Luxemburg
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Statistik
Empfohlene Erzeuger: 18
Verkostete Weine: 154
Wichtigste Rebsorten
Die Weinbaugeschichte dieses Landes ist mit jenem der Mosel verbunden; dieser Fluss bildet auf einer Länge von 36 Kilometern die Grenze zu Deutschland. Östlich am anderen Ufer liegt das deutsche Anbaugebiet Mosel. Im gesamten Gebiet führten die Römer schon im 1. Jahrhundert v. Chr. den Weinbau ein. Im Mittelalter erfolgte durch die Gründung von vielen Klöstern ein Aufschwung des Weinbaus. Durch einen extrem kalten Winter 1709 wurden die Weinberge fast völlig zerstört. Nach Beschluss beim Wiener Kongress im Jahre 1815 musste das Großherzogtum Luxemburg alle Weinberge auf der anderen Seite des Flusses abtreten. Ab dem Jahre 1880 gab es einen großen Aufschwung durch ein Zollabkommen. Die aus der Sorte Elbling (damals 90% Anteil) gekelterten luxemburgischen Weine wurden größtenteils als Grundwein für Schaumwein oder als Verschnittwein nach Deutschland exportiert. Dies hatte aber dann nach dem Ersten Weltkrieg ein Ende.
Im Jahre 2007 betrug die luxemburgische Rebfläche 1.300 Hektar, von der 142.000 Hektoliter Wein produziert wurden. Die Luxemburger Weinberge erstrecken sich aufgeteilt in rund 100 Lagen in einer Breite von 300 bis 400 Metern über 40 Kilometer am Moselufer entlang von Schengen bis Wasserbillig. Sie liegen in den östlichen Kantonen Remich (mit den Hauptgemeinden Remich, Schengen und Wintrange) auf Schwemmlandböden und Grevenmacher mit vorwiegend Kalksteinböden. Klimatisch befinden sich die Weinbaugebiete am Nordrand des europäischen Weinbaus. Die Kalkböden sind vor allem ausgezeichnet für die Burgundersorten geeignet. Es dominiert mit rund 50% eindeutig der Müller-Thurgau (hier Rivaner) und mit 25% Elbling (hier Räifrench). Die weiteren Sorten sind Auxerrois, Riesling, Gewürztraminer, Pinot Blanc, Pinot Gris und Pinot Noir. Die kalten Temperaturen bewirken längere Reifezeiten und stark schwankende Erträge. Die hohen Ertragsgrenzen liegen bei 140 hl/ha für Rivaner und Elbling, sowie 120 hl/ha für die übrigen Sorten. Der säurebetonte Elbling wird hauptsächlich zu Schaumweinen bzw. Crémants verarbeitet.
Es gibt die umfassende Appellationsbezeichnung „Moselle Luxembourgeoise“ und für nach der Champagnermethode hergestellte Schaumweine „Crémant de Luxembourg“. Im Jahre 1935 wurde die „Marque Nationale des Vins Luxembourgeois“ eingeführt. Der Vermerk „Marque Nationale - Appellation Contrôlée“ garantiert die staatliche Kontrolle von Herkunft und Qualität eines Weines. Eine Berechtigung dafür gibt es anhand einer analytischen und sensorischen Prüfung nach einem 20-Punktesystem bei zumindest 12 Punkten. Mit 14 Punkten erreicht ein Wein die Kategorie „Vin classé“, mit 16 Punkten „Premier Cru“ und mit 18 Punkten „Grand Premier Cru“. Die auf Oechslegraden basierenden Kriterien für „Vendange Tardive“ (Spätlese), „Vin de Glace“ (Eiswein) und „Vin de Paille“ (Strohwein) wurden 2001 festgelegt. Bei den „Vins Barrique“ handelt es sich zumeist um Weine aus Chardonnay. Hauptsächlich werden sortenreine großteils Weißweine erzeugt, die Rebsorte ist neben Weinbaugemeinde und zumeist auch Lage auf dem Etikett vermerkt.
In nur 20 Jahren ist die Produzentenzahl von 1.200 auf unter 500 gesunken, da viele Kleinstgüter ihre Flächen verkauft haben. „Les Domaines de Vinsmoselle“ ist ein Zusammenschluss von sechs Winzergenossenschaften mit 450 Traubenlieferanten und 62% Produktionsanteil. Die 1966 in der „Organisation Professionnelle des Vignerons Indépendants (OPVI)“ organisierten 52 unabhängigen Winzer produzieren 22%. Mit dem Jahrgang 2007 wurde von sieben Winzern aus diesem Kreis die „Charta“ gegründet. Die Mitglieder verpflichten sich zu naturbelassener Weinproduktion mit strengen Regeln wie zum Beispiel Verzicht auf Anreichern, organische Düngung und maximal 60 hl/ha Ertrag. Die 1928 in der „Fédération des Producteurs Négociants“ organisierten Kellereien und Handelshäuser produzieren den Rest. Bekannte Produzenten sind Mathis Bastian, Claude Bentz, René Bentz, Bernard-Massard, Caves Gales, Alice Hartmann, Jean Ley-Schartz, Caves St-Remy-Desom, Clos des Rochers, Clos Mon Vieux Moulin, Château de Schengen, Aly Duhr et Fils, Pundel-Hoffeld, Pundel-Sibenaler, Henri Ruppert, Krier Frères, Paul Legill, Jean Schlink-Hoffeld, Schmit-Fohl, Schram & Fils, Schumacher-Knepper, Schumacher - Lethal & Fils, Steinmetz-Jungers, Stronck-Pinnel, Sunnen-Hoffmann und Thill.
