Weinkauf
Glossar-Begriff
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Suchwort: Weinkauf
Weinkauf
Bezeichnung für die im Mittelalter übliche Gepflogenheit, durch Trunk oder Schmaus ein Kauf- oder Tauschgeschäft zu bestätigen. Der mittelhocheutsche Begriff „Winkouf“ ist 1218 dokumentarisch verbürgt. Wesentlich ist, dass dabei Zeugen unentgeltlich mitrinken. Der Hintergrund dabei war, dass sich die Zeugen an das abgeschlossene Geschäft erinnerten und bei eventuell späterer Anfechtung und Streitigkeiten bezeugen können sollten. Diese Gepflogenheit war vor allem beim Grundstückskauf und Viehhandel, aber auch bei Geschäften aller Art üblich. Im ländlichen Raum ist der Weinkauf auch heute noch üblich, zum Beispiel beim Viehhandel im Schwäbischen. In Bayern und Österreich gab es den gleichbedeutenden „Leikauf“ bzw. „Leitkauf“. Siehe diesbezüglich auch unter Leitgeben und Taverne, sowie auch unter Weinbauberufe und Brauchtümer.
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