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Statistik
Empfohlene Erzeuger: 5
Verkostete Weine: 10
Wichtigste Rebsorten
Viertgrößter Schweizer Kanton mit der Hauptstadt Lausanne in der französischen Schweiz. Er ist auch einer der sechs Schweizer Weinregionen; die Weinberge umfassen 3.882 Hektar Rebfläche. Die Anfänge des Weinbaus reichen bis auf die Römer zurück. Im Mittelalter leistete der Orden der Zisterzienser bedeutende Pionierarbeit, dessen Mönche den Großteil der noch heute bestehenden Weingärten in mühseliger Arbeit den Steilhängen abrangen. Seit dem Jahre 1995 gibt es ein AOC-System mit Grand-Cru-Lagen. Die Verwendung der Bezeichnung Grand Cru wird im gesamten Kantonsgebiet gestattet (toleriert), sofern es sich um Weine handelt, die aus im Rebkataster genannten Lagen stammen und Bezeichnungen wie Clos (abgeschlossener Rebberg), Château (Schloss), Domaine (Weinbau-Domäne) oder Abbaye (klösterliche Abtei) tragen. Der Kanton Waadt ist in vier Bereiche gegliedert - einer liegt im Drei-Seen-Land und drei am Genfersee (Lac Léman):
Bonvillars umfasst eigentlich drei Appellationen, da sind Bonvillars mit 195 Hektar (mit der wegen des Rechsstreites bekannt gewordenen Gemeinde Champagne), Côtes de l’Orbe mit 168 Hektar - beide am Neuenburgersee (Lac de Neuchâtel), sowie Vully am Murtensee (Lac de Morat) mit 50 Hektar. Sie werden aber zumeist gemeinsam unter Bonvillars oder selten auch als Nord-Vaudois (Nord-Waadt) bezeichnet, weil es sich um das nördlichste Anbaugebiet im Kanton Waadt handelt. Eine Besonderheit ist Vully, weil sich diese Appellation über die zwei Kantone Freiburg (107 ha) und Waadt (50 ha) erstreckt. Die Winzer von Vully verstehen sich aber als eine gemeinsame Weinregion, obwohl dazwischen eine Kantonsgrenze mit unterschiedlichen kantonalen weinrechtlichen Regelungen liegt. Der amtliche Schweizer Weinführer zählt aber nur Vully (auf ausdrücklichen Wunsch der Winzer) zum Drei-Seen-Land, jedoch Bonvillars und Côtes de l’Orbe zu Waadt.
Chablais mit 560 Hektar Rebfläche ist der Bereich nordöstlich des Genfersees und entlang des rechten Ufers der Rhône zwischen Martigny und Montreux bis an die Grenze des Kantons Wallis. Der Name leitet sich von Caput Laci (Ende des Sees) ab. Fünf Gemeinden haben AOC-Status und dürfen den Namen am Etikett tragen, dies sind Aigle (mit dem berühmten Weinbau-Museum Château d’Aigle), Bex, Ollon, Villeneuve und Yvorne.
Lavaux mit 830 Hektar Rebfläche ist das Gebiet zwischen Lausannne und Montreux am Ostufer des Genfersees. Es zählt zu den landschaftlich schönsten der Schweiz. Von den 23 Gemeinden habe neun AOC-Status mit zum Teil Grand-Cru-Lagen. Das sind Calamin (Grand Cru), Chardonne, Dézaley (Grand Cru), Epesses, Lutry, Montreux, Saint Saphorin, Vevey und Vilette. Hier gibt es steilwandige, vom See aufragende Felsterrassen. Die Weingärten auf extrem steilen Hängen bei Dézaley und um Saint Saphorin wurden von den Zisterziensern des Klosters Hautcrèt Palézieux bereits im 12. Jahrhundert angelegt. Mitte 2007 wurde Lauvax von der UNESCO als landschaftliches Weltkulturerbe deklariert.
La Côte ist mit über 1.900 Hektar der weitaus größte Bereich und erstreckt sich nordwestlich des Genfersees von Lausanne bis vor Genf. Auch hier legten die Zisterzienser-Mönche der drei Klöster Oujon, Romainmoêtier und Bonzmont Weingärten an. Der Bereich steuert insgesamt 40% der Wein-Produktion bei. Zwölf Gemeinden haben Grand-Cru-Status, dies sind Aubonne, Begnins, Bursinel, Côte de Vincy, Féchy, Luins, Mont-sur-Rolle, Morges (größter Bereich), Nyon, Perroy, Tartegnin und Vinzel.
Rund 70% der Rebfläche bedeckt die Chasselas (Gutedel), die hier auch Perlan genannt wird. Die Weine aus dieser Sorte werden Dorin oder für Spitzen-Produkte Terravin genannt. Die roten Sorten belegen rund ein Viertel, vor allem Pinot Noir (Blauburgunder) mit 15% und Gamay mit 12%. Diese werden häufig miteinander verschnitten. Der dem Dôle im Kanton Wallis entsprechende Marken-Rotwein wird hier Salvagnin genannt, die Sorten werden aber auch getrennt gekeltert. In kleinen Mengen (rund 3%) sind noch Auxerrois, Charmont, Diolinoir, Gamaret, Garanoir, Gewürztraminer, Merlot, Muscat Blanc, Pinot Blanc, Pinot Gris, Silvaner (hier Johannisberg), Plant Robert und Syrah vertreten.
