Lurton
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Lurton
Weitverzweigtes, französisches Weinbau-Familienimperium mit weltweitem Engagement bzw. Besitzungen. Die Großfamilie bildet sich aus den drei Brüdern André (*1924) mit sieben, Dominique (*1932) mit vier und Lucien Lurton (1925-1992) mit zehn Kindern. Das Mutterweingut ist Château Bonnet im Bereich Entre-deux-Mers im Bordeaux mit 240 Hektar Rebfläche. André und Lucien erwarben in den 1960er- und 1970er-Jahren zahlreiche Weingüter. Andrés Schwerpunkt war hauptsächlich Graves mit den Weingütern Château Couhins-Lurton, Château de Cruzeau, Château de Rochemorin und Château La Louvière. Er hatte auch maßgeblichen Anteil an der Klassifizierung von Pessac-Léognan als eigene Appellation. Durch umfangreichen Kauf von Weingütern und deren Revitalisierung verhinderte er die Zersiedelung und Verstädterung dieses Gebietes. André führte auch als erster im Bordeaux auch für renommierte Châteaux-Weine Drehverschlüsse ein.
Lucien Lurton ging im Jahre 1992 kurz vor seinem Tod in den Ruhestand und hinterließ jedem seiner zehn Kinder ein Weingut. Das sind zum Beispiel Château Brane-Cantenac, Château Durfort-Vivens (geführt von Gonzague Lurton) und Château Desmirail in Margaux, sowie Château Bouscaut im Bereich Graves und Château Climens im Bereich Barsac-Sauternes. André Lurtons Söhne Jacques und François Lurton gründeten im Jahre 1988 ein weltweites kellertechnisches Service-Unternehmen, das Beratungsleistungen in Frankreich, Spanien, Italien, Moldawien, Südamerika und Australien anbietet. In der argentinischen Region Mendoza gründeten die beiden Brüder in Tupungato die „Bodegas Lurton“ mit 120 Hektar Rebflächen. Im Jahre 1991 übernahm Pierre Lurton (Sohn von Dominique) die Leitung des Château Cheval Blanc im Bereich Saint-Émilion. Zusätzlich übernahm er im Jahre 2004 als Generaldirektor die Leitung des berühmten Château d’Yquem (Sauternes).
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Lurton