2000, war ich nicht so weit: ich ließ mir das ausgezeichnete Bordeaux-Jahr und die Jahrtausendwende einiges kosten, im unerschütterlichen Glauben an den guten Wein und ihre Erzeuger im Bordelais“. Und jetzt?Weiter...

16.03.2010
Weinbörse Ebay
Abzocke bei Weinauktionen
von Werner Feldner
Wieder einmal werden Käufer von namhaften Weinen bei eBay abgezockt. Dass eBay gegen solche Machenschaften fast machtlos ist, beweist ein neuer Fall von sogenannten Verkaufsagenten. Dieser Fall betrifft den gesamten deutschsprachigen Raum. Allerdings gibt es 2 Leidtragende bei diesen Transaktionen: sowohl Käufer als auch Verkäufer. Beide wurden betrogen. Und der Gewinner ist? ...die, die man nie fassen kann!Weiter...


Ein alter Burgunder
Und die Frage: Was ist ein Weinerlebnis?
von Peter Züllig
Die Frage beschäftigt mich: wann wird der Weinkonsum zum Erlebnis? Braucht es einen Ausnahmewein? Einen besonders guten Jahrgang? Eine möglichst teure Flasche? Ein berühmtes Weingebiet? Die gleiche Frage etwas anders gestellt: Kann nicht jeder beliebige Wein letztlich zum Erlebnis werden? Weiter...

16.02.2010
"... mit schrillem Schrei nach Norden"
Wein im Land der tausend Fjorde
von Peter Züllig
Wenn der Weinliebhaber eine Reise unternimmt, fährt er in der Regel nach Süden. Einer guten Flasche stets zugetan, bin ich trotzdem nach Norden abgehauen, bis an den nördlichsten Punkt unseres Kontinents, das Nordkap. Ich liebe Skandinavien, besonders Norwegen, das Land der tausend Fjorde. Alles ist anders: die Natur, das Meer, die Menschen, der Tag und die Nacht, auch der Wein. Natürlich muss der Wein importiert werden, denn das Klima in Norwegen ist nicht für Trauben geschaffen, trotz Erwärmung durch den Golfstrom.Weiter...

01.02.2010
Unter Eicheln und Haselnüssen
Kein Schwein gehabt
von Peter Züllig
Aufgewachsen im Bauerndorf, neben Molkerei und Käserei, bringt jedes Quietschen und Kreischen von Schweinen ein Stück Kindheitserinnerung zurück. Oskar, der Sohn des Molkereibesitzers, war mein bester Freund. In seinem Zuhause bin ich ein-und ausgegangen, auch bei den Schweinen. Im Zug der Urbanisierung ist ...Weiter...

18.01.2010
Adel verpflichtet
Viva Italia
von Peter Züllig
Italien ist weinmäßig kein Stiefkind. Für mich aber – im präzisen Wissen und in der „Genuss-Schulung“ ein Sorgenkind. Da bin ich nicht ganz allein. Obwohl Italien hinter Frankreich das zweitgrößte Weinanbaugebiet Europas ist, mit einer Anbaufläche von 1 Million Hektar, einer jährlichen Produktion von über 60 Millionen Hektolitern und einem Export von mehr als einem Drittel der Weine. Doch dies sind ...Weiter...

09.01.2010
Faßbender war essen
Drei Sterne in der Waadt oder: Wie ich lernte, den Chasselas zu lieben
von Wolfgang Faßbender
Ja, ich gebe es zu und weiß genau, dass ich mit dieser Aussage vielen Schweizern auf die Füße trete. Aber Chasselas, nach meiner Beobachtung der Eidgenossen liebster Appetitanreger, ist für mich keineswegs der Inbegriff eines Aperitifs. Vor allem, wenn der Wein mit buttermilchig-hefigen Aromen aufwartet, also oft, sättigt er mich eher, als dass er den Hunger anstachelt – und das soll ja eigentlich der Sinn eines Apéro sein. Wenn ich so eine Ansicht allerdings in der Schweiz unter Schweizern äußere, gucken die Einheimischen ein bisschen erschrocken. Sie sind meist viel zu höflich, um zu widersprechen, nippen verlegen am Fendant oder am Épesses und zeigen allenfalls durch ein leichtes Augenbrauenzucken, dass sie nicht genau verstehen, was ich meine. Weiter...

08.01.2010
Wein ist eine Reise wert
Weintourismus
von Peter Züllig
Da reise ich von Zürich nach Berlin, verlängertes Wochenende. Warum? Nein, nicht beruflich, einzig und allein, um mit ein paar Freunden ein paar gute Weine zu verkosten. Weintourismus! Es geht nicht einmal um tüchtiges Trinken, vielmehr um Goutieren, Probieren, Degustieren auserwählter Weine. Besonderer Raritäten? Weine, von denen man träumt, „die man einmal im Leben trinkt“? Nein, auch das nicht. Warum, um himmelswillen, fliege ich denn 850 Kilometer nach Norden, zu Weinen, die rund 800 Kilometer südlich von mir gewachsen und ausgebaut wurden?Weiter...

21.12.2009
Santons demonstrieren wieder
Weihnacht in der Provcence
von Peter Züllig
Eigentlich sollte man sich in einer Kolumne nie zwei Mal zum gleichen Thema äußern. Richtig! Über die Santons der Provence habe ich bereits einmal geschrieben: „…von den Winzern, Wirten und Trinkern, die zur Krippe pilgern“, vor vier Jahren, in meiner dritten Kolumne, die ich für dieses Magazin verfasst habe. Inzwischen weiß ich mehr, sowohl über die Santons, als auch über die Provence. Der Wein und die Genießer, die Reben und die Winzer spielen da eine zentrale Rolle. Sie verkörpern ein Stück Leben in der Provence.Weiter...

17.12.2009
Weinbörse Ebay
Österreichs teuerste Weine
von Werner Feldner
Österreichs Winzer beweisen Jahr für Jahr, dass sie zur Weltspitze gehören. Internationale Kritiker wie Rene Gabriel, David Schildknecht für Robert Parkers „WineAdvocate“ oder Bruce Sanderson für „WineSpectator“ vergeben schon längst Spitzenbewertungen für österreichische Weine.Weiter...

08.12.2009
Petite Arvine ist eine Dame,
Farinet ein Falschmünzer
von Peter Züllig
Wein ist für mich männlich, grammatikalisch ist dies auch korrekt. Es heißt doch: d e r Wein. Nun bin ich aber einer Dame begegnet, und die ist – wie viele Weine - gar nicht männlich. Doch sie wurde von mir auch nicht sofort als Dame erkannt: la Petite Arvine, die kleine Arvine. Ein Wein aus einer Rebsorte, die (fast) nur noch in der Schweiz, nämlich im Wallis, angebaut wird. Eine sogenannt autochthone Rebe. Weiter...

02.11.2009
Fassbender war essen
Der Storch hinkt
von Wolfgang Fassbender
„Denn was man liebt, betrachtet man auch besonders sorgsam und mit scharfem Auge“. So äußerte sich der Bundesbanker Thilo Sarrazin, nachdem er soeben über seine Heimatstadt Berlin und die Probleme bei der Integration vom Leder gezogen hatte. Die Empörung war groß, die Reflexe in der politischen Szene funktionierten. Nachdenkliche Berliner gaben allerdings bald zu, dass der Mann in weiten Teilen seiner Philippika recht hatte und man einfach nur den Überbringer der schlechten Nachricht prügelte.Weiter...

22.10.2009
Geheimrat J
Ein zeitloser Riesling wird 25 Jahre
von Uwe Kauss
Der Geheimrat J der Weingüter Wegeler im Rheingau gilt als moderner Klassiker des Rieslings: Trocken, geprägt vom Terroir und lange lagerfähig. In den 80er Jahren setzte er in den Restaurants einen neuen Maßstab für deutschen Wein. 2009 feiert er seinen 25. Jahrgang.Weiter...

16.09.2009
Faßbender war essen
Urban Legends mit wahrem Kern
von Wolfang Faßbender
Sie hatten nur die Teller getauscht. Die beiden Gäste, die sich in einem noblen Restaurant nahe Köln zum gemeinsamen Schlemmen zusammengefunden hatten. Jeder wollte beim anderen etwas probieren. Als sie satt und zufrieden zum Bezahlen schritten, erlebten sie eine Überraschung. Auf der Rückseite der Rechnung stand handschriftlich eine Notiz, die es in sich hatte ...Weiter...

