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Nebbiolo gehört sicherlich zu den spannendsten roten Rebsorten überhaupt, auch wenn sie außerhalb des Piemont und des Valtellina kaum anzutreffen ist. Gerade im Piemont gibt es allerdings weit mehr Herkunftsbezeichnungen für auf Nebbiolo basierende Rotweine als nur die berühmten Barolo und Barbaresco. Aus deren Schatten zu treten, ist für viele nur schon deshalb schwer, weil ihre Anbauzonen oft winzig und die produzierten Mengen eher klein sind. Dabei sind die Qualitäten dieser überwiegend noch sehr traditionell produzierten Weine häufig beeindruckend und die Preise vergleichsweise moderat, ebenso wie beiden gebietsübergreifenden Appellationen, in denen auch die “kleineren” Weine der Barolo- und Barbaresco-Produzenten zu Hause sind. Insgesamt haben wir für dieses BEST OF rund 200 Weine probiert.
Seit einiger Zeit herrscht wieder ein angenehm frischer Wind in Südtirols tiefstem Süden. Gab es lange Zeit nur die Ochsenreiter-Brüder, die mit ihrer Wein- und Sektkellerei Haderburg Top-Qualitäten produzierten, sind nun einige neue Namen hinzugekommen, die einen Besuch lohnen. Vor allem für Weinfreunde, die an hoher Qualität aus biologischem bzw. biodynamischen Anbau interessiert sind. Branzoll und Leifers werden selten als eigenständige Weinbaugemeinden wahrgenommen. Das liegt sicherlich auch daran, dass es hier nicht viele selbstständige Weinbaubetriebe gibt, nämlich drei. Aber diese arbeiten auf sehr gutem und bei manchen Weinen auf Top-Niveau.
„Eine Weinmesse ist eine Weinmesse ist eine Weinmesse“ (und natürlich keine Rose, wie Gertrude Stein es einst formulierte). Es gibt sie zwar, auch die Weinmesse, in Hunderten von Variationen; doch im Wesen ist sie immer gleich: Da präsentieren sich Winzer, werden Weine verkostet, Gespräche geführt, ein buntes Publikum zieht vorbei, an den Ständen, den Slogans, den Objekten, die allein dazu da sind, Aufmerksamkeit zu erregen. Die Badische Weinmesse ist nur eine von ihnen, eine verhältnismäßig kleine, doch längst nicht die kleinste. „Probieren, Entdecken, Genießen, Vergleichen“, postuliert der Präsident des Badischen Weinbauverbands. Ein utopisches Ziel, angesichts der zwei Messetage, der vielen Besucher, der meist dicht belagerten Stände?
Hier ist man so richtig im Süden Südtirols. Neben Wein prägen Zypressen und mittlerweile auch immer mehr Olivenbäume das Landschaftsbild. Die Weine weisen aufgrund der Höhendifferenzen stark unterschiedliche Charakteristika auf. In den heißen tiefen Lagen wachsen kraftvolle Cabernet- und Merlot-Weine, in den hohen Lagen – Weinbau wird hier auf bis zu 1.000 Höhenmeter betrieben – Weißweine von außergewöhnlicher Rasse und Finesse.
Die östliche Talseite des Südtiroler Unterlandes bietet neben der Blauburgunder-Toplage Mazzon beste Lagrein-Lagen bei Auer und Neumarkt. Und jede Kellerei hat neben diesen beiden Spitzengewächsen noch das eine und das andere önologische Kleinod zu bieten. Gerade weil diese Talseite weintouristisch nicht so bekannt und erschlossen ist wie die andere Talseite mit den berühmten Weinorten Tramin und Kaltern, kann man hier sehr genussvolle Entdeckungen machen.
Die Grünen Veltliner des Weinviertels gehören zu den Weinen, die sich oft schon im Frühjahr nach der Lese mit großem Vergnügen trinken lassen. Man kann sich kaum bessere Tropfen für die ersten wirklich warmen Tage im Jahr vorstellen. Trotz ihrer frühen Zugänglichkeit sollte man sie jedoch nicht unterschätzen. Die besten von ihnen gehören mit ihrer feinsaftigen Frucht, ihrer typischen, ungemein animierenden Würze und ihrer Eleganz zu den wenigen Weinen, die unkomplizierten Trinkspaß bereiten, gleichzeitig aber auch höheren Ansprüchen gerecht werden und obendrein noch vielseitige Essensbegleiter abgeben. Dabei sind sie für die gebotene Qualität zumeist ausgesprochen preiswert. Einige der besten Beispiele aus unserer letzten Weinviertel-Verkostung haben wir für dieses Paket ausgewählt.
