Tannat
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Tannat
Die rote Rebsorte stammt wahrscheinlich aus den französischen Pyrenäen. Synonyme sind Bordelais Noir, Bordeleza Belcha, Harriague, Madiran, Madiron, Mouston, Moustron, Moustrou, Tanat, Tannat Noir, Tannat Noir Femelle und Tanat Noir Male. Nach im Jahre 2007 veröffentlichten DNA-Analysen sind die Rebsorten Baroque, Manseng Noir und Tannat genetisch sehr eng verwandt. Ebenso besteht eine verwandtschaftliche Beziehung zur Sorte Claverie, sowie eine auffallende Ähnlichkeit zur Sorte Malbec. Die Rebe erbringt einen dunkelfarbigen, würzigen und tanninreichen Wein. Chemische Analysen haben extrem hohe Mengen an Resveratrol ergeben. Seit der Veröffentlichung der Forschungsergebnisse von Roger Corder in der Wissenschaftszeitschrift „Nature“ gilt der Tannat als „gesündester Rotwein überhaupt“. Der stark adstringierende Geschmack wird häufig durch Beigaben von Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc sowie langen Ausbau/Flaschenreifung gemildert.
Die Sorte ist vor allem als Hauptbestandteil des AC-Rotweines Madiran bekannt. Weiters ist sie auch in den AC-Weinen Béarn, Cahors, Côtes de Saint-Mont, Côtes du Brulhois, Irouléguy und Tursan zugelassen. In Südwest-Frankreich sind über 3.000 Hektar damit bepflanzt. Im 19. Jahrhundert wurde die Sorte von französischen Auswanderern in Uruguay und Argentinien eingeführt, wo sie nach einem spanischstämmigen Siedler namens Pascual Harriague (1819-1894) auch als Harriague bezeichnet wird. Weitere Bestände gibt es auch Australien, Brasilien, Bolivien, Italien (Sardinien), Kalifornien, Peru, Portugal und in der Schweiz. Es gibt auch eine hellbeerige Spielart namens Tannat Gris. Tannat Noir war Kreuzungspartner bei den Neuzüchtungen Achemoyeta, Artzebat und Ekigaïna.
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