09.09.2009
Kann Wein ein Kunstwerk sein?
Gedanken zu einer Forumsdiskussion: Kunsthandwerk
von Peter Züllig
Dessau ist die Stadt, in die Walter Gropius, Architekt und Designer, 1925 mit seinem "Bauhaus" - einer Schule der "Moderne" - eingezogen ist. Berühmte Künstler wie Wassily Kandinsky, Paul Klee, Lyonel Feininger, Oskar Schlemmer haben hier unterrichtet. Das wichtigste Anliegen war: "die Kunst von der Industrialisierung zu emanzipieren und das Kunsthandwerk wieder zu beleben". Kunst und Kunsthandwerk, eine Symbiose, die heute noch in der bereits 1933 aufgelösten Institution feierlich zelebriert wird.Weiter...

21.08.2009
Hundert Ausflüge in die Welt des Weins
Ein kleines Jubiläum
von Peter Züllig
Vor bald vier Jahren - am 6. Dezember 2005 - habe ich angefangen, hier im Magazin "Geschichten aus dem Alltag eines Weinsammlers, Weintrinkers, Weinstatistikers, Weinliebhabers" zu erzählen. Vorausgegangen sind Hunderte von Wortmeldungen, Beschreibungen, Diskussionen, Informationen im Forum von "Wein-Plus" mit vielen Themen, die sich über Jahre in das damals sehr rege Forum "ergossen" ...Weiter...

10.08.2009
"Wer geniessen kann, trinkt keinen Wein mehr, sondern kostet Geheimnisse" (Salvador Dali)
Mysterium Wein
von Peter Züllig
Jeder hat seine eigenen kleinen oder grösseren Geheimnisse. Nicht nur der Mensch, auch der Wein. Liebende sprechen von einem „süßen Geheimnis“, Ängstliche von „Leichen im Schrank“, Kriminalautoren jagen durch ihr Buch „einem dunklen Geheimnis“ nach, das es zu lösen gilt, Weinliebhaber glauben unverzagt an den „Geheimtipp“ (der längst nicht mehr geheim ist), Weiter...

06.08.2009
Fassbender war Essen
Sake und andere Schlagfertigkeiten
von Wolfgang Faßbender
Gut, es war eine dieser ganz leicht hinterlistigen Fragen, derer ich mich gelegentlich nicht enthalten kann, wenn ich mit Kellnern jeglichen Geschlechts und jeder Spezialisierung kommuniziere. Und das kommt öfter vor als bei Essern, die nur der Freude wegen in Restaurants gehen. Weiter...

10.07.2009
Börsenbarometer für Kultweine
Auktionshäuser wieder im Aufwind
von Werner Feldner
Der Weinverkauf bei den größten Weinauktionshäusern boomt nach wie vor, auch wenn der Startpreis fast aller Weine Anfang 2009 um ca. 30% gesunken ist. Dies ist jedoch für neue Käufer und Investoren ein wichtiger Aspekt um weiterhin Wein genießen zu können ...Weiter...

20.07.2009
Dort wo einst "Heidi" lebte, wird der beste Pinot Noir der Schweiz angebaut
Kriminaltango in Maienfeld
von Peter Züllig
Eigentlich bin ich damit beschäftigt, im Roman "Der Turm" von Uwe Tellkamp, auf fast tausend Seiten ein Stück "Weltgeschichte" besser verstehen zu lernen: den "Untergang" der DDR. Doch da hat mir eine Freundin ein kleines schwarzes Büchlein - etwas über zweihundert Seiten - in die Hand gedrückt: "Bitterer Abgang in Maienfeld" von Markus Matzner ...Weiter...

08.07.2009
Musik und Wein
Eine verpasste Chance !
von Peter Züllig
Sonntagmorgen: andächtig, etwas steif, verlegen meinen Fotoapparat verbergend (Blitz ausgeschaltet), so sitze ich in einer hinteren Reihe in der Eingangshalle im Schloss Reichenau (Schweiz). Vor dem großen Tor zum Hofpark ist ein Teppich ausgebreitet. Bühne für das Ensemble "Fiacorda", das eine Begegnung mit Schubert verspricht ...Weiter...

06.07.2009
Faßbender war essen
Champagner, Mylord!
von Wolfgang Faßbender
"An excellent choice, Sir", nickte der Oberkellner im extrem vornehmen Restaurant des noch edleren "Reads"-Hotels auf Mallorca. Er meinte das bestellte Drei-Gänge-Menü, das nicht die geringste Außergewöhnlichkeit enthielt und dessen Wahl eigentlich keines Sonderlobes bedurft hätte. Aber vermutlich hätte ich auch jede andere Offerte der Speisekarte ordern können ...Weiter...

22.06.2009
Rheinhessen hat landschaftlich nichts zu tun mit dem, was man unter "Rhein-Romantik" versteht (Carl Zuckmayer)
Der fröhliche Weinberg
von Peter Züllig
Gestern bin ich zurückgekehrt von einer viertägigen Weinreise durch Rheinhessen. Heute liegen Carl Zuckmayers Lebenserinnerungen "Als wär's ein Stück von mir" auf meinem Pult. Angeregt durch das Weindorf Nackenheim - Geburtsstätte des Schriftstellers - suche ich in meiner Bibliothek den "Fröhlichen Weinberg", das Bühnenstück, in welchem Winzer, Schiffer und Kleinbürger gesellschaftskritisch porträtiert werden.Weiter...

15.06.2009
Wer in Deutschland von Weisswein spricht, der denkt an Riesling
Die Bekehrung
von Peter Züllig
Mein Namenspatron heisst Petrus, es ist also jener Jünger, der seinen Herrn verleugnet hat, noch ehe der Hahn dreimal krähte. Färbt die biblische Überlieferung auf mich ab, wann und wo ich auch immer Deutschlands Weisswein Nummer eins, den Riesling, verleugne, als ob der Hahn dauernd krähen würde?Weiter...

01.06.2009
Fassbender war essen
Eine herrlich gefährliche Weinreise
von Wolfgang Faßbender
Keine Namen. Diskretion ist Ehrensache. Aber der Vorgang als solcher verdient eine Schilderung. Zumal er in einem der namhaftesten Restaurants Österreichs geschah. Man hatte die Journalisten, eine ganze hungrige Gruppe, nach dem Abräumen des fünften Ganges in die Küche gebeten. Dort war sie schon aufgebaut ...Weiter...

29.05.2009
Der wohl bunteste Vogel Europas ist auch ein guter Wein aus Österreich:
Der Bienenfresser
von Peter Züllig
Bunt gefiedert, fast wie ein Papagei, nur knapp 30 Zentimeter groß, schlank, türkisfabene Brust, rostbrauner Rücken, langer, gekrümmter Schnabel, „prüpp, prüpp, prüpp“ trillernd und ungemein elegant durch die Lüfte schwebend ...Weiter...

12.05.2009
Die Schweiz präsentiert ihre Weingüter und ihre Weine
Ein kleines Land - zwei Führer
von Peter Züllig
Es ist gerade mal neun Jahre her, seit ich zum ersten Mal eingeladen wurde, Schweizer Weine in Deutschland zu präsentieren. Ich erinnere mich noch gut, wie ich mit zwei großen Koffern nach Bielefeld und Köln reiste, um meinen deutschen Weinfreunden, die ich durch wein-plus.de gerade kennen gelernt hatte, ein kleines Stück Wein-Schweiz näher zu bringen.Weiter...

07.05.2009
Preisverfall bei Kultweinen?
Hype der Weinpreise ist vorbei!
von Werner Feldner
Die Zeiten der Rekordpreise für Kultweine sind vorerst vorbei. Egal ob bei den alterwürdigen Top-Jahrgängen aus Bordeaux oder dem gehypten Jahrgang 2005 in Bordeaux und Burgund, die betuchten Käufer sparen derzeit ebenso wie die meisten „Normalbürger“.Weiter...