Süßweine kommen auch beim Weinliebhaber nur selten ins Glas und wenn, dann meist am Schluss einer üppigen Mahlzeit; wenn es darum geht, dem Käse standzuhalten oder dem „Bleu“ (Blauschimmelkäse) eine ideale Weinbegleitung zu geben. Dabei sind sie weltberühmt und werden hochgelobt, die Süßen: edelsüße Rieslinge, Eisweine, Sauternes, Monbazillac, Vin Santo, Recioto, Tokajer... bis hin zu den Portweinen und Sherrys. Dessertweine eben, sozusagen eine Nachspeise. Es sei denn – dies ist längst kein Geheimtipp mehr – man sucht den idealen Wein-Begleiter zu Foie Gras, zur Stopfleber. Doch wer will sich diese Delikatesse heute noch häufig leisten? Moralische und finanzielle Gründe sprechen dagegen. Und die weit verbreitete Meinung, zur süßen Nachspeise gehöre auch ein süßer Wein, ist als nützliche Legende längst entlarvt.
Mehr noch als andere Unterzonen des Weinlands Südtirol zeichnet sich das Unterland durch große Heterogenität aus: Tramin mit dem nach ihm benannten Wein, die steilen und bis auf 1.000 Meter hinauf reichenden Weinberge von Kurtatsch, die Blauburgunder-Toplagen in Mazzon und Montan, der Lagrein-Geheimtipp Auer auf der östlichen Talseite, die hochkarätigen Cabernet-Weine von Magreid sowie Kurtinig im äußersten Süden, wo mit die besten Pinot-Grigio-Weine Südtirols produziert werden. Wie überall in Südtirol arbeiten die Kellereien auf außerordentlich hohem, zum Teil auf Weltklasse-Niveau. Teil 1 der vierteiligen Reportage von Roland Brunner führt nach Tramin.
Das Weinviertel ist Österreichs größtes Weinbaugebiet. Es liegt im Nordosten des Landes im Bundesland Niederösterreich und grenzt nördlich an Tschechien und östlich an die Slowakei. Im Westen schließt sich das Waldviertel an, und im Süden liegen – von West nach Ost – die Weinbaugebiete Kamptal, Wagram, Wien und Carnuntum. Rund 13.350 Hektar sind im Weinviertel mit Reben bestockt, knapp die Hälfte davon mit Grünem Veltliner. Die weiße Traube kann damit als Vorzeigerebsorte des Gebiets gelten. Darüber hinaus werden vor allem Welschriesling, Müller-Thurgau, Riesling und Weißburgunder sowie Zweigelt, Portugieser und Blauburgunder angebaut.
Diesen Monat unter Anderem: "Das Nahetal genießen" - Armin Diel ist Winzer und Weinkenner. Der Journalist und Weinkritiker war lange Jahre Herausgeber des Gault Millau Weinguide Deutschland und weiß um die besondere Qualität der Naheweine ...
Mit einer neuen, jeweils zweitägigen Veranstaltungsreihe bringt Wein-Plus die erfolgreiche Idee der umfassenden Kommunikation zwischen Weinfreunden, Erzeugern und Händlern aus der digitalen Welt zurück ins echte Leben: Bei der Wein-Plus Convention in verschiedenen Großstädten Deutschlands können Weinfans, Interessierte und Kenner gute Weine erkunden, entdecken und sofort einkaufen. Auch für die Profis der Branche ist die Convention ein wichtiger Treffpunkt: Die begleitende Weinmarketing-Konferenz bietet ihnen spannende Vorträgen und Workshops. Erster Termin ist der 16. und 17. November 2013 in Frankfurt.
Der Titel ist eine Provokation, ich weiß es, doch er stimmt. Wer von den Weinen des Bordelais spricht, denkt an die zwei-, dreihundert Châteaux, die Bordeaux „zum Himmel des Weins“ (Mahagoni-Magazin) gemacht haben, wo „Weinkenner schnell ins Schwärmen geraten“ und – so ist zu befürchten – auch rasch den Verstand verlieren. Eine einzige Flasche Wein, die hundert, ja tausend und mehr Euro kostet, muss ja ein Göttertrunk sein. Das suggeriert die gängige Wirtschaftsordnung unserer Welt.
Die gute Nachricht gleich vorneweg: Die durchschnittliche Qualität des Chianti Classico war vermutlich noch nie so gut wie heute. Es verwundert nur ein wenig, dass die Weine dieser DOCG, die zu den ältesten klar definierten Herkunftsregionen überhaupt gehört, häufig so gar keine klare Linie, keine identitätsstiftenden Gemeinsamkeiten zu haben scheinen. Doch auch hier scheint der Trend langsam in eine andere Richtung zu gehen. Nachdem man schon vor einiger Zeit damit begonnen hat, den Einsatz von Neuholz selbst bei den Riserve deutlich zurückzunehmen, werden die Weine vieler Produzenten inzwischen immer feiner und eleganter und nähern sich damit wieder dem Bild des feingliedrigen und doch charaktervollen Essensbegleiters, das wir uns gerne von einem Chianti Classico machen. Insgesamt haben wir für dieses BEST OF rund 250 Weine probiert.
Im Süden von Wien erstreckt sich von Perchtoldsdorf bis etwas südlich von Wiener Neustadt das Weinbaugebiet Thermenregion, das zu Niederösterreich gehört. Es grenzt im Osten an die Weinbaugebiete Carnuntum und Neusiedlersee-Hügelland, im Westen an das Mostviertel. Das Gebiet entstand 1985 durch den Zusammenschluss der bis dahin eigenständigen Weinbaugebiete Gumpoldskirchen und Bad Vöslau; der Name Thermenregion verweist auf die schwefelhaltigen heißen Quellen von Baden.
