Roter Riesling
Glossar-Begriff
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Roter Riesling
Die rotbeerige weiße Rebsorte wird als Urform des weißbeerigen Riesling gesehen. Sie unterscheidet sich von diesem nur durch die rötliche Beerenfarbe, genetisch ist sonst kein Unterschied erkennbar. Man findet im roten Riesling häufig Mutationen zu weißen Beeren, aber nie umgekehrt. Also ist die rote Spielart höchstwahrscheinlich älter. Es handelt sich dabei um das gleiche Phänomen wie bei Pinot Noir, Blanc und Gris. Im Mittelalter standen roter und weißer Riesling häufig im Gemischten Satz im Weinberg. Die rote Variante geriet aber langsam in Vergessenheit. Es gibt aber nun wieder kleine Bestände in Deutschland und Österreich. Vom Weingut Dr. Corvers-Kauter (Rheingau) wurden im Jahre 2004 im Oestricher Klosterberg 850 Rebstöcke gepflanzt und daraus 2006 erstmals ein Wein gekeltert. Der Rebveredlungsbetrieb Antes in Heppenheim hat im April 2008 im „Heppenheimer Eckweg“ ein Hektar der alten Rebsorte gepflanzt. In der Zwischenzeit wird sie bereits von mehreren Betrieben angebaut. In Österreich wird Roter Riesling von den Weingütern Holzmann (Weinviertel) und Zahel (Wien) kultiviert. Die Sorte war Kreuzungspartner bei den Neuzüchtungen Aromriesling und Veritas. Rot(h)er Riesling ist übrigens auch ein altes Synonym für Roter Veltliner, Traminer (Roter Traminer) und Hanns.
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Red Riesling