21.04.2009
Wein und Weinberge sind tief verwurzelt in der christlichen Tradition
Winzer tragen das Kreuz
von Peter Züllig
In der vom Christentum geprägten Kultur nehmen Reben, Rebberg und Wein einen ganz zentralen Platz ein. Rund 500 Mal werden sie in der Bibel in ganz unterschiedlichen Bedeutungen und Zusammenhängen zitiert. Wer sich für Weinkultur ...Weiter...

22.04.2009
Faßbender war essen
Tanz der Moleküle (und der Köche)
von Wolfgang Faßbender
Es gibt Köche, die sind eher zurückhaltend. Andere fühlen sich auch in der Öffentlichkeit einigermaßen wohl. Und eine dritte Kategorie saugt den Beifall der Gäste oder Zuschauer auf wie ein gewöhnlicher Zeitgenosse ein Glas kühle, selbst gemachte Zitronenlimonade an einem heißen Sommertag.Weiter...

15.04.2009
Wer kennt schon Rasteau oder Cairanne?
Zwei Dörfer und ihre Weine - Mondscheinfahrt
von Peter Züllig
An den „Découvertes en Vallée du Rhône“ – einer Veranstaltung, die sechs Tage dauert und nur alle zwei Jahre stattfindet - präsentieren sich 750 Winzer und Weinhäuser. Vorgestellt werden Weingebiete und ihre Weine zwischen Lion und Nîmes, von der Côte Rôtie bis zur Costiéres de Nîmes. Da gibt es berühmte Namen, gesuchte Gewächse und bekannte Appellationen wie Hermitage, Gigondas, Vacqueyras, Châteauneuf-du-Pape....Weiter...

02.04.2009
Nach einem langen kalten Winter
Ein heisser Sommer
von Peter Züllig
Literaturbeflissene verbinden „Heißer Sommer“ mit einem Roman von Uwe Timm, einem der wenigen literarischen Zeugnisse der 68er-Studentenrevolte. Weinliebhaber hingegen denken an das Jahr 2003, wo die Sommerhitze selbst in Deutschland Sahara-Temperaturen erreichte ...Weiter...

27.03.2009
Faßbender war essen
Abenteuer Loire
von Wolfgang Faßbender
Wenn doch nur die Loire nicht so weit weg wäre! Egal, ob ich von Zürich aus anreise oder den Trip ab Köln buche, immer bin ich einen dreiviertel Tag unterwegs. Muss mich von einer gestressten Swissport-Dame am Zürcher Flughafen anmotzen lassen (warum dauert der Check-in bei Air Berlin nie länger als eine Minute, während ich mir bei Lufthansa und Swiss die Beine in den Bauch stehe...Weiter...

16.03.2009
Der Film "Sideways" ist an allem schuld
Pinot Noir wandert in den Süden
von Peter Züllig
Während in den Weingebieten im Süden Frankreichs noch immer Winterruhe herrscht, tobt in den Winzerkreisen des „Midi“ ein heftiger Krieg. Die regionale Tageszeitung titelt: „Argwohn. Diese Blauburgunder lassen die Weinwelt des Südens erzittern.“ Was ist passiert? Was hat die Rebsorte „Pinot noir“ in einer Gegend zu suchen, in welcher sie nie heimisch war? Bevorzugt der Pinot nicht ein kühleres Klima als das sonnenverwöhnte Gebiet am Mittelmeer? Richtig. Doch der Pinot soll helfen, die Weinkrise im Süden zu meistern.Weiter...

02.03.2009
Vielleicht sogar eine Weltpremiere
Drache gegen Schaf
von Peter Züllig
Vielleicht war es wirklich eine Weltpremiere, als kürzlich der Drache (englisch: Dragon) gegen das Schaf (französisch Mouton) angetreten ist, bei einer privaten Degustation mit Weinen aus China und Bordeaux. „Dragon“ steht für Chinas Weinproduktion, denn „Noble Dragon“ aus Schandong gehört zu den bekanntesten chinesischen Weinen und „Dragon Seal“ in Peking zu den Pionieren unter den Weingütern Chinas. Mouton hingegen, das Schaf, repräsentiert das Multiunternehmen der Rothschilds, das in Bordeaux seinen Stammsitz hat.Weiter...

27.02.2009
Faßbender war essen
Cüplis seit 100 Jahren
von Wolfgang Faßbender
Die Frage hätte ich mir sparen können. Welchen Champagner man denn offen ausschenke, wollte ich eines späten Nachmittags von der distinguierten Servicedame wissen. Doch die schaute nur, als hätte ich sie in der berühmtesten Cocktail-Location Zürichs gebeten, einen Bananenmilchshake anzufertigen. Weiter...

16.02.2009
Ein nicht alltägliches Angebot
Zu günstig!!!???
von Peter Züllig
Unter meinen „bevorzugten“ Weinhändlern gibt es einen, der es immer wieder versteht, meine Aufmerksamkeit zu gewinnen. Ich kenne ihn zwar nicht persönlich, war noch nie in seinem Geschäft, erhalte nur – zwei, drei Mal im Jahr – Werbepost von ihm. Da flattert mir das Gegenteil einer raffinierten Grafik auf Glanzprospekten entgegen.Weiter...

09.02.2009
Betrogene Kunden und Datenmißbrauch bei eBay
Kultweinkauf wird zum Glücksspiel
von Werner Feldner
Jeder Verkäufer muss sich bei eBay ausweisen und die Kreditkarte oder das Bankkonto müssen gleichlautend mit der eBay-Anmeldung sein. Viele Käufer wissen das nicht und freuen sich über ein Kultwein-Schnäppchen. Ein Schnäppchen, welches sie jedoch nach erfolgter Bezahlung nie erhalten! Dass gleich mehr als 20 eher erfahrene Weinkenner so einem Betrüger in die Falle gingen, beweist...Weiter...

02.02.2009
Keine Angst vor deutschen Weinen
Sushi mit Riesling
von Peter Züllig
Sobald bei meinen deutschen Weinfreunden die Augen seltsam glänzen, die Nasenflügel zittern und die Handflächen leicht schweißig werden, dann geht es um deutschen Riesling. Dann weiß ich auch, dass ich jetzt – als Schweizer – zu schweigen habe, denn das Thema Riesling liegt im Bereich von H und H und ist geradezu vermint. Nein, natürlich ist mit HH nicht Hamburg gemeint, sondern eben ein Gebiet, wo es nur „Haue“ und „Häme“ gibt.Weiter...

19.01.2009
Amerika - als Weinland nicht ganz ernst genommen
Highway Number One
von Peter Züllig
Eine der aufregendsten Küsten der Welt, die Westküste von Kalifornien - entlang des Pazifiks – wird durch eine berühmte Straße erschlossen, den Highway No. 1. Unterwegs von Los Angeles nach San Francisco richten sich die Blicke der Touristen fast ausschliesslich nach Westen auf der 756 Kilometer langen schmalen Straße, um möglichst viel von der Küstenlandschaft zu erhaschen.Weiter...

05.01.2009
Was hat 2008 gebracht?
Ein Weinjahr
von Peter Züllig
Es ist üblich, dass am Jahresende Rückschau gehalten wird: „Das also war 2008!“ Es reihen sich Ereignisse an Ereignisse: politische Umwälzungen, wirtschaftliche Probleme, Gewinne, Verluste, sportliche Höhepunkte, kulturelle Glanzlichter, Geehrte, Verstorbene…. Mein Rückblick ist bescheidener. Er ist schlicht und einfach – mein Jahr mit Wein.Weiter...

28.12.2008
Verlockungen des Weins
Sirenengesang
von Peter Züllig
Hilfe, ich ertrinke! Nicht etwa im winterlich kalten Wasser des nahen Zürichsees, auch nicht im Wein. Nein, in den Fluten der Weinwerbung. Seit sich Weihnachten im Kalender deutlich abzeichnet, werden Tag für Tag meine Briefkästen (jene vor dem Haus und die im Computer) vollgestopft mit Weinwerbung. Da hilft keine Abwehr...Weiter...

09.12.2008
Wein-Investment - Wein als Wertanlage
K(l)eine Krise
von Werner Feldner
Der Boom beim Weininvestment bleibt weitestgehend ungebrochen - auch in Krisenzeiten. Doch seit Sommer fallen die Preise und der Liv-ex100 in London fiel im Oktober 2008 erstmals seit 2001 zweistellig im Monatsvergleich. Minus 12,4%. Also hat die weltweite Krise jetzt auch die Weinbranche erreicht. Trotzdem werden mehr Weine gehandelt als noch vor 6 Monaten. Weiter...