Greve, Castellina, Panzano, Radda, Gaiole... Das Produktionsgebiet des Chianti Classico hat in den 1990er- und 2000er-Jahren einen weithin sichtbaren Wandel vollzogen. Der apart heruntergekommene, rurale Eindruck, den große Teile des umliegenden Chianti-Gebietes auch heute noch vermitteln, wandelte sich im Classico in knapp 20 Jahren zu einem Wohlstand ausstrahlenden, gepflegten Landschaftsbild. Nach modernen Erkenntnissen angelegte Weinberge, restaurierte Villen und Betriebsgebäude, Agriturismi, Pools und Sonnenschirme, Verkostungsräume, großartige Weinkeller statt im Freien stehendes, rostendes Landwirtschaftsgerät, heruntergekommene Gebäude, unverputztes Gemäuer, lückenhafte Weinberge mit drei Meter breiten Gassen und schiefen Pfählen. Das Classico ist definitiv ein anderes als vor 30 Jahren. Nun droht eine neue Revolution. Allerdings wird man das äußerlich nicht erkennen können. Abgesehen vielleicht von verlassenen Weinbergen und Olivenhainen hier und dort. Schnellen die Weinpreise nicht sehr bald in die Höhe, werden viele Weingüter im Chianti Classico in diesen Jahren den Besitzer wechseln. Die Situation in der zentralen Toskana ist dramatisch.
„Es gibt sehr wenige Weine, die ich nicht mag, und nur einen, von dem ich immer gesagt habe, dass ich ihn hasse.“ Dies schreibt Lettie Teaque auf der wöchentlichen Seite „Eating and Drinking“ im amerikanischen „Wall Street Journal“. Bis heute wagte ich es nicht, in aller Öffentlichkeit zu erklären, dass ich den Pinotage – ganz im Gegensatz zur amerikanischen Fachfrau – richtig gern habe, ja, liebe. Ich habe mich vor dem vernichtenden Urteil der Weinliebhaber gefürchtet: Banause. Bin ich wirklich ein Wein-Banause, nur weil ich den schlechten Ruf eines Weins nicht weiterplappere, ja, sogar gestehe, dass ich richtig Spaß habe an einem Wein, der nach „Sprühfarben und angebrannten Reifen“ duften soll und der nach Jancis Robinson (Oxford Weinlexikon) einen bananenähnlichen Geruch verströmt (flüchtige Ester)?
Die Rechtsanwältin Sarah Stein (Johanna Christine Gehlen) fühlt sich zu dem Winzer Peter (Michael Fitz) hingezogen, obwohl sie ihn eigentlich im Auftrag ihres Mandanten Siggi (Michael Lott) von seinem Hof vertreiben soll - 25. April 20:15 - rbb Fernsehen - Wohin der Weg mich führt
Das Weinbaugebiet Carnuntum dehnt sich südöstlich von Wien bis zur slowakischen Grenze aus. Die Rebfläche des Gebiets umfasst 910 Hektar und erstreckt sich südlich der Donau über drei Hügellandschaften: das Leithagebirge, das Arbesthaler Hügelland und die Hainburger Berge. Dabei sind die Weingärten weit im Gebiet verstreut. Im Carnuntum werden überwiegend Rotweine gekeltert.
Eigentlich ist alles klar: „Nur ein Getränk, das von Früchten der Weinrebe stammt, darf die Handelsbezeichnung Wein (ohne weitere Erklärung) tragen.“ Und doch gibt es viele spezielle Weine , die gemäß dieser Definition keine Weine sein dürfen und doch fast immer als „Wein“ bezeichnet werden. Für uns wohl am geläufigsten ist der Apfelwein, in China habe ich den Reiswein kennengelernt und jetzt in Kambodscha den Palmwein. Er ist sogar Kambodschas „inoffizielles“ Nationalgetränk und wird mit aller Selbstverständlichkeit als „Wein“ bezeichnet, Fruchtwein eben, um genau zu sein. In Vietnam – wo Reben wachsen – sind es vor allem die Maulbeeren, die in den Wein „geraten“. Und das steht in den meisten Fällen nicht einmal auf der Flasche oder nur im Kleingedruckten.
Die Weine der gebietsübergreifenden DOCG Chianti sowie der um das zentrale Chianti-Classico-Gebiet angeordneten Satellitenappellationen Rufina, Colli Aretini, Colli Senesi, Montespertoli, Colline Pisane, Montalbano und Colli Fiorentini (in etwa im Uhrzeigersinn von Nordosten bis Nordwesten und Norden; alle ebenfalls DOCG) sind ebenso vielseitig wie die verschiedenen Regionen, aus denen sie stammen. Auch die besten Weine dieser Zonen sind oft ausgesprochen preiswert. Wir haben großflächig eingeladen, Proben für dieses BEST OF einzureichen, rund hundert Betriebe sind unserer Einladung gefolgt. Deren beste Weine stellen wir hier vor.
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