Rhein
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Rhein
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Der Rhein und einige seiner Nebenflüsse besitzen besonders in Deutschland bezüglich Weinbau eine eminente Bedeutung. Denn an den zum Teil steilen Hängen dieser Flüsse liegt ein Großteil der deutschen Rebflächen in 10 (von 13) direkt angrenzenden oder in nächster Nähe liegenden deutschen Anbaugebieten. Die Bedeutung des Flusses unterstreicht auch die Tatsache, dass die bekannteste deutsche Rebsorte Riesling oft als Rheinriesling benannt wird. Der Rhein übt so wie alle Gewässer eine positive Wirkung auf den Weinbau aus bzw. schafft dafür die Voraussetzung durch die Bildung von Talhängen.
Der 1.233 Kilometer lange Strom entspringt im Kanton Graubünden in den Schweizer Alpen. Nach dem Zusammenfluss von Vorderrhein und Hinterrhein bei Tamins-Reichenau heißt er Alpenrhein und durchfließt den zweigeteilten Bodensee. Nach dem Durchfluss des Obersees heißt er im vier Kilometer langen Teilstück Seerhein, durchfließt den Untersee und heißt nach dem Austritt bei Stein am Rhein nun Hochrhein. Dieser bildet bis Basel die Grenze zwischen der Schweiz im Süden und Deutschland im Norden.
Der nun rund 350 Kilometer lange Abschnitt zwischen Basel am Dreiländereck und Bingen wird als Oberrhein bezeichnet. Das östlich vom Fluss liegende Anbaugebiet Franken wird vom gegenüber von Mainz in den Rhein mündenden Main in einer großen W-Form durchflossen. Östlich des Oberrheins erstreckt sich 300 Kilometer lang in der Oberrheinischen Tiefebene vom Bodensee bis Frankfurt am Main das Anbaugebiet Baden. Am bei Mannheim in den Rhein mündenden Neckar und seinen Nebenflüssen liegt der Großteil der Weinberge des östlich an Baden angrenzenden Anbaugebietes Württemberg.
Westlich des Rheinknies bei Wiesbaden liegt nördlich von Bingen bzw. des Rheins in Form eines schmalen Streifens das Anbaugebiet Rheingau. Genau darunter schließt westlich des Rheins das größte deutsche Anbaugebiet Rheinhessen an. Und südlich darunter liegt das Anbaugebiet Pfalz mit seinen östlichsten Weinbergen nahe dem Rhein. Am Rheinknie nach Bingen mündet die Nahe in den Rhein, die dem westlich an Rheinhessen angrenzenden Anbaugebiet den Namen gab. Die Nahemündung grenzt den Oberrhein vom Mittelrhein ab.
Der 130 Kilometer lange Abschnitt Mittelrhein erstreckt sich von Bingen und Rüdesheim am Rhein im Süden bis Bonn-Bad Godesberg im Norden. Bei Koblenz fließt die Mosel zu, die dem westlich vom Rhein liegenden Anbaugebiet den Namen gab. Nördlich davon liegt das ebenfalls nach einem Nebenfluss benannte Anbaugebiet Ahr. Weitgehend identisch mit der geographischen Region ist das kleine Weinbaugebiet Mittelrhein. Der letzte Abschnitt ab Bonn heißt nun Niederrhein (Niederrijn). An der niederländisch-deutschen Staatsgrenze beginnt mit der Rheinteilung das weitflächige Rhein-Maas-Delta (auch Rheindelta), das durch mehrere Flussteilungen bestimmt ist. Die fünf Arme münden in die Nordsee.
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