08.12.2008
Weinkult oder Kultwein?
Tanz um das goldene Kalb
von Peter Züllig
Ab und zu, da lass ich mich gerne verführen! Nicht nur von bestimmten Weinen, ab und zu auch von den Schlagzeilen der Weinzeitschriften. "Kultweine" prangt diesmal groß auf dem Titelbild der Dezember-Januarausgabe von "Weinwelt". Schon findet das Heft einen weiteren Käufer, mich! Auf Seite 20 die Offenbarung: "Ihre Namen sind der Klang mythischer Sirenen für Weinliebhaber, und ihrer Aura können sich Genussmenschen schwer entziehen: Kultweine!"Weiter...

24.11.2008
Erinnerungen an getrunkene Weine
Zapfenstreich
von Peter Züllig
Auf dem Pult, neben dem Computer, liegen seit Tagen und Wochen etwa 15 Korken, bei uns auch "Zapfen" genannt. Sie alle stammen von Flaschen, die ich in der letzten Zeit getrunken habe und über die ich eigentlich etwas nachdenken oder gar schreiben wollte. Sie sind nichts anderes für mich als Erinnerungen an Weinerlebnisse, die noch nicht "ad acta" gelegt sind. Weiter...

10.11.2008
Zwei Menschen und ein Wein
Burgund
von Peter Züllig
Natürlich gibt es viel mehr Menschen, die im Burgund mit und vom Wein leben als die beiden, denen ich begegnet bin. Natürlich gibt es viel mehr gute Weine im Burgund, als diese eine Flasche, die ich eher zufällig kennen gelernt habe. Und es gibt sicher - dies bestreite ich nicht - berühmtere Weine, bekanntere Menschen, klangvollere Namen und wohl auch noch bessere Winzer.Weiter...

28.10.2007
„I like to be in America”:
California
von Peter Züllig
Eine bunt zusammengewürfelte Reisegesellschaft zog fast drei Wochen lang durch Kalifornien. Mehr als 6000 Kilometer hat Tom, unser Chauffeur, in dieser Zeit zurückgelegt und uns wohlbehalten von Los Angeles nach Los Angeles gebracht. Dazwischen? Ja, das war ein Stück Amerika, ein kleiner Ausschnitt, begrenzt auf California. Nicht ganz, aber fast.Weiter...

13.10.2008
Politik und Wein
Das darf nicht sein
von Peter Züllig
In der Wein-Diskussion um den besten oder den schlechtesten Tropfen kommt etwas sozusagen nie vor: Die Politik. Es scheint, als ob alle - Händler, Produzenten oder Konsumenten - einen großen Bogen um das Thema machen. Politik hat beim Wein nichts zu suchen! Oder vielleicht doch? Es ist die Geschichte, die uns eines Besseren belehrt. Letztes Jahr gedachte das Languedoc der „Révolte des Vignerons” vor hundert Jahren...Weiter...

29.09.2009
Wein- und Essgenuss auf Reisen. Ein fast vergessenes Erlebnis.
Der Kluge reist im Zuge!
von Peter Züllig
„Ratternder Zug, brum, brum, brum…” Was sich liest, wie eine Parodie auf den öffentlichen Verkehr, war einst mein Aufbruch zu literarischen Träumen: Es ist der holprige Anfang einer Weihnachtsgeschichte, die ich als Teanager verfasst habe. Mit der hehren Dichtkunst ist es bei mir nichts geworden, der Zug aber begleitet mich durchs Leben...Weiter...

15.09.2009
In der Schweiz gibt es auch guten Wein:
Was man nicht kennt…
von Peter Züllig
Etwas liegt mir seit Monaten tüchtig auf dem Magen. Ist es Ärger, Unverständnis, Rebellion, Enttäuschung oder gar Protest? Ich weiß es nicht, kenne nur die Fakten. Im Kölner Weinforum - einem Kreis von Weinfreunden, die sich über wein-plus kennengelernt haben und sich seit 1999 regelmäßig treffen - waren im März Schweizerweine ein Thema...Weiter...

02.09.2008
Wachtelberg- nördlichste Weinlage Deutschlands
Nur ein Souvenir?
von Peter Züllig
Nach fünf Wochen Sonne, Hitze, Strand und keinem Tropfen Regen sind wir in den Norden gefahren. Nicht in den „hohen Norden”, nur in die nördlichen Bundesländer Deutschlands: Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg. Dorthin, wo eigentlich kein Wein mehr wächst. Camping! Schon fast ein Schimpfwort für bewusste Genießer...Weiter...

18.08.2008
Neue Weinmärkte werden entdeckt:
Die Chinesen kommen!
von Peter Züllig
Alles schaut nach China, nun auch die Sportwelt. Doch unser Verhältnis zu diesem Land ist labil, um nicht zu sagen „gespalten”. Auf der einen Seite stille Bewunderung für den grössten Staat der Welt, wo 1,3 Milliarden Menschen leben, auf der andern laute Proteste gegen die Menschenrechtsverletzungen in eben diesem Staat; auf der einen Seite ein riesiges wirtschaftliches Potential...Weiter...

04.08.2008
Wirrwar in der französischen (Wein)Bürokratie:
L‘inclassable
von Peter Züllig
Kaum ein Tag ohne Krisenmeldung aus den Weingebieten Frankreichs. Nicht nur das Bordelais ist betroffen, auch die Languedoc, die grösste Rebfläche des Landes, aber genau so auch die Rhône oder das Elsass. Ein Beispiel unter vielen: „Crise: Les vins français détrôné par la concurrence espagnole en 2015”. Dies geht an die Ehre der „grande nation”...Weiter...

22.07.2008
Zum „Rindsbacken” ein Wein aus einer andern Welt
Neue Weinwelt
von Peter Züllig
„Zuputzen, mit Salz und Pfeffer würzen und anbraten. Zwiebeln, Karotten, Sellerie, Knoblauch kurz mitrösten. Mit Wein, Orangen- und Zitronensaft ablöschen…” Dies also ist das Rezept für „Rindsbacken” oder „Rindsbackerl”, wie die Österreicher schon fast liebevoll sagen...Weiter...

07.07.2008
Ein Dichterfürst und ein ganz besonderer Wein:
Schiller
von Peter Züllig
Eigentlich war ich sicher: Friedrich Schiller wurde Mitte des 18. Jahrhunderts im württembergischen Städtchen Marbach geboren; der Wein mit gleichem Namen hingegen stammt aus Chur, dem Hauptort des Bergkantons Graubünden. Ich weiß dies genau. Den Dichter kenne ich...Weiter...

23.06.2008
Zum Bordeaux-Jahrgang 2007
Das Orakel fragen
von Peter Züllig
Bordeaux, Jahrgang 2007. Robert Parker, der Papst aller Weinpäpste, lässt verlauten: „Es ist zweifellos überhaupt nicht nötig, diese Weine als „en primeur” zu kaufen, es sei denn, ein drastischer Preisnachlass findet statt. Den erwarte ich aber nicht, um ehrlich zu sein.” Parker hat recht, einen Preissturz gibt es nicht...Weiter...

18.06.2008
Weine bei eBay
Kultweine wieder gefragt
von Werner Feldner
Im Frühsommer 2007, als der Finanz-Crash kam (besser bekannt als Subprime-Krise), veränderte sich auch das Kaufverhalten der Weinliebhaber. Genauer gesagt ging es um die Investmentweine und Kultgetränke wie Petrus, Lafleur, Le Pin, Ausone und die Premiers aus dem Medoc. Händler reduzierten die Gewinnspanne...Weiter...

09.06.2008
Begegnung beim Wein:
Lob der Freundschaft
von Peter Züllig
Eigentlich wird Wein eher mit „Weib und Gesang” in Verbindung gebracht, als mit echten Freundschaften. Es bleibt zwar unbestritten: Wein verbindet - doch eher unter der Herrschaft eines trunkenen Bacchus als begleitet von der tugendhaften Siwa. Von der Kumpanei bis zum Saufgelage, von der weinseligen Bruderschaft bis zur protzigen Angeberei ist Wein recht häufig mit im Spiel...Weiter...

