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 Wine production quantities

Wein-Produktionsmengen

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Suchwort: Wein-Produktionsmengen

Wein-Produktionsmengen

In rund 100 der 200 Länder der Erde wird Wein- bzw. zumindest Traubenanbau betrieben. Die Kriterien für die Eignung einer Region für den Weinbau sind unter Weinbauwürdigkeit angeführt. Die weltweite Mengenentwicklung zeigt im Zeitraum 1990 bis 2007 eine Reduktion von über eine Million Hektar bei den Rebflächen (11%), sowie von 40 Millionen Hektoliter Wein (13%). Ein weiteres Faktum ist ein ständiger Rückgang in Europa, sowie ein Zuwachs in allen anderen Erdteilen. Der Anteil von Europa ist in diesem Zeitraum bei der Rebfläche von 70% auf 59% (rund 11%), sowie bei der Weinproduktion von 78% auf 68% (rund 10%) gesunken. Einen großen Einflussfaktor auf die Weinproduktion hat natürlich das Wetter, das sich auf den Ertrag auswirkt. Die produzierte Weinmenge steht aber in direktem Zusammenhang mit der Ertragsfläche. Man unterscheidet zwischen der Ertragsfläche (von der Trauben geerntet werden), bestockter Rebfläche (inklusive noch nicht ertragsfähiger Fläche) und der Gesamtrebfläche (inklusive unbepflanzter Brache).

Nach wie vor gibt es das Problem einer weltweiten Überschussproduktion, das heißt, dass mehr Wein produziert, als konsumiert wird (rund 5 bis 10%). Innerhalb der EU gab es deshalb ab Anfang der 1990er-Jahre vorordnete Gegenmaßnahmen wie zum Beispiel Zwangsdestillation. Nach dem starken Wachstum bis Ende der 1970er Jahre waren die Rebflächen besonders in Europa bis 1997 rückläufig. Die Hauptgründe dafür waren ab Mitte der 1980er-Jahre das von Michail Gorbatschow (*1931) verordnete (letztlich erfolglose) Rodungsprogramm als Maßnahme gegen den Alkoholismus in der UdSSR, sowie die Rodungsprämien der EU, was sich besonders in Italien, Frankreich und Spanien mengenmäßig auswirkte. Zu diesem Zeitpunkt erreichten die Rebflächen weltweit mit 7,6 Millionen Hektar ihren tiefsten Stand seit 1950. Danach kam es 1998 bis 2002 zu einem Anstieg. Die Ergebnisse 2007 lassen darauf schließen, dass es nach diesen Jahren des Aufschwungs wieder zu einer Abnahme der weltweiten Rebflächen kommt. Auch die Globalisierung und der Klimawandel werden einen Einfluss auf Veränderungen ausüben.

In den folgenden Tabellen wird nicht zwischen produzierenden und nicht produzierenden Reben unterschieden, sondern die Mengen repräsentieren die mit Reben bestockten Flächen. Die Gesamtrebfläche der Welt im Jahre 2007 mit 77.923 km² entspricht in etwa der Größe Österreichs (83.856 km²) oder mehr als einem Fünftel Deutschlands (357.010 km²). Die Rebflächen in Hektar (kleiner Rest ist Ozeanien = Australien u. Neuseeland):
Jahr Welt Europa Afrika Asien Amerika
1990 8,813.000 6,109.600 =69,3% 380.200 =4,3% 1,383.100 =15,7% 876.100 =9,9%
2000 7,704.500 4,977.700 =64,6% 320.400 =4,2% 1,420.800 =18,4% 868.700 =11,3%
2007 7,792.300 4,563.000 =58,6% 393.900 =5,1% 1,649.300 =21,2% 981.900 =12,6%

Im OIV-Bulletin des Jahres 2007 werden die Highlights der Entwicklung wie folgt angeführt (stark gekürzt): In Afrika hält das seit 1997 verzeichnete Wachstum weiterhin an. In den USA stabilisieren sich die Rebflächen auf etwa 400.000 Hektar, während sie in Argentinien und Brasilien, sowie in geringerem Maße auch in Chile weiterhin anwachsen. In Asien ist ein bedeutender Anteil der Rebflächen für die Produktion von nicht zu Wein verarbeiteten Erzeugnissen bestimmt, insbesondere im Iran, in der Türkei und in Syrien. Hinsichtlich der asiatischen Rebflächen ist China weiterhin die treibende Kraft. In Australien und Neuseeland (Ozeanien) gibt es hingegen nur ein geringes Wachstum (Ende OIV-Bulletin).

Rund 85% der geernteten Weintrauben werden zur Weinbereitung genützt. Die restlichen 15% werden werden für die Produktion von Tafeltrauben und Rosinen, sowie Branntwein verwendet. Die Weinproduktion des Jahres 2007 mit 266 Millionen Hektolitern bzw. 26,6 Milliarden Litern entspricht 35,5 Milliarden Bouteillen zu 0,75 Liter Volumen oder einem Würfel mit knapp 300 Meter Seitenlänge (von 1981 bis 1985 waren dies im Durchschnitt mit rund 334 Millionen Hektoliter Wein noch um 25% mehr gewesen). Zu bemerken ist jedoch, dass nur rund die Hälfte tatsächlich in Flaschen, die andere Hälfte in andere Gebinde abgefüllt wird. Rund ein Drittel der Weinmenge wurde exportiert (siehe dazu unter Weinhandel). Die Wein-Produktionsmengen in Mio hl (Wein, Perlwein, Schaumwein):
Jahr Welt Europa Afrika Asien Amerika
1990 304,192 237,165 = 78,0% 9,259 = 3,0% 4,448 = 1,5% 48,595 = 16,0%
2000 272,557 199,000 = 73,0% 9,091 = 3,3% 11,703 = 4,3% 44,815 = 16,4%
2007 265,994 180,099 = 67,7% 11,236 = 4,2% 13,663 = 5,1% 49,901 = 18,8%

Eine Aufstellung der Länder gereiht nach der Rebfläche 2007 verdeutlicht, dass das Ranking nach der Weinproduktion zum Teil völlig anders ist. So liegt zum Beispiel die Türkei nur an 40. Stelle in der Produktion, aber an 4. Stelle nach der Rebfläche. Der Grund ist einfach, dass dort (auch auf Grund des Alkoholverbotes für gläubige Moslems) zu einem überwiegenden Teil Tafeltrauben oder Rosinen produziert werden. Das nach der Rebfläche einsam an der Spitze liegende Spanien besitzt die größte Rebfläche (mit der weltweit häufigsten Rebsorte Airén), belegt aber bei der Weinproduktion nur den 3. Rang.


Für folgende Länder gibt es wenige/keine Daten bez. Rebflächen und/oder Weinmengen, es existiert jedoch ein Stichwort: Äthiopien, Belgien, Bhutan, Dänemark, Ecuador, Estland, Finnland, Indonesien, Irland, Kap Verde, Kenia, Kuba, Laos, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Myanmar (Burma), Namibia, Nepal, Niederlande, Norwegen, Paraguay, Philippinen, Polen, Schweden, Sri Lanka, Taiwan, Uganda, Vietnam, Wales, Weißrussland und Zimbabwe. Siehe auch unter Afrika, Asien, Europa, Neue Welt, Südamerika und USA.

Siehe auch unter nördlichster Weinberg, südlichster Weinberg, höchstgelegener Weinberg, größte Weinregion/Rebfläche der Welt und kleinste Weingärten & Rebflächen.



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