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 Taxonomy

Taxonomie

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Suchwort: Taxonomie

Taxonomie

Bezeichnung (von grch. taxis = Ordnung, nomos = Gesetz) für die Einteilung in ein hierarchisches System. In der Biologie werden Lebewesen wie Tiere, Pflanzen und Viren entsprechend ihrer natürlichen Verwandtschaft hierarchisch in Gruppen (Taxa) eingeteilt und gegliedert. Der schwedische Arzt und Botaniker Carl von Linné (1707-1778) entwickelte die Grundlagen der modernen Taxonomie und führte den Begriff der „Art“ in die biologische Systematik ein. Im Jahre 1735 veröffentlichte er das Werk „Fundamenta Botanica“, in dem er erstmals ausführlich seine Ideen zur Umgestaltung der Grundlagen der Botanik darlegte. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „L.“. Linnes Klassifizierungs-System beinhaltete noch nicht alle heute üblichen Kategorien/Stufen. Diese werden aber nicht immer bei allen Pflanzen bzw. Tieren verwendet. Der jeweilige Gebrauch hängt einfach davon ab, wie komplex die jeweiligen Einheiten sind. Die in fachlichen Quellen zumeist erwähnten Hauptkategorien sind Familie-Gattung-Art. Jede Kategorie kann noch in „Unterstufen“ (sub) zerlegt werden (z. B. subspecies). Ebenso kann als letzte Unterstufe einer Hauptkategorie eine „Überstufe“ geschaffen werden, die dann über der nächstfolgenden Hauptkategorie steht (z. B. superdiviso).

Der Begriff Art oder Spezies (von lat. species) ist eine grundlegende Kategorie der biologischen Taxonomie und besitzt eine Schlüsselstellung. Eine allgemeingültige Begriffsdefinition jedoch bislang nicht gelungen. In der Biologie gibt es verschiedene Art-Konzepte, die zu sich überschneidenden, aber nicht identischen Klassifikationen führen. Die heute in der Biologie gebräuchlichen Konzepte folgen dem Primat der stammesgeschichtlichen Verwandtschaft: So bezeichnet der Begriff Art häufig eine Gruppe von Lebewesen, die so viele unverwechselbare morphologische (Gestalt und Form bzw. deren Veränderungen im Laufe der Entwicklung) bzw. physiologische (physikalische, biochemische und informationsverarbeitenden Funktionen) Merkmale gemeinsam haben, dass sie anhand der Kombination dieser Merkmale gegenüber jeder anderen Gruppe von Lebewesen als abgrenzbar gelten. Nach einer anderen Auffassung gehören jene Organismen und ihre direkten Nachkommen zu einer Art, die sich miteinander auf natürliche Weise unter Zeugung fruchtbarer Nachkommen fortpflanzen (können). Eine dritte Auffassung grenzt den Artbegriff auf Organismen ein, die sich eine ökologische Nische (funktionelle Rolle einer Art innerhalb eines Ökosystems) teilen (Quelle: WIKIPEDIA).

Fortpflanzungen bzw. Kreuzungen zwischen zwei verschiedenen Arten sind nicht prinzipiell möglich, sehr wohl aber zum Beispiel in den meisten Fällen bei den Weinreben. Diese so genannten interspezifischen Kreuzungsergebnisse werden dann im allgemeinen Sprachgebrauch als Hybriden bezeichnet, obwohl strenggenommen auch Kreuzungen innerhalb einer Art (intraspezifisch) Hybriden darstellen. In der Regel ist eine Kreuzung zwischen Spezies zweier verschiedener Gattungen nicht möglich, es gibt allerdings in der Natur auch Gattungshybriden. Das bedeutet, dass man bei der Zuordnung von Tieren oder Pflanzen zu den jeweiligen Stufen nicht in jedem Fall konsequent auf die Fortpflanzungsmöglichkeit Rücksicht genommen hat. In der Praxis gibt es mehrere Systeme, die sich speziell in der Zoologie und Botanik im Detail unterscheiden. Siehe das bei Pflanzen am häufigsten verwendete Taxonomiesystem unter Reben-Systematik.

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