26.05.2008
Täter kehren immer an den Tatort zurück
Un an déjà
von Peter Züllig
Nun ist es auf den Tag genau ein Jahr her, seit wir mit dem Hausboot auf dem „Canal du Midi” das Languedoc durchstreift haben. Rasch, allzu rasch ist das Erlebnis verblasst - beiseite geschoben, überlagert von anderen Ereignissen und Eindrücken: etwa von einer Weinreise nach China, vom Besuch aller „Premier Crus” im Bordelais oder Winzerbegegnungen in Württemberg...Weiter...

19.05.2008
Was passt besser zum Wein als Worte?
Die Kunst
von Peter Züllig
Lange bevor sich Wein als „Kulturgut” in mein Leben geschlichen hat, war es die hehre Kunst - von den alten Meistern bis zur Avantgarde -, die mich in meinen Träumen und Sehnsüchten beflügelt hat. Ich fand in der Kunst den Ausgleich zum Alltag, das Gegenstück zu dem, was ich „Unkosten des Lebens” nenne.
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16.05.2008
Östlich der Schweiz gibt es auch Wein, guten:
Osterweiterung
von Peter Züllig
Zugegeben, ich tue mich schwer mit Wein-Österreich, und Wein- Österreich tut sich schwer mit mir. Dies kann nicht an Österreich liegen und schon gar nicht an seinen Weinen. Der Grüne Veltliner gehört in mein Frühstrepertoire an Weinen, gleichsam zu meinem Weinaufbruch. Beruflich hatte ich es damals oft mit dem Fürstentum Liechtenstein zu tun...Weiter...

14.04.2008
Bordeaux 2005: das Warten hat ein Ende
Arrivage
von Peter Züllig
Wie ein Lauffeuer macht es die Runde: Pape Clément, zweiter Tisch, vorne rechts, auf der vom Rhein abgelegenen Seite. „Du musst dich beeilen, sonst hat es nichts mehr!” An der traditionellen Arrivage-Verkostung an der ProWein in Düsseldorf...Weiter...

31.03.2008
Ein Zauberwort beim Weingenuss:
Magic Moment
von Peter Züllig
In solchen Augenblicken müssen dann Punkte herhalten, 100 bei Parker, 20 bei Gabriel, 99 bei den Amateurpunktern. Für mich sind dies Magic Moments, magische Momente, die man im Leben so gerne festhalten, festhalten, festhalten möchte. Ist dies möglich, oder nur ein Ausdruck unserer Sehnsucht nach vollkommenen Glück?
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26.03.2008
Kultweine Online
Parkers' Wine Advocate bringt Höhenflug für italienische Weine
von Werner Feldner
Nach der sehr langen Flaute und den großen Absatzschwierigkeiten der italienischen Topweine ist seit dem Jahrgang 2004 plötzlich alles anders. Italienische Weine sind wieder gefragt und die völlig überteuerten Bordeaux-"Granden" haben momentan das Nachsehen!Weiter...

19.03.2008
Wie sollte ein Wein aus der Schweiz eigentlich sein?
Schweizerisch!
von Peter Züllig
Der Schweizerwein hat es im Ausland nicht gerade gut, auch wenn er gut ist. Vor allem nicht in Frankreich, Österreich oder Italien. Etwas besser soll es in Belgien sein. Deutschland aber ist seit Jahren das wichtigste Wein-Exportland der Schweiz, immerhin gehen fast 1,5 Millionen Liter im Jahr ins Nachbarland. Jetzt aber die ernüchternde Meldung: nach Jahren des Wachstums sinkt der Export nach Deutschland. O Schreck, was ist los mit dem Schweizerwein?
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06.03.2008
Kultweine Online
Kultweine erreichen Höchstpreise bei eBay Auktionen
von Werner Feldner
Was seit langem für die Elitegetränke aus Bordeaux gilt trifft seit einiger Zeit auch auf Österreich zu. Nämlich Rekordpreise für die Kultweine bei Auktionen. Immer mehr namhafte Händler...Weiter...

04.03.2008
Sehnsucht in der Fremde zuhause zu sein
Toskana
von Peter Züllig
Man kann es auch als „gelobtes Land” bezeichnen, biblisch ausgedrückt: „Kanaan”; also dort, wo sich die Verheißung Gottes an Abraham erfüllt hat. Dieses Land muss nicht jenes der Isrealiten sein, die unter Moses durch die Wüste zogen. Es kann irgendwo liegen auf der Welt. Auch in der Toskana.
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18.02.2008
Weine erzählen Geschichten aus vergangenen Zeiten
Historientrinker
von Peter Züllig
Nein, im Titel steckt kein Tippfehler! Er ist korrekt: „Historientrinker” und nicht „historischer Trinker”. Ein gewichtiger Unterschied. Wein kann nämlich auch Geschichte bedeuten, Zeitgeschichte!
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04.02.2008
Die Chinesen und ihre Liebe zum Wein
„Gambei!”
von Peter Züllig
„Gambei” ist chinesisch und heiße soviel wie „prost”, glaubte ich - und wurde rasch eines Besseren belehrt. „Gāoxìng!”, oder so ähnlich, sei der bessere Ausdruck, den „gambei” bedeute „trockenes Glas” und verlange, dass man es in einem Zug leere, was unserem „Ex-Trinken” entspricht. Nur, dass man dies bei uns - vor allem unter Studenten - mit Bier, kaum aber mit Wein - praktiziert.Weiter...

22.01.2008
Vater des internationalen „Weingeschmacks”
Michel Rolland
von Peter Züllig
„Alles nichts Neues”, sagen die einen; „gar nicht so schlimm”, finden andere; „nur Provokation”, stellen Filmkritiker fest; „übelste Manipulation”, urteilen Betroffene. Zu gerne möchte ich es jetzt wissen: „Ist Michel Rolland jener dämonische Nivellierer des Weingeschmacks, oder ist er ein genialer Weinmacher, „der einige der besten Weine der Welt kreiert hat”?Weiter...

07.01.2008
Rückschau und Besinnung auf Ungelesenes
Ausgeschlachtet
von Peter Züllig
Es geht wohl nicht nur mir so: da stapeln sich Zeitschriften, Zeitungen, Heftchen, Bewertungslisten, Prospekte. Ein solcher Stapel begleitet mich ins neue Jahr. Und weil die „guten Vorsätze” nie so penetrant sind wie beim Jahreswechsel, beginne ich mit der mühseligen Arbeit. Ausschlachten!
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24.12.2007
Der „richtige” Festtagswein
Ein Lebenszeitzeuge
von Peter Züllig
Die Kolumne ist im „Kasten”, da entdecke ich, dass diese ausgerechnet an Weihnachten, als letzte in diesem Jahr erscheinen wird. Bin ich nicht „meinen lieben LeserInnen” ein ganz herzliches, festtägliches „Prost” schuldig? Doch, aber womit anstossen? Natürlich mit einem „Festtagswein”!
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12.12.2007
Französischer Weinführer für den „wahren” Wein:
Gegen die Uniformität im Wein
von Peter Züllig
Immer im Spätherbst, noch vor dem großen Weihnachtsgeschäft, erscheinen auch die Weinjahrbücher auf dem Markt: umfangreich, teuer, auffällig in der Aufmachung, schrill in ihren Anpreisungen: „Die besten Weine des Landes” oder „35'000 Weine blind verkostet, 10'000 ausgewählt”....
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03.12.2007
Weinbörse eBay
Immer wieder Betrugsabsicht mit edlen Kultweinen
von Werner Feldner
Betrügerische Aktivitäten im Onlinehandel gibt es seit das Internet für jeden verfügbar ist. Deutsche und österreichische Beamte ermitteln gegen verschiedene Kultweinbetrüger. Connections von der Ukraine bis Venezuela werden immer wieder aufgedeckt. Hier der größte und interessanteste Fall des Jahres 2007...
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27.11.2007
Schlosstourismus im Bordelais
Fünf Königshäuser der Weinwelt
von Peter Züllig
Auch ich kann es nicht lassen, auch ich ziehe ab und zu von Château zu Château - von Königshaus zu Königshaus in der „Weinwelt” Bordeaux. Meist nicht allein, sondern organisiert in einer Gruppe, jetzt gerade mit etwa zwanzig Weinfreunden aus Deutschland: Schlosstourismus!
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12.11.2007
China: eine wenig bekannte Weinwelt ist erwacht
Sein oder Schein
von Peter Züllig
Wechselvolle chinesische Weingeschichte! Ich habe gelernt, dass die ersten Spuren von Wein in China aus der Zeit vor 5.000 Jahren stammen, dass etwa um 1‘500 vor Christus die Herstellung von Wein in China nachgewiesen ist und dass die erste Blütezeit der chinesischen Weinproduktion um 800 nach Christus anzusiedeln ist. Dann aber ist der Wein aus der chinesischen Kultur fast verschwundenWeiter...

