Scheurebe
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Scheurebe
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Die weiße Rebsorte ist eine Neuzüchtung zwischen Riesling x Bukettrebe gemäß 2012 veröffentlichten DNA-Analysen. Der vom Züchter als Vatersorte angegebene Grüne Silvaner hat sich dabei als falsch herausgestellt. Auch Fachleute können irren, denn Scheu hatte 1935 bei einem Vortrag in Müncheberg behauptet, dass die Bukettrebe sich nicht als Kreuzungspartner bewährt hätte. Synonyme sind Alzey S. 88, Dr. Wagnerrebe, Scheu 88, S-88 und als zweiter Hauptname (in Österreich) Sämling 88. Sie wurde nach dem Züchter Georg Scheu (1879-1949) benannt, der sie im 1916 in der Landesanstalt für Rebenzüchtung in Alzey (Rheinhessen) kreierte. Der Sortenschutz wurde im Jahre 1956 erteilt. Neben dem Müller-Thurgau ist die Scheurebe eine der ältesten und erfolgreichsten deutschen Neuzüchtungen. Im Jahre 2009 belegte sie in Deutschland 1.655, in Österreich 398 Hektar Rebfläche. Die spät reifende, ertragreiche Rebe erbringt einen goldgelben Weißwein mit fruchtiger Säure und einem rieslingähnlichen, rassigen Geschmack mit einem Aroma an tropischen Früchten und schwarzen Johannisbeeren. Sie wird vorwiegend für höhere Prädikatsweine wie Beerenauslesen oder Trockenbeerenauslesen herangezogen.
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Scheurebe