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AW: Re: Discounter-Wein ueberlistet -

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Betreff: AW: Re: Discounter-Wein ueberlistet -

Datum: 2005-11-01 18:09:31
Absender:  Jürgen Steinmeyer



> igitt! Pfui Teufel und igitt

Hallo Gero
Da hier kein Zusammenhang zu Deiner Aussage
zu sehen ist, soll ich das wohl auf mein
Mail beziehen

> seine Aktion war nötig und richtig

Kein einziger von der Qualiprüfung betroffene
Erzeuger hält die Aktion des Herrn Schätzler
für richtig. In der Weinbranche wird dies
übereinstimmend verurteilt.
Es erstaunt, daß ein Laie und Außenstehender
sich darüber ein Urteil anmaßt.
Dazu sollte man das interne Arbeiten in der
Qualitätsweinprüfung und den sensorischen
Anspruch sowie die sensorischen Möglichkeiten
kennen.

> seine Unfähigkeit in seinem Job erreicht nicht
> im Mindesten die der Weinprüfer in Deutschland

Das ist anmaßend und für ca. 1000 Qualiprüfer -
die wegen ihrer guten Sensorik aus zigtausend Erzeugern
ausgewählt wurden;
die ständig weiter geschult werden (ein Großteil hat den
DLG-Prüferpaß, den hier die allerwenigsten erreichen würden);
die mit viel Engagement, Zeitopferung und Erfahrung
eine der schwersten Anforderungen im Wein meistern
und die Einstufungs- und Entscheidungsfindung sehr
ernst nehmen -
überaus beleidigend.

> Und da sollte ein Weinprüfer in eben diesem Land
> erst einmal eines tun. Kehren! Vor der eigenen Tür.
> Verstehen tut eure Urteile eh kein Mensch.

Das ist ein persönlicher Angriff.
Zurechtweisung, Mund verboten, Abqualifikation.
Dieser polemische Amoklauf ohne jegliche Insider-
kenntnisse hat keine konstruktive Aussage
Das muß ich mir in dieser typisch schnoddrigen Art
nicht gefallen lassen.

> Der Kampf geht weiter!

Ja, der Kampf eines Internetweinhändlers, präsent
zu sein und oftmals damit geworben zu haben.
Dazu gehört Glaubwürdigkeit, die man so verliert.

Da Du gegen meine Argumente ressistent bist, möchte ich
mich nun konstruktiv an das restliche Forum wenden:

Die Qualitätsweinprüfer sind nicht unfehlbar.
Aber sie verfügen über eine sensorische Fähigkeit,
die auch professionelle bewertende Weinkritiker
so nicht haben - die Fehlererkennung und aus regionaler
Kenntnis die Bewertungsumstände regionaler Weine.
Die Qualitätsweinprüfung könnte die Bewertung verschärfen.
Dies wäre aber der falsche Weg. Dazu muß man das konkurierende
vergleichbare Marktangebot vieler Auslandserzeuger gegen-
über stellen. Diese unterliegen keiner sensorischen Prüfung
und nehmen auch fehlerhaft die Marktlücke ein.
Ein wettbewerblicher Nachteil für die deutschen Erzeuger.
Die Qualitätsweinprüfung will auch kein Warentest
und mit der A.P.Nr. keine Kaufempfehlung sein, nur ein
Filter gegen fehlerhafte Weine. Daneben werden durch
Überwachung der Fertigungs- und Analysendaten ein
wichtiger Beitrag zur Weinüberwachung geleistet.

Über die hier begrenzten sensorischen Möglichkeiten und
Austauschbarkeit der Weine habe ich schon genug geschrieben.

Über eine Frage wurde überhaupt nicht diskutiert.
Darf jeder von außen ungestraft staatliche Vorgänge mit
vorsätzlich gefälschter Manipulation selbst kontrollieren.
Dafür gibt es externe amtliche Kontrollen.
Kann dann ein Rechtsstaat noch funktionieren?

Freundliche Grüße
Jürgen

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: weinforum_owner@apris.de [mailto:weinforum_owner@apris.de]Im
Auftrag von Gero Meier
Gesendet: Sonntag, 30. Oktober 2005 22:24
An: weinforum@wein-plus.de
Betreff: [weinforum] Re: Discounter-Wein ueberlistet - Rufmord erlaubt!



Jürgen, Forum,

igitt! Pfui Teufel und igitt! Wie schlecht
die Leistung dieses merkwürdigen Herrn als
Winzer auch sein mag - seine Aktion war nötig
und richtig, seine Unfähigkeit in seinem Job
erreicht nicht im Mindesten die der Weinprüfer
in Deutschland. Und da sollte ein Weinprüfer in
eben diesem Land erst einmal eines tun. Kehren!
Vor der eigenen Tür. Verstehen tut eure Urteile
eh kein Mensch. Jedenfalls nicht, wenn er sich
die Mühe macht, dem hinterherzuschmecken, was
aus vielen deutschen Weinflaschen rinnt - und
das dazugehörige Etikett zu lesen.

Der Kampf geht weiter!
Gero


>Hallo Knalli,
>es ist leider keine Ente.
>Der Angesprochene wird von seinen Mitbewerbern
>als ein Erzeuger von eher mäßiger Qualität beschrieben,
>der wohl öfter damit Probleme bei der Quali-Zulassung hatte.
>Diese Ablehnungen führten wohl zu Frustationen und dieser
>nicht nachvollziehbaren Handlung, die von allen !! dort
>abgelehnt wird.
>Seine Bedeutung liest sich auch im einzigen öffentlichen
>Eintrag - dem Telefonbuch - ab.
>Ich selber kenne nur bedeutsame Persönlichkeiten.
>
>Freundliche Grüße
>Jürgen
>


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www.wein-plus.de/karte/GeroMeier

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