30.10.2007
„Wenn ich Kaiser von China wäre!”
Die Weinlese oder der „Wümmet”
von Peter Züllig
Kaum zurück vom Wine-Trip in China, stehe ich in den Weinbergen der Bündner Herrschaft (Ostschweiz) beim „Wimmlen” oder - etwas verständlicher - im „Wümmet”. Dabei kommt mir ein altes Kinderspiel in den Sinn: „Wenn ich Kaiser von China wäre…”. Ja was dann?
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15.10.2007
China auf dem kurzen Marsch zur Weinnation:
Die erste Station „Dragon Seal”
von Peter Züllig
Sechs Weingüter haben wir besucht in China. Man sagte uns, es seien die bedeutendsten. Ob es so ist, weiß ich nicht, denn das, was gestern gesagt wurde, ist vielleicht schon heute nicht mehr gültig. Alles geht unheimlich rasch in China seit der wirtschaftlichen Öffnung...Weiter...

01.10.2007
Weingrüsse aus dem Reich der Mitte:
Alles kommt mir so chinesisch vor!
von Peter Züllig
Nach gut zehn Flugstunden, eingepfercht in der Economic-Class der Boeing 747, nur sieben von über 300 Fluggästen, landen wir in Beijing oder eben in Peking: „Wine Tasting Trip” to China. Weinbegeisterte Schweizer wollen es nun genau wissen: ”Wie schmeckt chinesischer Wein?”Weiter...

17.09.2007
Entdecken Sie das Tessin
Zauberhafte Merlots
von Peter Züllig
Die Überschrift könnte aus der Schweizer Touristen-Werbung sein, von der Vereinigung der Tessiner Winzer oder dann doch von mir, nach einem Anflug schweizerischer Weintreue. Alles falsch! Er stammt vom „besten Sommelier der Welt 2000”, Olivier Poussier, Redakteur bei der französischen Weinzeitschrift „La Revue du Vin de France”. Und es kommt noch weit dicker...Weiter...

03.09.2007
Weingenuss aus Italien
Zwei kleine Italiener
von Peter Züllig
Es sind natürlich weit mehr als nur zwei Italiener. Es sind in den vielen Jahren meiner „Weinkultur” doch einige geworden, die ich kenne und schätze. Verglichen aber mit den Franzosen, Spaniern, Österreichern, Deutschen, ja sogar mit den Schweizern sind es doch bescheiden wenige. Warum?Weiter...

20.08.2007
Was trinkt der Weinfreund bei brütender Hitze?
La Canicule, „Hundstage”
von Peter Züllig
Jahr für Jahr zieht es Millionen Urlauber südwärts, in warme, ja heiße Länder, an die brütende Hitze, zu den heißesten Stränden. Ein selbstgewähltes „Leiden” zieht mit: der stete Durst. Was kann der trinkfreudige Weinliebhaber da tun? Natürlich trinken. Aber was?Weiter...

07.08.2007
Es gibt nebst Weinabstinenten auch Weintrinker, Weinliebhaber, Weinkritiker
Die Lust des Sammelns
von Peter Züllig
Sammler sind ein seltsames Völkchen, meist leicht „Verrückte”, wie man immer wieder - nicht ganz zu Unrecht - feststellen kann. Gesammelt wird schlichtweg alles: Münzen, Briefmarken, Bilder, Kunst, Telefonkarten, Puppen, Bücher, Zeitungen, Teddybären, Schallplatten, Möbel, Autogramme, Fotos...Weiter...

25.07.2007
Das beliebteste Gesellschaftsspiel unter Weinfreunden:
Degustieren
von Peter Züllig
Ein echter Weinfreund geht immer und immer wieder in die Lehre, selbst im „zarten” Alter seiner Pensionsberechtigung. Lehrmeister gibt es viele - selbsternannte und auserwählte Gurus der Weinbewertung. Ihnen nachzueifern ist zum gesellschaftlichen Spiel geworden, gekrönt durch das Bewusstsein: alles erraten, richtig getippt und konform bewertet zu haben.
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11.07.2007
Am Canal du Midi von Agde nach Carcassonne
Fünf Appellationen, fünf Weine
von Peter Züllig
Im gebrauchten Navigationsbuch von Freunden steht handschriftlich der Eintrag: „Luki, Wein holen, 3 Liter Rosé!”. Tatsächlich braucht man in der Regel zumindest ein Fahrrad, um an Wein, oder schon eher ein Auto, um an guten Wein zu kommen.Weiter...

26.06.2007
Duftstoffe und Aromen lösen starke Gefühle aus:
Fernweh und Heimweh
von Peter Züllig
Der duftende Lindenbaum hat sie wachgerüttelt in meiner Erinnerung. Anstatt eines Bordeaux 1994 oder 1997 gibt es heute den St. Laurent 2004 aus dem Haus Lassl im Burgenland: die genaue Bezeichnung „Jungfernlese”. Wir sitzen hinter dem Haus im Garten, warten auf zartes Fleisch vom Grill und die Bratkartoffeln.Weiter...

11.06.2007
Zwei Jahre verstreichen von der Fassprobe bis zur Arrivage
Warten auf Bordeaux
von Peter Züllig
Das Bordeaux-Fieber steigt: Warten auf den Meister Robert Parker: um ihn und sein Urteil dreht sich die Preisspirale. Er lässt sich immer mehr Zeit, lässt auf sich warten. Doch noch vor Pfingsten ist es soweit: der Meister hat gepunktet.Weiter...

04.06.2007
„Jessy James „ gleitet durch die Reben von Languedoc
Unterwegs mit einer „Pénichette”
von Peter Züllig
Eine Reise mit dem „Hausboot” durchs Languedoc ist so etwas, wie ein Liebesrausch mitten in einer Natur, die von knorrigen, meist schon recht alten Rebstöcken besiedelt ist.Weiter...

11.05.2007
Nördl. von Bordeaux zuhause, längst aufgebrochen in die Weinwelt
Petit Verdot (Kleiner Grünling)
von Peter Züllig
Ich gebe zu, ich musste meine Erwartungen sofort dämpfen. Der Wein war für mich zuerst fremd, etwas rustikal, ungewohnt, sensorisch schwer einzuordnen, das übliche Weinvokabular wollte so gar nicht passen. Allmählich aber gewann der Wein an Struktur...Weiter...

09.05.2007
Tipps & Tricks
Weininvestition
von Werner Feldner
Nach längerer Durststrecke präsentiert Ihnen Werner Feldner wieder seine aktualisierten Tabellen der bei eBay erzielten Preise für Kultweine, sowie eine komplett überarbeitete Version der Tipps & Tricks beim (W)einkaufen auf der Auktionsseite.Weiter...

27.04.2007
Grosse Weine im kleinen Gourmet-Tempel
Pichon Baron besucht Horst Petermann
von Peter Züllig
Irgendwie hat sich in mir „Food and Wine” noch nicht richtig gefunden, obwohl ich durchaus gerne gut koche und ein delikates Mahl überhaupt nicht verachte. Doch mir ist es bisher wie so vielen Genießern von feinem Essen und gutem Wein ergangen. Die beiden wollten sich einfach nicht richtig paaren.Weiter...

12.04.2007
Mit Winzern, Händlern, Agenten, ... und einem Trüffelhund im Rhonetal
Entdeckungen an der Rhone
von Peter Züllig
Ich bin heilfroh, dass ich zwar „entdecken” darf, aber nicht muss, dass ich darüber schreiben kann, aber nicht schreiben muss! Was habe ich da gelesen: „N’oublions pas le plaisir!” ( „Vergessen wir das Vergnügen nicht!”)...
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30.03.2007
Schnäppchenjagd, wo es kaum mehr Schnäppchen gibt
Bedeutendste Weinauktion seit zehn Jahren
von Peter Züllig
Die meisten Weinliebhaber und -käufer kennen Auktionen nur vom Internet. Da geht es ab und zu auch hektisch zu und her, vor allem in den letzten Minuten und Sekunden. Doch die Atmosphäre fehlt...Weiter...

