Tafelwein
Glossar-Begriff
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Suchwort: Tafelwein
Tafelwein
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Bezeichnung für die niedrigste Weinqualitätsstufe, die manchmal auch als eigene Kategorie mit den zwei Stufen Tischwein und Landwein gegliedert wird. In der Regel ist aber Landwein eine eigene Kategorie bzw. die nächsthöhere Qualitätsstufe. Die Bezeichnungen für die im deutschsprachigen Raum üblichen Namen Tafelwein und Landwein lauten Vin de table und Vin de pays in Frankreich, Epitrapezios Oinos und Topikos Oinos in Griechenland, Vino da tavola und IGT (Indicazione geografica tipica) in Italien, Vinho de mesa und VR (Vinho regional) in Portugal, sowie Vino de mesa und VdT (Vino de la Tierra) in Spanien.
Innerhalb der EU war ein Verschnitt von Tafelweinen aus allen EU-Staaten möglich, wobei die Angabe von Rebsorten oder Jahrgang prinzipiell nicht gestattet war. Das Anreichern zwecks Alkoholerhöhung, sowie eine Süßung waren erlaubt. Das Mostgewicht musste in Deutschland zumindest 50 °Oe (Baden) bzw. 44 °Oe andere Anbaugebiete), sowie in Österreich zumindest 10,7 °KMW betragen. In Deutschland gab es unterschiedliche Ertragsgrenzen zwischen 90 und 150 hl/ha, hingegen in Österreich keine.
Im August 2009 trat mit einer Übergangsfrist bis zum August 2011 eine umfangreich geänderte EU-Weinmarktordnung in Kraft, die unter anderem bei den Weinqualitätsstufen und Weinbezeichnungen gravierende weinrechtliche Änderungen brachte. Dabei wurde unter anderem die Bezeichnung „Tafelwein“ eliminiert und sinngemäß durch „Wein (ohne Sorten- und/oder Jahrgangsangabe)“ ersetzt. Siehe dazu detailliert unter Qualitätssystem.
Table wine