Amarone della Valpolicella DOCG
sammlerfreak
Beiträge: 210
#1 23.05.2012 16:54
Getrunken:
Guerrieri Rizzardi: Villa Rizzardi 2007, Amarone della Valpolicella
Noch immer bin ich unterwegs auf der Suche nach dem „besten“ Amarone. Die Situation ist einfach: Meine Frau liebt den Amarone, ich hingegen ziehe ihm so manchen andere Weine vor. Für mich ist er zu wuchtig, zu dominierend, mitunter zu einsilbig-streng. Ich liebe das Spielerische im Wein, was beim Amarone oft verloren geht.
Da ich aber meiner Frau ab und zu eine besondere Freude bereiten möchte, suche ich noch immer den Amarone ihres Geschmacks. Dies ist nicht ganz einfach, sind doch die Vorlieben und Geschmäcker (bekanntlich) arg verschieden. Und es soll auch nicht immer nur der eine und selbe Amarone sein. Dies wäre doch zu langweilig und phantasielos.
Also hält mich der Amarone weiterhin auf Trab. Eines kann ich schon verraten: die teuersten Weine haben bisher das „Rennen“ nicht gemacht. Im Gegenteil. Sie sind allesamt ausgeschieden, mit dem lakonischen Kommentar meiner Frau: „nicht typisch!“ Himmel, was ist schon „typisch“? Vielleicht ist es der – in ihren Augen, respektive in ihrem Gaumen – bisher beste Amarone, er kommt aus der Villa Monteleone Raimondi, und scheint so etwas wie eine „Referenzgrösse“ zu sein. Am Preis kann es auch nicht liegen, denn ich suche ja nicht einen Alltagswein, sondern etwas Spezielles, für das man eher bereit ist, etwas mehr zu bezahlen.
Jetzt also ist der Amarone der Villa Rizzarddi an der Reihe. Um es vorweg zu nehmen: Preis um 55 Franken. Und? Er hat eine echte Chance, dem „typisch“ nahe zu kommen. Langsam beginne ich auch zu ahnen, was hinter diesem Allerweltswort steckt: Vielleicht das, was hinter der Wucht und Kraft eines Amarones noch vorhanden sein muss: Leichtigkeit, Frucht, Differenziertheit, Aromenvielfalt…
Es genügt nicht, einfach nur ein „Rubens“ zu sein, etwas Rembrandt, Vermeer oder was auch immer, muss das Geschmacksbild schon ergänzen. Vielleicht müsste man auch länger warten, bis man ihn trinkt, den Amarone. Mehr als fünf, mehr als zehn Jahre. Doch so lange kann ich nicht warten, bis ich meiner Frau die nächste Wein-Aufmerksamkeit schenken kann. Da wären wir beide nicht zufrieden!
Die Villa Rizzarddi ist zumindest ein Hoffnungsschimmer, auch wenn ich hier notiere: zu früh getrunken, zu lange im Holz gelegen, zu sehr sind die Zwischentöne immer noch zugedeckt, die Frucht gepresst. Die Suche geht also weiter.
Guerrieri Rizzardi: Villa Rizzardi 2007, Amarone della Valpolicella
Noch immer bin ich unterwegs auf der Suche nach dem „besten“ Amarone. Die Situation ist einfach: Meine Frau liebt den Amarone, ich hingegen ziehe ihm so manchen andere Weine vor. Für mich ist er zu wuchtig, zu dominierend, mitunter zu einsilbig-streng. Ich liebe das Spielerische im Wein, was beim Amarone oft verloren geht.
Da ich aber meiner Frau ab und zu eine besondere Freude bereiten möchte, suche ich noch immer den Amarone ihres Geschmacks. Dies ist nicht ganz einfach, sind doch die Vorlieben und Geschmäcker (bekanntlich) arg verschieden. Und es soll auch nicht immer nur der eine und selbe Amarone sein. Dies wäre doch zu langweilig und phantasielos.
Also hält mich der Amarone weiterhin auf Trab. Eines kann ich schon verraten: die teuersten Weine haben bisher das „Rennen“ nicht gemacht. Im Gegenteil. Sie sind allesamt ausgeschieden, mit dem lakonischen Kommentar meiner Frau: „nicht typisch!“ Himmel, was ist schon „typisch“? Vielleicht ist es der – in ihren Augen, respektive in ihrem Gaumen – bisher beste Amarone, er kommt aus der Villa Monteleone Raimondi, und scheint so etwas wie eine „Referenzgrösse“ zu sein. Am Preis kann es auch nicht liegen, denn ich suche ja nicht einen Alltagswein, sondern etwas Spezielles, für das man eher bereit ist, etwas mehr zu bezahlen.
Jetzt also ist der Amarone der Villa Rizzarddi an der Reihe. Um es vorweg zu nehmen: Preis um 55 Franken. Und? Er hat eine echte Chance, dem „typisch“ nahe zu kommen. Langsam beginne ich auch zu ahnen, was hinter diesem Allerweltswort steckt: Vielleicht das, was hinter der Wucht und Kraft eines Amarones noch vorhanden sein muss: Leichtigkeit, Frucht, Differenziertheit, Aromenvielfalt…
Es genügt nicht, einfach nur ein „Rubens“ zu sein, etwas Rembrandt, Vermeer oder was auch immer, muss das Geschmacksbild schon ergänzen. Vielleicht müsste man auch länger warten, bis man ihn trinkt, den Amarone. Mehr als fünf, mehr als zehn Jahre. Doch so lange kann ich nicht warten, bis ich meiner Frau die nächste Wein-Aufmerksamkeit schenken kann. Da wären wir beide nicht zufrieden!
Die Villa Rizzarddi ist zumindest ein Hoffnungsschimmer, auch wenn ich hier notiere: zu früh getrunken, zu lange im Holz gelegen, zu sehr sind die Zwischentöne immer noch zugedeckt, die Frucht gepresst. Die Suche geht also weiter.