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Logik, Erkenntnis und Genuss Bernd Müller-Kaller: Wein-Philosophie

18.07.2011
Logik, Erkenntnis und Genuss
Bernd Müller-Kaller: Wein-Philosophie

Der Wein und die Philosophie – das sind grundverschiedene Disziplinen, die aber mehr gemeinsam haben, als man auf den ersten Blick annimmt. Damit ist nicht das Klischee gemeint, im Sessel zu sitzen, das Rotweinglas bedächtig zu schwenken und über die Grundfragen seiner Existenz nachzudenken. Doch Wein macht viele Themen erlebbar, die in der Philosophie eine Rolle spielen: Das Werden und Vergehen, die Fragen von Gut und Böse, von Logik, Erkenntnis und Sinn. Dieses weite und komplexe Thema hat nun der 1939 geborene Sachse Bernd Müller-Kaller, Mitglied des Rundfunkrates des MDR, in seinem Buch „Wein-Philophie“ aufgefächert. „Nachdenkliches und Informatives zum Wein“ lautet der Untertitel des Werkes, das „nicht eine in sich geschlossene Theorie vermitteln“ will, „sondern unterhalten auf theoretischem Niveau“.

Mit Philon und Platon das Wein-Erleben reflektieren

Der Autor verbindet Gedanken „mit und über Wein“ mit Gedanken aus den Theorien antiker Philosophen. Im Mittelpunkt stehen Gespräche zwischen dem jüdisch-hellenistisch geprägten Denker Philon von Alexandria  und dem antiken griechischen Philosophen Platon, einem Schüler von Sokrates. Die Dialoge sind vom Autor erdacht und aufgeschrieben worden, da Platon und Philon nicht zur selben Zeit lebten. Beide sind von sehr verschiedenen Denkweisen geprägt und erläutern mit diesem Kunstgriff ihre Sicht auf Fragen nach der Relativität von Denken und Tun mit Wein, über Wein-Erleben, über Qualität und Urteil beim Wein oder über Wahrheit und Wein. Nach jedem Dialog folgen die Gedanken des Autors, der die aufgezeigten Positionen und Widersprüche weiterführt, mit vielen Zitaten aus der Literatur- und Philosophiegeschichte belegt und mit eigenem Erleben untermauert.

Die Grundfragen des Lebens und der Wein

Daher ist ein wenig Bildung in Literatur und Philosophie recht nützlich, um den Gedanken und Schlüssen des Autors folgen zu können. Doch oft sind die aus der Ich-Perspektive aufgeschriebenen Ausführungen eigenen Wein-Erlebens – etwa mit Freunden, auf Reisen und bei Verkostungen – eher etwas zu sehr detailgenau erzählte Anekdote als vertiefende Untermauerung eines Gedankens, bis Müller-Kaller seinen Faden wieder aufnimmt. Die Grundfragen des Lebens und das eigene Erleben mit dem Wein zusammen zu bringen ist eine erwiesen schwierige Aufgabe, die in diesem Buch gelegentlich sehr unterhaltsam und erkenntnisreich gelingt, aber nicht auf jeder Seite dem selbst gestellten Anspruch gerecht wird. Trotzdem ist es für Philosophie-Interessierte und Weinfreunde lesenswert, denn einige Gedanken zum Wein, die Müller-Kaller aufgreift, lohnen das Weiterspinnen. So schreibt er: „Wirkliche, tiefgründige Erlebnisse brauchen eine eigene Zeit, die losgelöst sind von anderen Zeitabläufen und vom Zeitdruck. Genusserlebnisse müssen Zeiten der Muße sein, relativ unabhängig von anderen.“ Demnach wäre eine organisierte Verkostung kein Genuss. Es lohnt sich, das mal weiter zu denken.

Bernd Müller-Kaller
Wein-Philosophie: Nachdenkliches und Informatives zum Wein
Tauchaer Verlag
19,80 €
ISBN: 3897721872


Uwe Kauss
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