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 Silberberg

Silberberg

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Suchwort: Silberberg

Silberberg

Der Ursprung der heutigen „Fachschule für Weinbau und Kellerwirtschaft und Weingut Silberberg“ in der Gemeinde Kogelberg nahe Leibnitz im Weinbaugebiet Südsteiermark (Österreich) liegt in einem Weingut. Der Name Silberberg stammt vom Grafen Heinrich von Silberberg aus Kärnten. Er ehelichte die Tochter des Grafen Polheim, welcher das Weingut Silberberg den jungen Eheleuten überschrieb. Im Jahre 1872 gelangte die Reblaus auch in die Steiermark und vernichtete dort große Weingarten-Flächen. Um geeignete Bekämpfungs-Methoden zu entwickeln, kaufte das Land Steiermark im Jahre 1895 das Weingut Silberberg und errichtete eine Schule für die Weinbauern der Region. Seit über hundert Jahren wird hier die Elite des steirischen Weinbaus ausgebildet.

Sie erhalten eine Ausbildung in zum Beispiel den Fächern Weinbau, Kellerwirtschaft, Grundlagen Landwirtschaft, Landtechnik, Marketing, Fremdsprachen, Wirtschaftskunde, Betriebswirtschaft, Buchführung, Buschenschankwesen, Steuerkunde und Rechtskunde. Es gibt mehrere Schulmodelle, welche ein Bildungsangebot sowohl für Schüler aus kleinen Nebenerwerbs-Betrieben als auch für zukünftige Manager aus großen Weingütern darstellen. Absolventen der Schule können in einer verkürzten Form die Matura in Klosterneuburg machen, oder nach drei Jahren Praxis und einigen Seminaren den Meistertitel in Weinbau und Kellerwirtschaft erlangen. Durch eine Kooperation mit der Weinakademie Österreich und dem Ländlichen Fortbildungsinstitut ist die Fachschule Silberberg auch zu einem Bildungshaus für Erwachsene in der Region geworden.

Im Jahre 1985 wurden die vier damals eigenständigen steirischen Landesgüter Silberberg, Kitzeck, Schlossberg und Remschnigg zum „Steiermärkischen Landesweingut Silberberg“ vereinigt und der heutige Weißweinkeller errichtet. Verantwortlich sind die Oenologen Ing. Reinhold Holler, Kellermeister Josef Kratzer und Weinbaumanager Johann Schwarz. Die Weingärten umfassen 26 Hektar Rebfläche. Eine Besonderheit sind zehn Hektar Kleinterrassen, die mittels einem hier entwickelten Steilhang-Bewirtschaftungsmodell bearbeitet werden. Der durchlässige Boden zieht die Rebwurzeln in die Tiefe, da Wasser rasch in den Unterboden abgeleitet wird. Zur Unterstützung der Junganlagen wurden auf einigen Terrassen künstliche Bewässerungsanlagen (Tröpfchenbewässerung) errichtet, die auch zur Qualitätssicherung in den heißen Sommermonaten Verwendung finden.

Es werden zu 80% die Weißweinsorten Welschriesling (24%), Sauvignon Blanc, Weißburgunder, Chardonnay (Morillon), Riesling, Müller-Thurgau (Rivaner), Muskateller und Traminer, sowie zu 20% die Rotweinsorten Zweigelt, Merlot und St. Laurent kultiviert. Die Vinifikation der Weine erfolgt im Tankkeller (Vergärung), Holzfasskeller (Weißweine) und Rotweinkeller. Die Weine werden in den drei Linien Klassikweine (ohne Holzton, Ausbau in Stahltanks oder in alten Holzfässern), Lagenweine aus den Lagen Annaberg, Steinbruch und Trebien (Vergärung bevorzugt in neuen, großen Holzfässern) und B.o.S. = Best of Silberberg (Ausbau in Barriques). Der Rotwein „Zweigelt Reserve“ wird aus den jeweils sechs besten Fässern ausgesuchter Jahrgänge nach frühestens 18 monatiger Holzfasslagerung cuvéetiert. Es werden auch flaschenvergorene Sekte, Edelkastanien (Maroni), Fruchtsäfte und Edelbrände (Trester, Obst) erzeugt. Im Jahre 1995 wurde ein 1,5 Kilometer langer Weinlehrpfad errichtet, der durch den Schulweingarten führt.
Informationen zu "Steiermärkisches Landesweingut Silberberg" im Wein-Plus Weinführer

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