Ein traditionelles Kulturerbe des Weinbaugebietes Waadt ist die 0,7-Literweinflasche. Das wichtigste Ereignis der Schweizer Weinwelt ist die „Fête des Vignerons“ in der Stadt Vevey am Nordufer des Genfer-Sees. Die Veranstaltung geht bis in das 17. Jahrhundert zurück, dabei feiern alle Winzer ihre Arbeit im Weinberg. Sie wird nur alle 25 Jahre abgehalten, die letzte war im August 1999, die nächste erfolgt zwischen 2021 und 2023. In der Nähe der Hauptstadt Nyon befindet sich am Genfer See die Forschungsanstalt für Pflanzenschutz Changins. Zu den bekanntesten Produzenten zählen Association Viticole d’Ollon, Association Viticole d’Yvorne, Badoux, Bolle, Bovard, Dubois Fils, Hammel, Les Frères Dubois, Massy, Obrist, Schenk, Société Vinicole de Bex, Testuz und Uvavins.
Bonvillars umfasst eigentlich drei Appellationen, da sind Bonvillars mit 195 Hektar (mit der wegen des Rechsstreites bekannt gewordenen Gemeinde Champagne), Côtes de l’Orbe mit 168 Hektar - beide am Neuenburgersee (Lac de Neuchâtel), sowie Vully am Murtensee (Lac de Morat) mit 50 Hektar. Sie werden aber zumeist gemeinsam unter Bonvillars oder selten auch als Nord-Vaudois (Nord-Waadt) bezeichnet, weil es sich um das nördlichste Anbaugebiet im Kanton Waadt handelt. Eine Besonderheit ist Vully, weil sich diese Appellation über die zwei Kantone Freiburg (107 ha) und Waadt (50 ha) erstreckt. Die Winzer von Vully verstehen sich aber als eine gemeinsame Weinregion, obwohl dazwischen eine Kantonsgrenze mit unterschiedlichen kantonalen weinrechtlichen Regelungen liegt. Der amtliche Schweizer Weinführer zählt aber nur Vully (auf ausdrücklichen Wunsch der Winzer) zum Drei-Seen-Land, jedoch Bonvillars und Côtes de l’Orbe zu Waadt.
Chablais mit 560 Hektar Rebfläche ist der Bereich nordöstlich des Genfersees und entlang des rechten Ufers der Rhône zwischen Martigny und Montreux bis an die Grenze des Kantons Wallis. Der Name leitet sich von Caput Laci (Ende des Sees) ab. Fünf Gemeinden haben AOC-Status und dürfen den Namen am Etikett tragen, dies sind Aigle (mit dem berühmten Weinbau-Museum Château d’Aigle), Bex, Ollon, Villeneuve und Yvorne.
Lavaux mit 830 Hektar Rebfläche ist das Gebiet zwischen Lausannne und Montreux am Ostufer des Genfersees. Es zählt zu den landschaftlich schönsten der Schweiz. Von den 23 Gemeinden habe neun AOC-Status mit zum Teil Grand-Cru-Lagen. Das sind Calamin (Grand Cru), Chardonne, Dézaley (Grand Cru), Epesses, Lutry, Montreux, Saint Saphorin, Vevey und Vilette. Hier gibt es steilwandige, vom See aufragende Felsterrassen. Die Weingärten auf extrem steilen Hängen bei Dézaley und um Saint Saphorin wurden von den Zisterziensern des Klosters Hautcrèt Palézieux bereits im 12. Jahrhundert angelegt. Mitte 2007 wurde Lauvax von der UNESCO als landschaftliches Weltkulturerbe deklariert.
La Côte ist mit über 1.900 Hektar der weitaus größte Bereich und erstreckt sich nordwestlich des Genfersees von Lausanne bis vor Genf. Auch hier legten die Zisterzienser-Mönche der drei Klöster Oujon, Romainmoêtier und Bonzmont Weingärten an. Der Bereich steuert insgesamt 40% der Wein-Produktion bei. Zwölf Gemeinden haben Grand-Cru-Status, dies sind Aubonne, Begnins, Bursinel, Côte de Vincy, Féchy, Luins, Mont-sur-Rolle, Morges (größter Bereich), Nyon, Perroy, Tartegnin und Vinzel.
Rund 70% der Rebfläche bedeckt die Chasselas (Gutedel), die hier auch Perlan genannt wird. Die Weine aus dieser Sorte werden Dorin oder für Spitzen-Produkte Terravin genannt. Die roten Sorten belegen rund ein Viertel, vor allem Pinot Noir (Blauburgunder) mit 15% und Gamay mit 12%. Diese werden häufig miteinander verschnitten. Der dem Dôle im Kanton Wallis entsprechende Marken-Rotwein wird hier Salvagnin genannt, die Sorten werden aber auch getrennt gekeltert. In kleinen Mengen (rund 3%) sind noch Auxerrois, Charmont, Diolinoir, Gamaret, Garanoir, Gewürztraminer, Merlot, Muscat Blanc, Pinot Blanc, Pinot Gris, Silvaner (hier Johannisberg), Plant Robert und Syrah vertreten.
Ein traditionelles Kulturerbe des Weinbaugebietes Waadt ist die 0,7-Literweinflasche. Das wichtigste Ereignis der Schweizer Weinwelt ist die „Fête des Vignerons“ in der Stadt Vevey am Nordufer des Genfer-Sees. Die Veranstaltung geht bis in das 17. Jahrhundert zurück, dabei feiern alle Winzer ihre Arbeit im Weinberg. Sie wird nur alle 25 Jahre abgehalten, die letzte war im August 1999, die nächste erfolgt zwischen 2021 und 2023. In der Nähe der Hauptstadt Nyon befindet sich am Genfer See die Forschungsanstalt für Pflanzenschutz Changins. Zu den bekanntesten Produzenten zählen Association Viticole d’Ollon, Association Viticole d’Yvorne, Badoux, Bolle, Bovard, Dubois Fils, Hammel, Les Frères Dubois, Massy, Obrist, Schenk, Société Vinicole de Bex, Testuz und Uvavins.