• Deutsch |
  • Englisch (English)
Mitglied werden
Wenn Sie Wein wirklich lieben, laden wir Sie ein, Mitglied bei Wein-Plus zu werden. Genießen Sie eine Menge Vorteile in der Welt des Weines.
Anmelden
Angemeldet bleiben
Newsletter abonnieren

Erhalten Sie einmal im Monat die wichtigsten Neuigkeiten zum Thema Wein. Als Dankeschön senden wir Ihnen einen Gutschein von Vicampo über 30 Euro, der schon ab einem Einkaufswert von 90 Euro eingelöst werden kann.

Der Newsletter ist kostenlos. Ihre E-Mailadresse wird nicht an Dritte weitergegeben. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.
Neu bei Wein-Plus
Folgen Sie uns
Werbung (Info)
Diese Seite in einer anderen Sprache:

 How wines are best stored?

Wie werden Weine am besten gelagert?

Artikel auswählen:

Wie werden Weine am besten gelagert?

Die Lagerung zum Zwecke der Reifung ist für jeden Weinfreund ein wichtiges Thema.

Es ist notwendig, sich darüber Gedanken zu machen, weil es in der Regel unmöglich oder zumindest sehr teuer ist, Weine trinkfertig zu kaufen. Daher wird man Weine in der Regel relativ bald nach ihrer Abfüllung kaufen und selbst einlagern, bis die optimale Trinkreife erreicht ist. Ich rede hier also nicht von einer Lagerung über mehrere Wochen, sondern über Jahre oder Jahrzehnte.

 

Temperatur

Immer wieder wird in der Literatur und unter Weinfreunden über die optimale Lagertemperatur diskutiert. Diese ist jedoch meiner Überzeugung nach relativ unwichtig, solange ein Bereich von 8 Grad bis ca. 18 Grad eingehalten wird.

Temperaturschwankungen

Viel problematischer als die absolute Temperatur sind Temperaturschwankungen. Die Temperatur des Lagerraums sollte möglichst konstant sein.

Dabei ist zwischen Tag- und Nachtschwankungen und jahreszeitlichen Schwankungen zu unterscheiden. Erstere sollten nicht vorkommen oder sind zumindest sehr weitgehend zu minimieren. Jahreszeitliche Schwankungen sind in vernünftigem Maß (5 Grad oder auch mehr) durchaus akzeptabel.

Luftfeuchtigkeit

Mindestens genauso wichtig wie die Temperatur ist die Luftfeuchtigkeit. Eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit ist notwendig, damit die Korken elastisch bleiben und die Flasche langfristig zuverlässig verschließen. Die Luftfeuchtigkeit in normalen Neubaukellern oder Wohnungen reicht dazu nicht aus.

Erschütterungen

Die Weine sollten frei von Erschütterungen gelagert werden. Das ist ein Grund, warum z.B. ein konventioneller Kühlschrank nicht der optimale Lagerplatz ist.

Licht

Licht schadet dem Wein. Daher müssen Weinflaschen dunkel gelagert werden. Notfalls abdecken!

Was kann man machen, um diese Lagerbedingungen zu erreichen?

Wer das Glück hat, über einen alten Keller zu verfügen, der thermisch soweit von der Außenwelt abgeschirmt ist, dass zumindest die Tag- und Nachtschwankungen weitgehend abgehalten werden, hat Glück. Alte Keller sind in der Regel feucht, und das ist gut für den Wein.

Wer dieses Glück nicht hat, kann sich mit elektrischen Weinklimaschränken behelfen. Folgende Hersteller sind mir bekannt:

Diese Schränke sorgen für eine erschütterungsfreie Lagerung, ausreichende Luftfeuchte und eine stabile Temperatur. Wer sich allerdings mit dem Gedanken trägt, sich zur Lagerung seiner Weine einen Weinklimaschrank zuzulegen, sollte überlegen, wie viele Schränke man für 500 bis 1.500 Flaschen (das ist eine normale Größenordnung für einen Weinfreund) benötigt und mit welchen Investitionen und laufenden (Strom-)Kosten das verbunden ist. Eine bauliche Veränderung oder die Anmietung eines externen Kellers ist da oft die bessere Lösung.

Eine weitere Alternative ist die Klimatisierung eines kompletten Kellerraumes mit Kühlraumtüren oder auch Kühlzellen. Weitere Infos dazu gibt es z.B. von der Firma Günther.

Bereits das Verschließen des Kellerfensters mit Isoliermaterial oder notfalls die Dämmung von "warmen" Wänden können Temperaturschwankungen bedeutend vermindern. Die Luftfeuchtigkeit lässt sich z. B. durch feuchte Tücher oder einen Bottich mit nassen Hydrokultursteinen erhöhen.

Ein konventioneller Kühlschrank ist übrigens ungeeignet, weil dieser technisch bedingt zu viele Erschütterungen und regelmäßige Temperaturschwankungen hat. Beides ist auf Dauer schädlich für den Wein.

Zusätzliche Maßnahmen

Wem das nicht zu viel Aufwand ist, der kann eine zusätzliche Versiegelung der Flasche vornehmen, indem er den Kopf der Flasche mit Dokumenten-Siegellack überzieht. Damit ist der Verschluss dann gasdicht, und selbst bei alternden Korken etc. kann kein Luftaustausch stattfinden. Ein weiterer Vorteil: Diese Behandlung schützt auch vor der gefürchteten Korkmotte.

Stehend oder liegend?

Weinflaschen sollten liegend gelagert werden. Damit ist sichergestellt, dass der Korken von innen nass bleibt. Ich möchte allerdings auch nicht verschweigen, dass es mittlerweile Untersuchungen gibt, die bei ausreichender Luftfeuchtigkeit eine stehende Lagerung nahelegen. Ich selbst vertraue da aber eher auf die konservative Meinung.

Auch bei Champagner gehen die Meinungen auseinander. Häufig wird Champagner auch stehend gelagert, ebenso wie Sherry, Port und Madeira. Dies beruht darauf, dass Kohlensäure (bei Schaumweinen) bzw. hohe Alkoholgehalte den Korken schädigen könnten.

Utz Graafmann

Möchten Sie diese Information mit weiterführenden Links online lesen?
Dazu einfach auf www.Wein-Plus.eu oben links im Suchfeld den Infocode 3.17.4 eingeben.