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 Sonnenberg

Sonnenberg

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Suchwort: Sonnenberg

Sonnenberg

Neben Altenberg, Herrenberg, Kapellenberg, Kirchberg, Klosterberg und Rosenberg in der Gruppe der häufigsten Einzellagen-Bezeichnungen in Deutschland. Eine Einzellage Sonnenberg kommt in fast allen Anbaugebieten insgesamt 79-mal vor und ist damit der weitaus häufigste und beliebteste Name. In vielen weiteren Einzellagennamen ist „Sonne“ als Bestandteil enthalten. Das ist nicht verwunderlich, spielt doch eine möglichst optimale Sonneneinstrahlung während des Vegetationszyklus des Rebstocks eine wichtige Rolle.

Gemeinde Bad Sulza im Anbaugebiet Saale-Unstrut: Die nach Süden bis Südosten ausgerichteten Weinberge mit 20 bis 30% Hangneigung umfassen 24 Hektar Rebfläche. Die mittel- bis tiefgründigen und stellenweise skelettreichen Böden bestehen aus lehmigem Sand bis tonigem Lehm. Hier werden unter anderem die Sorten Riesling, Traminer, Muskateller, Müller-Thurgau, Cabernet Dorsa, Pinotin und Frühburgunder kultiviert. Einen Anteil an der Lage hat zum Beispiel das Weingut Thüringer Weingut Bad Sulza.

Gemeinde Bönnigheim (Bereich Württembergisch Unterland) im Anbaugebiet Württemberg: Die nach Südsüdwesten bis Nordosten ausgerichteten Weinberge mit 0 bis 40% Hangneigung umfassen 150 Hektar Rebfläche auf Gipskeuper- und Schilfsandsteinböden. Durch die Größe handelt es sich um eine sehr inhomogene Lage. Als hochwertiger Bereich gilt das von Süden bis Südosten ausgerichtete und windgeschützte Gewann „Steingrüben“. Einen Anteil an der Lage hat zum Beispiel das Weingut Dautel.

Gemeinde Eltville im Anbaugebiet Rheingau: Die nach Süden ausgerichteten Weinberge mit 10 bis 25% Hangneigung umfassen 78 Hektar Rebfläche auf tiefgründigen Löss- und Lösslehmböden. Die besten Parzellen befinden sich im Mittelstück. Hier wird hauptsächlich die Sorte Riesling kultiviert. Anteile an der Lage haben zum Beispiel die Weingüter Ernst Hans-Josef und Freiherr Langwerth von Simmern.

Gemeinde Ingelheim (Bereich Bingen) im Anbaugebiet Rheinhessen: Der nach Westen ausgerichtete flache Weinberg umfasst nur 0,4 Hektar Rebfläche auf Löss und sandigem Lehm. Hier wird Spätburgunder kultiviert. Die Lage ist im Alleinbesitz des Weingutes Neus.

Gemeinde Leinsweiler (Bereich Südliche Weinstraße) im Anbaugebiet Pfalz: Die nach Süden bis Südosten ausgerichteten Weinberge mit 5 bis 15% Steigung umfassen knapp 120 Hektar Rebfläche. Die stark wechselnden Böden bestehen aus Lehmen und Sanden, die in den oberen Hanglagen mit Muschelkalk und Gehängeschutt durchzogen sind. Anteile an der Lage haben z. B. die Weingüter Ackermann Frank, Leiner Bruno und Siegrist.

Gemeinde Neuenahr im Anbaugebiet Ahr: Die Lage wird in ihrer südlichen Ausrichtung durch mehrere kleinere Seitentäler aufgelockert; in diesen sind die Weinberge nach Osten, bzw. Westen ausgerichtet. Die 10 bis 45% steilen Weinberge umfassen 47 Hektar Rebfläche, davon sind aber nur 26 Hektar bestockt. Die Böden bestehen aus einem skelettreichen Konglomerat aus Grauwacke und Schiefer, das mit Gehängelehm, Lösslehm und Löss versetzt ist. Einige Terrassen sind denkmalgeschützt. Zu über 90% werden die Rotweinsorten Spätburgunder (zwei Drittel), Blauer Portugieser, Dornfelder, Frühburgunder, Domina und Regent, sowie auf dem Rest die Weißweinsorten Riesling, Weißburgunder, Grauburgunder, Kerner und Müller-Thurgau angebaut. Anteile haben zum Beispiel die Weingüter Adeneuer, Burggarten, Jean Stodden, Kreuzberg, Kriechel Peter, Lingen Peter, Meyer-Näkel, Nelles Thomas, Riske Erwin, Riske Reinhold und Weingut Sonnenberg.

