Pinot Gris
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Pinot Gris
Die weiße Rebsorte ist eine Mutation des Pinot Noir (Blauburgunder) und zählt zur großen Familie der Burgundersorten. Spezialisten des Institutes INRA fanden 2004 heraus, dass die Mutation der Beerenfarbe nur in den Epidermiszellen der Beerenhaut nachweisbar ist, aber nicht im Fruchtfleisch. Aus dem Pinot Gris ist dann der Pinot Blanc mutiert.
Die vielen Synonyme bezeugen die weite Verbreitung der Rebe, benennen zum Teil aber auch verschiedene Spielarten. Das sind Affume, Anche Cendree, Arnaison Gris, Aserat, Auvergne Gris, Auvernas Gris, Auvernat Gris, Auxerrat, Auxerrois Gris, Baratszinszölö, Bayonner, Beurot, Biliboner, Borgogna Grigio, Burgundac Sivi, Burgundske Sede, Burgundske Sive, Burot, Casper, Champagner, Clävner Roth, Cordonnier Gris, Crvena Klevanjka, Drusen, Druser, Edelklevner, Faultraube, Fauvet, Fromenteau Gris, Fromentot, Grauburgunder, Graue, Graue Malvasier, Grauer Mönch, Grauer Riesling, Graue Savoyertraube, Graukläber, Grauklevner, Gris Commun, Gris Cordelier, Hamsas Szöllo, Hamuszölö, Kapuzinerkutten, Klevanjka, Klevanjka Crvena, Levraut, Malvoisie, Mauserl, Mausfarbe, Moreote Gris, Murys, Muscade, Musler, Noirin Gris, Ouche Cendrée, Petit Gris, Pineau Cendree, Pineau Gris, Pinot Beurot, Pinot Cendré, Pinot Franc Gris, Pinot Grigio, Pinot Seryi, Piros Kisburgundi, Pyzhik, Rauchler, Raulander, Rehfahl, Reilander, Rheingrau, Rheintraube, Rollander, Rolönder, Rolönder Drusen, Rouci Sedive, Ruhlandi, Ruländer, Ruländer Sivi, Rulundac, Ryjik, Ryzik, Sivi Pinot, Speyerer, Spinovy Hrozen, Strahler, Szürke Kisburgundi, Szürke Klevner, Szürkebarat, Tokay d’Alsace, Valais und Zeleznak.
Im Burgund wuchs die Rebe früher oft inmitten von Pinot Noir auf, von dem sie ohne die Trauben nicht unterschieden werden kann. In Niederösterreich und Westungarn wurde sie bereits im 13. Jahrhundert von Zisterzienser-Mönchen angebaut, woher sich auch der Name „Grauer Mönch“ ableitet. Diese standen in direkter Verbindung mit ihren Mutterklöstern im Burgund. In Südbaden wurde sie mit den Sorten Roter Traminer und Hanns (Hansen, Kleiner Veltliner) verwechselt (ID = A. Jung). Alle drei Sorten wurden bereits im Jahre 1639 unter dem Homonym Musler (Graue) bei Schaffhausen angebaut. Das Synonym Grauer Tokayer und die mährische Herkunft des Hanns und des Traminer könnten auf eine Herkunft aus Nordungarn oder Slowakei hinweisen. Ab dem Jahre 1711 wurde der Ruländer vom Kaufmann Johann Ruland (1683-1745) aus Speyer verbreitet, der sie aus aufgelassenen Weinbergen bei Speyer rettete und neu in den Verkehr brachte.
Die Beeren haben eine Farbe zwischen graubläulich bis rötlichbraun, nicht selten kommen alle Schattierungen auf einer einzigen Traube vor. Die Sorte erbringt einen duftigen, extraktreichen, aber eher säurearmen Wein mit Aromen nach Äpfeln, Mandeln und Honig. Im Jahre 2009 wurde sie in Österreich auf 222 Hektar und in Deutschland mit steigener Tendenz auf 4.517 Hektar Rebfläche angebaut. Weltweit beträgt der Bestand rund 15.000 Hektar. Die Sorte war Kreuzungspartner bei den Neuzüchtungen Columna, Deckrot, Freisamer, Hecker, Hölder, Johanniter, Merzling, Nosztori Rizling, Ruling und Schantlrebe.
Pinot Gris