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 Scuppernong

Scuppernong

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Suchwort: Scuppernong

Scuppernong

Die weiße Rebsorte stammt von Wildreben der amerikanischen Spezies Vitis rotundifolia ab. Der Ursprung geht auf die Mitte des 16. Jahrhundert zurück, als im Jahre 1562 von französischen Hugenotten in der Nähe von Jacksonville in Florida Weingärten angelegt, ein wilder Vorfahre dieser Rebe gepflanzt und diese dann nach und nach kultiviert wurde. Damals wurde die Sorte von den Siedlern einfach „Big White Grape“ genannt. Ab dem 17. Jahrhundert wurden Stecklinge um die kleine Stadt Scuppernong (mit einem gleichnamigen Fluss) im Bundesstaat North Carolina angepflanzt. Der Name Scuppernong leitet sich von „Ascupernung“ ab, was in der indianischen Algonquin-Sprache sinngemäß „Platz für den Ascopo“ (Lorbeerbaum) bedeutet. Um das Jahr 1800 wurde die Aussprache für Stadt und Fluss auf Scuppernong festgelegt und die Traube unter diesem Namen erstmals im Jahre 1811 in einem Zeitungs-Artikel erwähnt. Sie zählt unter anderem neben Catawba, Concord und Norton zu den wichtigsten historischen Sorten in den Vereinigten Staaten.

Der dritte US-Präsident Thomas Jefferson (1743-1826) beschrieb 1817 einen Wein wie folgt:„Scuppernong-Wein würde sich auf den besten Tafeln Europas durch sein feines Aroma und seine kristallene Klarheit auszeichnen. Unglücklicherweise ist das Aroma ganz unter Brandy verschüttet“. Zu dieser Zeit war es üblich, Wein zu spriten und das auch bereits vor der Gärung, sodass es sich in diesem Fall um einen mit Alkohol angereicherten Most handelte. Der ganz spezielle Geschmack des Weines wurde im 20. Jahrhundert von der Firma Paul Garett unter dem Markennamen „Virginia Dare“ (Virginia Herausforderung) vermarktet. Während der Prohibition (1920-1933) produzierte diese Firma einen „Scuppernong Cider“ (Traubenmost) aus dieser Sorte und konnte nach Ende des Alkohol-Verbotes als einziger Hersteller die Weinproduktion sofort wieder aufnehmen. Die Scuppernong ist heute in den südöstlichen und den Golf-Staaten der USA verbreitet. Besonders widerstandsfähig ist sie gegen die Rebstock-Krankheit Pierce Disease. Aus der Sorte werden süße, dunkelgoldene Weißweine mit einem sortentypischen Geschmack und Tafeltrauben produziert. Sie war Kreuzungspartner bei den Sorten Carlos und Magnolia.



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