Im Jahre 2007 betrug die luxemburgische Rebfläche 1.300 Hektar, von der 142.000 Hektoliter Wein produziert wurden. Die Luxemburger Weinberge erstrecken sich aufgeteilt in rund 100 Lagen in einer Breite von 300 bis 400 Metern über 40 Kilometer am Moselufer entlang von Schengen bis Wasserbillig. Sie liegen in den östlichen Kantonen Remich (mit den Hauptgemeinden Remich, Schengen und Wintrange) auf Schwemmlandböden und Grevenmacher mit vorwiegend Kalksteinböden. Klimatisch befinden sich die Weinbaugebiete am Nordrand des europäischen Weinbaus. Die Kalkböden sind vor allem ausgezeichnet für die Burgundersorten geeignet. Es dominiert mit rund 50% eindeutig der Müller-Thurgau (hier Rivaner) und mit 25% Elbling (hier Räifrench). Die weiteren Sorten sind Auxerrois, Riesling, Gewürztraminer, Pinot Blanc, Pinot Gris und Pinot Noir. Die kalten Temperaturen bewirken längere Reifezeiten und stark schwankende Erträge. Die hohen Ertragsgrenzen liegen bei 140 hl/ha für Rivaner und Elbling, sowie 120 hl/ha für die übrigen Sorten. Der säurebetonte Elbling wird hauptsächlich zu Schaumweinen bzw. Crémants verarbeitet.
Es gibt die umfassende Appellationsbezeichnung „Moselle Luxembourgeoise“ und für nach der Champagnermethode hergestellte Schaumweine „Crémant de Luxembourg“. Im Jahre 1935 wurde die „Marque Nationale des Vins Luxembourgeois“ eingeführt. Der Vermerk „Marque Nationale - Appellation Contrôlée“ garantiert die staatliche Kontrolle von Herkunft und Qualität eines Weines. Eine Berechtigung dafür gibt es anhand einer analytischen und sensorischen Prüfung nach einem 20-Punktesystem bei zumindest 12 Punkten. Mit 14 Punkten erreicht ein Wein die Kategorie „Vin classé“, mit 16 Punkten „Premier Cru“ und mit 18 Punkten „Grand Premier Cru“. Die auf Oechslegraden basierenden Kriterien für „Vendange Tardive“ (Spätlese), „Vin de Glace“ (Eiswein) und „Vin de Paille“ (Strohwein) wurden 2001 festgelegt. Bei den „Vins Barrique“ handelt es sich zumeist um Weine aus Chardonnay. Hauptsächlich werden sortenreine großteils Weißweine erzeugt, die Rebsorte ist neben Weinbaugemeinde und zumeist auch Lage auf dem Etikett vermerkt.
In nur 20 Jahren ist die Produzentenzahl von 1.200 auf unter 500 gesunken, da viele Kleinstgüter ihre Flächen verkauft haben. „Les Domaines de Vinsmoselle“ ist ein Zusammenschluss von sechs Winzergenossenschaften mit 450 Traubenlieferanten und 62% Produktionsanteil. Die 1966 in der „Organisation Professionnelle des Vignerons Indépendants (OPVI)“ organisierten 52 unabhängigen Winzer produzieren 22%. Mit dem Jahrgang 2007 wurde von sieben Winzern aus diesem Kreis die „Charta“ gegründet. Die Mitglieder verpflichten sich zu naturbelassener Weinproduktion mit strengen Regeln wie zum Beispiel Verzicht auf Anreichern, organische Düngung und maximal 60 hl/ha Ertrag. Die 1928 in der „Fédération des Producteurs Négociants“ organisierten Kellereien und Handelshäuser produzieren den Rest. Bekannte Produzenten sind Mathis Bastian, Claude Bentz, René Bentz, Bernard-Massard, Caves Gales, Alice Hartmann, Jean Ley-Schartz, Caves St-Remy-Desom, Clos des Rochers, Clos Mon Vieux Moulin, Château de Schengen, Aly Duhr et Fils, Pundel-Hoffeld, Pundel-Sibenaler, Henri Ruppert, Krier Frères, Paul Legill, Jean Schlink-Hoffeld, Schmit-Fohl, Schram & Fils, Schumacher-Knepper, Schumacher - Lethal & Fils, Steinmetz-Jungers, Stronck-Pinnel, Sunnen-Hoffmann und Thill.
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