Gemeinde Schweigen (Bereich Südliche Weinstraße) im Anbaugebiet Pfalz: Die sehr große Einzellage umfasst insgesamt 145 Hektar Rebfläche in 160 bis 280 Meter Seehöhe mit 10 bis 45% Steigung und besteht aus mehreren Teilen. Das Kernstück befindet sich unmittelbar an der französischen Grenze, einige Teile liegen im Elsass. Sie wurde früher auf Grund der „häufig wechselnden Nationalität“ zwischen Frankreich und Deutschland als „Wechsellage“ bezeichnet. Der nach Süden ausgerichtete Weinberg besteht aus tiefgründigen Kalksteinverwitterungsböden mit gutem Wasserspeicherungs-Vermögen. Hier wird vor allem Riesling angebaut. Der Bereich „Kammerberg“ war eine eigenständige Einzellage und wurde erst 1971 eingegliedert. Er befindet sich bereits auf französischem Boden. Im Mittelalter war er in Besitz des Klosters in Wissembourg. Der Wein wurde als „Kammerwein“ bezeichnet. Der nach Süden ausgerichtete Weinberg in 250 bis 260 Meter Seehöhe umfasst 2,5 Hektar Rebfläche und besteht aus Kalkmergel und Ton mit im Untergrund reinem Kalkstein. Er ist besonders für den angebauten Spätburgunder geeignet.

Der Bereich „Sankt Paul“ befindet sich ebenfalls in vollem Umfang auf französischem Boden im Elsass. Die Bezeichnung leitet sich von einem als „Sankt Paulin“ bezeichneten Außenposten des nahen Zisterzienserklosters Weißenburg ab. Der nach Süden ausgerichtete Weinberg mit felsigem Kalksteinboden mit geringer Erdauflage eignet sich sehr gut für den Spätburgunder. Der Name eines weiteren Bereiches „Rädling“ leitet sich höchstwahrscheinlich von „Rodung“ ab. Dieser nach Südosten ausgerichtete Weinberg in 180 bis 220 Meter Seehöhe mit bis zu 33% Steigung umfasst acht Hektar Rebfläche. Auf dem skelettreichen Kalkmergelboden mit Kalkfelsen im Untergrund werden vor allem Weißburgunder und Spätburgunder kultiviert. Anteile in verschiedenen Bereichen der Lage Sonnenberg haben zum Beispiel die Weingüter Becker Friedrich, Bernhart und Gnägy.

Die weiteren Gemeinden/Anbaugebiete mit einer Einzellage namens Sonnenberg: Alsheim, Alzey, Aspisheim (Rheinhessen), Bechtolsheim (Rheinhessen), Berghausen (Baden), Beutelsbach (Württemberg), Bockenheim/Weinstraße (Pfalz), Cochem (Mosel), Dalberg (Nahe), Dertingen (Baden), Ebernach (Mosel), Eichtersheim (Baden), Ellerstadt (Pfalz), Eschelbach (Baden), Essingen (Pfalz), Flein, Gemmingen, Geradstetten (Württemberg), Gönnheim (Pfalz), Großheringen (Saale-Unstrut), Guldental (Nahe), Gundelfingen (Baden), Gundheim, Guntersblum, Hackenheim (Rheinhessen), Heilbronn (Württemberg), Heimersheim (Rheinhessen), Hergenfeld (Nahe), Hohen-Sülzen (Rheinhessen), Ilbesheim (Pfalz), Irsch, Kanzem (Mosel), Kembach (Baden), Kindenheim (Pfalz), Kleinheppach (Württemberg), Marktbreit (Franken), Michelfeld (Baden), Mühlheim, Neuleiningen (Pfalz), Niedermennig (Mosel), Niederolm (Rheinhessen), Norheim, Nußbaum (Nahe), Oberotterbach, Obrigheim (Pfalz), Opfingen (Baden), Roxheim (Nahe), Ruwer, Schleich (Mosel), Schnait (Württemberg), Schöneberg (Nahe), Schwabenheim (Rheinhessen), Schwaigern (Württemberg), Sehl (Mosel), Sinzheim (Baden), Sommerloch (Nahe), Sonnendorf (Saale-Unstrut), Sprendlingen, Stein-Bockenheim (Rheinhessen), Stetten, Talheim (Württemberg), Trier (Mosel), Udenheim (Rheinhessen), Unkel (Mittelrhein), Untereisenheim (Franken), Varnhalt (Baden), Veldenz (Mosel), Vendersheim (Rheinhessen), Waldrach (Mosel), Weisenheim/Berg (Pfalz), Wildtal (Baden) und Wonsheim (Rheinhessen).

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