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 Uruguay

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Empfohlene Erzeuger: 5
Verkostete Weine: 3
Alle empfohlenen Erzeuger in Uruguay

Die Anfänge des Weinbaus erfolgten hier später als in den anderen Ländern in Südamerika. Die ersten Weinstöcke wurden Mitte des 17. Jahrhunderts aus Spanien eingeführt. Ein kommerzieller Weinbau begann aber erst um 1870, als Einwanderer aus dem französischen Baskenland und Italien die ersten größeren Weinberge anlegten. Als einer der wichtigsten Pioniere gilt der Franzose Pascual Harriague (1819-1894), der in diesem Jahr in der Nähe von Salto im gleichnamigen Distrikt das Weingut „La Caballada“ gründete und die mitgebrachte rote Rebsorte Tannat auf rund 200 Hektar anpflanzte. Deshalb wird sie nach ihm hier auch Harriague genannt. Heute gibt es in Uruguay über hundertjährige Tannat-Reben. Zu 75% werden Rotweinsorten kultiviert, die wichtigsten sind Tannat (36%), Moscatel Hamburgo (16%), Merlot (10%), Cabernet Sauvignon (6%), Cabernet Franc (4%), Barbera, Nebbiolo, Syrah und Isabella. Die wichtigsten Weißweinsorten sind Ugni Blanc (8%), Chardonnay (7%), Sauvignon Blanc (6%), Viognier, Gewürztraminer, Pinot Gris, Chenin Blanc, Muscat Blanc, Riesling, Sémillon, Muscatel Ottonel und Torrontés.

Im Jahre 2007 umfasste die Rebfläche 9.300 Hektar auf zumeist lockeren Sand- und Lehmböden. Diese wurden zu 95% für die Weinproduktion mit 940.000 Hektoliter Wein genutzt. Nach Argentinien hat Uruguay mit 25 Liter jährlich den zweithöchsten Prokopfverbrauch an Wein in Südamerika. Auf den restlichen 5% der Rebfläche werden Tafeltrauben erzeugt. Rund 60% der Weinberge sind ganz im Süden des Landes am Mündungsgebiet des Rio de la Plata rund um die Hauptstadt Montevideo in den Distrikten Canelones, San José und Montevideo zu finden. Die restlichen 40% verteilen sich in Form von kleineren Inseln auf das ganze Land. Im Jahre 1992 wurden fünf einfach als südliche, südwestliche, mittlere, nordwestliche und nördliche Region bezeichnete Gebiete eingeführt. Das relativ feuchte, subtropische Klima wird von Atlantik beeinflusst und ist mit warmen Sommern und genügend Niederschlägen für den Weinbau sehr gut geeignet.

Das „Instituto Nacional de Vitivinicultura“ (INAVI) wurde im Jahre 1987 von Winzern als private Behörde gegründet, die sich um die Förderung und Kontrolle der Weinqualität bemüht. Die Weine werden in zwei Klassen eingeteilt. Zu 90% werden einfache, rosafarbene „VC“ (Vino Comun) gemischt aus Weißwein- und Rotweintrauben (zumeist Moscatel Hamburgo, Isabella, Torrontés) produziert, die in Ballonflaschen oder Tetra Pak abgefüllt werden. Nur 10% sind die Qualitätsweine „VCP“ (Vinos de Calidad Preferente), die aus Vitis-vinifera-Reben gekeltert sein müssen und nur in Flaschen mit 0,75 l oder weniger abgefüllt werden dürfen. Bekannte Produzenten sind Ariano, Beretta, Bouza, Bruzzone & Sciutto, Carrau (bekannteste Marken sind Castel Pujol, Cerro Chapeu, beteiligt sind Freixenet und Jacques Lurton), Castillo Viejo, Dante Irurtia, Leonardo Falcone, Viñedos y Bodega Filgueira, Juanicó (Joint Venture mit Château Pape-Clément), Marichal, Pisano, Pizzorno, Plaza Vidiella, Rincón de Carrasco, Los Cerros de San Juan (Joint Venture mit LVMH), Stagnari, Juan Toscanini e Hijos, Viña Varela Zarranz und Vinos de La Cruz.
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