15.03.2007
Happy Birthday
Nun stoßen wir an mit sechs Gläsern Wein
von Peter Züllig
Erleben ist Leben, ist das, was uns reich macht, was in uns bleiben wird. Da ist eine Weindegustation nur ein äußerlicher Umstand - ein Moment eben im Leben, wo Erleben möglich ist.Weiter...

02.03.2007
Domaine Peyre Rose, Languedoc
Das Aschenbrödel unter den Prinzessinnen
von Peter Züllig
Die Rose ist jung, fast noch im Kindesalter, kaum acht Jahre zählt sie und buhlt bereits um die Gunst einer erlesenen Schar von Weinenthusiasten. Wenn dies nur „gut geht”!Weiter...

15.02.2007
Müssen Bioweine anders schmecken?
„Bio” modernes Märchen?
von Peter Züllig
Wir sind im Rhônetal bei einer Weinpräsentation der „Découvertes en Valée du Rhône”. Da stürzt „Weinnase” auf mich zu, mit einem Glas in der Hand: „Peter, riech einmal daran!” Ich bemühe die Nase, dann den Gaumen. Der Wein schmeckt anders!
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02.02.2007
Ein Rebberg mitten in Paris
Wein - der von der Steuer abzusetzen ist
von Peter Züllig
Durch verwinkelte Straßen und über romantische Plätze mit klingenden Namen, wie Moulin de la Galette, Place du Tertre, Cortot, Saint Vincent, Rue de Saules.... kurvt ein Kleinbus im Viertelstundentakt durch das legendäre Künstlerviertel Montmartre in Paris. Weiter...

18.01.2007
Bilder, die kommen mir nicht aus dem Sinn
Dokumente aus dem Süden
von Peter Züllig
Es sind immer wieder Bilder, die mich berühren, ansprechen, treffen, und meist mehr sagen als noch so viele kluge Artikel. Es sind Bilder, die zwar wenig erklären, dafür aber laut sprechen, rufen, schreien! Solch ein Bild hat mich aufgeschreckt.Weiter...

02.01.2007
Deutsche Weine haben es schwer in der Schweiz
Doch der Riesling setzt sich langsam durch
von Peter Züllig
Auch die Weinszene hat ihre Vorurteile und Klischees. So sind zum Beispiel alle Bordeaux sündhaft teuer, alle Kalifornier schmecken gleich, Österreich produziert nur „Grünen Veltliner”, in Deutschland sind die Weine immer süß.... Weiter...

21.12.2006
Braucht der Weingenießer jeden Tag einen guten Tropfen?
Vier Wochen ohne Wein
von Peter Züllig
Immer wieder habe ich mir in meinen Phantasien vorgestellt, wie es ist, wenn ich eines Tages über längere Zeit - Wochen, vielleicht sogar Monate - keinen Wein trinken kann, darf. Kein Problem, sag ich mir, denn süchtig bin ich ja nicht! Wirklich nicht?Weiter...

08.12.2006
An Festtagen knallen die Korken: Champagner
Edler Wein oder bloß Sprudelwasser?
von Peter Züllig
Mein Weinfreund Max-Georg spricht immer von „Sprudelwasser”, wenn er Champagner meint. Damit hat er auch schon manches Missverständnis geschaffen. Ist Champagner wirklich „nur” ein teures „Sprudelwasser” oder eben doch Qualitätswein? Diese Frage beschäftigt mich schon lange.Weiter...

06.12.2006
eBay
Weiterhin Betrug mit teuren Kultweinen
von Werner Feldner
Ebay ist der weltweit größte Marktplatz für den Handel mit Weinen und Spirituosen aller Art. Täglich wechseln tausende Weine jeder Preiskategorie die Besitzer. Abseits dieser seriösen Anbieter bei eBay gibt es seit geraumer Zeit auch vermehrt Betrugsverdacht...
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24.11.2006
Eine zurückgelassene Flasche Côte-Rôtie
Das Geschenk eines Weinfreunds und Kenners der Rhône-Weine
von Peter Züllig
Die Flasche, von der ich heute erzähle, wurde nicht vergessen oder gar als minderwertig stehen gelassen. Sie ist vielmehr ein Geschenk, eine Geste des Danks für die Nutzung unserer kleinen Wohnung in Südfrankreich.
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07.11.2006
Mosel - Saar - Ruwer
Es sind Menschen, die den Wein machen
von Peter Züllig
Was macht ein Schweizer, der mit zwei deutschen Weinfreunden an die Saar fährt? Er besucht einige Spitzenwinzer. Warum eigentlich? Weiter...

30.10.2006
Wine- & Auction-Watchlist
Oktober 2006 - Kultwein-Betrüger bei eBay
von Werner Feldner
Mit der WAWL (Wine- and Auction Watchlist) erhalten Sie aktuellste Informationen über: Preisentwicklung von Kultweinen bei Online-Auktionen, Neueinsteiger, Aufsteiger, Absteiger, Auction News.
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27.10.2006
Schweizer Pinot nannte man früher abfällig "Beerliwein"
Heute lässt er sich durchaus mit den besten der Welt messen
von Peter Züllig
Heute habe ich keinen Bordeaux, sondern ein einheimisches Gewächs aus dem Keller geholt: einen Jeninser Blauburgunder aus dem Tscharnergut. Und dies hat seinen guten Grund.
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10.10.2006
Nicht die „Caine”, nein, der „Morgon” war mein Schicksal
Nicht ganz geheime Gedanken eines Preisträgers im Augenblick der Ehrung
von Peter Züllig
Und noch ein zweites Mal: nein! Mit Humphrey Bogart verbindet mich nichts, außer einer großen Bewunderung für seine schauspielerische Leistung. Auch sein Gegenspieler, José Ferrer, kann mir in diesem Augenblick nicht helfen.Weiter...

05.10.2006
Grauer, trüber Herbst
Im Weinkeller aber lagert viel Sonnenschein
von Peter Züllig
Immer wenn es ungemütlich wird, tiefe Nebelschwaden Haus und Garten umgeben, Regen an die Scheibe prasselt und sich leise der Winter schon bereit macht, fliehe ich in den Keller.
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27.09.2006
Ein ganz gewöhnlicher Sommerabend im Garten
Das Thema Wein ist nicht vorgesehen.
von Peter Züllig
Ja, der Sommer ist für ein paar Tage zurückgekehrt. Wir nutzen die wohlige Wärme, um im Garten den alten, schiefen Holzgrill in Betrieb zu nehmen. Auf den Tisch kommt eine Flasche „La Tour du Pin Figeac”, 1997.
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11.09.2006
An Saale und Unstrut gelandet, nicht gestrandet
Mehr Kultur als guten Wein getroffen
von Peter Züllig
Wie das Leben doch so spielt! Die letzte Kolumne ist noch nicht ins Netz gestellt, da stehe ich an Saale und Unstrut und halte Ausschau nach dem, was ich an einem ganz gewöhnlichen Tag, im Schweizer Dorf Bubikon entdeckt habe...Weiter...

01.09.2006
Meine erste Begegnung mit dem Blauen Portugieser
Was eine Einladung vom Nachbarn bewirken kann
von Peter Züllig
Spontan wurde ich von der Nachbarin eingeladen, an einem ganz gewöhnlichen Werktag, weil ihr mein Gemüsegarten während Wochen zur Verfügung stand.

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11.08.2006
Wer schreibt, dem wird geschrieben
Nachlese zur Kolumne „Abschied von Bordeaux”
von Peter Züllig
Nicht eine der 20 Kolumnen hat so viele Reaktionen ausgelöst, wie mein „Abschied von Bordeaux”. Wenn ich die Leserbriefe, die Mails, die Diskussion im Forum zusammenfasse, dann werden drei unterschiedliche Standpunkte sichtbar.Weiter...

02.08.2006
„Unverschämt schön, diese Farbe!”
Eine Liebeserklärung an den Rosé
von Peter Züllig
Echte Weingenießer rümpfen die Nase: Rosé! Dies ist doch kein Wein. Tatsächlich genießt der Rosé in der „wahren” Weinwelt kein allzu großes Ansehen.

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19.07.2006
"Johanniter", der nicht Johanniter heissen darf
Interspezifische Rebsorten in der Schweiz immer noch selten
von Peter Züllig
Zuchtnummer Fr. 177.68. So die korrekte Bezeichnung für eine Traubensorte, die man in Deutschland "Johanniter" nennt, in der Schweiz aber nicht ohne weiteres so heißen darf! Jedenfalls nicht auf der Etikette.
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03.07.2006
Abschied von Bordeaux
Höchste Bordeaux-Preise: wie ein Mythos zur Last und Belastung wird
von Peter Züllig
Jeder Kolumnist läuft Gefahr, seine eigene Sicht und sein eigenes Erleben zum „Maßstab” der Welt zu erheben. Davor bin ich nicht gefeit. Vor allem, wenn es um meinen Lieblingswein, den Bordeaux, geht.
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22.06.2006
Abschied von der Dorfkultur. Oder:
Guter Wein und gutes Fleisch gehören zusammen
von Peter Züllig
„Heute „mache” ich meine letzten Kutteln”, sagt Herr Hoffmann und lächelt wehmütig. Mir ist es nicht ums Lachen: Unser Dorfmetzger gibt auf. Sein Geschäft wird geschlossen, für immer!
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31.05.2006
Rebläuse gibt es auch in Österreich
Zum Beispiel in Unterach am Attersee
von Peter Züllig
Doch hier gibt es keine Reben. Es sind eben Rebläuse, die nicht schaden - im Gegenteil: sie lieben die Reben und den Wein.


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18.05.2006
Kunst und Wein
auch das darf sein!
von Peter Züllig
„Nana” - die berühmte Kurtisane des Malers Edouard Manet - als Nachbarin einer Bordeaux-Degustation in der „Kunststadt” Winterthur.

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05.05.2006
Wer schreibt, dem wird geschrieben
Nachlese zur Kolumne „Bordeaux 94 - der oft geschmähte Jahrgang”
von Peter Züllig
Leserbriefe sagen es: Verkostungsnotizen (VKN) sind gefragt. Ich begreife dies. Wer noch 94er Bordeaux im Keller hat, der möchte schon etwas genaueres erfahren. Und wer den 94er in der letzten Zeit im Glas hatte...
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04.05.2006
Mouton Rothschild (Réserve Château)
1954 zu 80 Euro - die leere Flasche
von Peter Züllig
An einer der letzten großen Auktionen in Zürich sorgte das Lot 899 für Aufsehen. Angeboten wurde eine leere Flasche Mouton Rothschild. Sie ging weg, netto zu 63 € , was einen Brutto-Kaufpreis von 80 € macht. Der Bieter wäre noch höher gegangen...Weiter...

19.04.2006
Lynch-Bages
der Mouton des „kleinen Mannes”
von Peter Züllig
Allzu klein - zumindest nicht finanzschwach - kann der vielzitierte „kleine Mann” auch wieder nicht sein. Eine Flasche Lynch-Bages kostet wenigstens 35 Euro, selbst in der Subskription bei durchschnittlichen Jahren. Im Hochpreisjahr 2000 war es gar das dreifache...Weiter...

04.04.2006
„Frühling in Berlou”
auf der Suche nach dem Frühling
von Peter Züllig
Das Weindorf Berlou liegt fast am Mittelmeer, gut 50 Kilometer vom Strand entfernt, am Fuße der Vorberge des „Haut Languedoc”. Trotz des mediterranen Klimas lässt der Frühling in diesem Jahre auf sich warten.
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22.03.2006
Bordeaux 1994
Der oft geschmähte Jahrgang wiederentdeckt
von Peter Züllig
Als Bordeaux-Liebhaber weiß ich: zehn Jahre Kellerruhe ist Richtwert für meine eingelagerten Schätze. Darauf habe ich mich längst eingestellt. Es gibt aber auch Weine aus dem Bordelais, die früher trinkbar sind - und es gibt „harte Brocken”... Weiter...

09.03.2006
Amphorenweine
oder „der eine heißt den andern dumm.....”
von Peter Züllig
Wer im Wein-Plus-Forum in den vergangenen Wochen die Cornelissen-Diskuission mitgelesen hat, der ist erstaunt, verärgert, amüsiert, wütend.... sicher aber nicht mehr ruhig.

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28.02.2006
Grüezi mitenand
„Unabhängigkeit, Selbstständigkeit und Verantwortung”
von Peter Züllig
„Unabhängigkeit, Selbstständigkeit und Verantwortung” - so lautet der Wahlspruch von rund 40.000 Weingütern, die sich als „Unabhängige” zusammen geschlossen haben. Fünfhundert von ihnen waren in Straßburg.
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16.02.2006
Grüezi mitenand
Analyse eines alten Weins oder Poujeaux einmal anders
von Peter Züllig
Was aussieht, wie untrügliche Beweise einer wilden Fress- und Sauforgie, ist die Hinterlassenschaft einer spannenden Bordeaux-Probe. Motto: Entdecken und Erleben (Découverte et Expérience).
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27.01.2006
Grüezi mitenand
Der kürzeste Weg führt mitten durch die winterlichen Rebberge des Languedoc, dank GPS
von Peter Züllig
Das Christkind hat uns weder einen Latour, noch einen Romanée Conti und schon gar nicht einen Bonneau. Gebracht. Nein, ein GPS! Also setzte ich mich hin, um das technische Wunderding zu erproben,...
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16.01.2006
Grüezi mitenand
Was trinkt man an Festtagen? „Vino Santo” oder ganz einfach: irgend einen „Festtagswein”?
von Peter Züllig
Nein, ein wahrer „Festtagswein” kann nur ein Châteauneuf-du-Pape sein. Davon bin ich überzeugt, seit meiner Kindheit.


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11.01.2006
Grüezi mitenand
Grosse Verkostungen oder Staatsbegräbnisse erster Klasse
von Peter Züllig
So wie jeder Jäger seine schönsten Erlebnisse in schmuckvollem Jägerlatein immer wieder zum Besten gibt, so schwärmt auch der Weinliebhaber oft und gerne von seinen „großen” Verkostungen.
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24.12.2006
Grüezi mitenand
Vom Weihnachtswunder oder von den Winzern, Wirten und Trinkern, die zur Krippe pilgern.
von Peter Züllig
Meine liebste Weihnachtslegende berichtet von Wasser, das in der Christnacht zu köstlichem Wein wird. Es ist zwar umstritten, wo der sagenumwobene Brunnen steht: mal im Norden Deutschlands, dann in Österreich, leider aber nicht in der Schweiz.Weiter...

13.12.2005
Grüezi mitenand
Das Lot 1208. Oder: Was alte Burgunder heute kosten können
von Peter Züllig
Der Auktionator ruft Lot 1208 aus, das drittletzte in einer fünf Stunden dauernden Auktion im Hotel Inter-Kontinental in Zürich. Auf dem sonst so sachlich-strengen Gesicht des Ausrufers ein Lächeln.
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06.12.2005
Grüezi mitenand
Geschichten aus dem Alltag eines Weinsammlers, Weintrinkers, Weinstatistikers, Weinliebhabers
von Peter Züllig
Darf oder muss ich mich vorstellen? Journalist, leidenschaftlicher Sammler, Dokumentarist, Weinliebhaber, Statistiker, Genießer.....


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Bin ich noch bei Sinnen...?
Die Autorin
von Utz Graafmann
Sigrun Essenpreis
Heute starten wir eine neue Kolumne in Wein-Plus. Sigrun Essenpreis wird Sie in lockeren Beiträgen in das Reich der Sinne entführen. Ich möchte Ihnen die Autorin vorstellen:

Aufgewachsen ist Sigrun Essenpreis im Badischen, wo der Genuss von selbst zubereiteten Speisen zusammen mit heimischem Wein ein unverzichtbarer Teil des täglichen Lebens ist. Mit der Muttermilch quasi aufgesogen, hat sie das sinnliche Erlebnis wie man mit "Musezeit fürs Essen und Trinken" den Alltag zum Festtag für alle Sinne wandeln kann.
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