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Mit Max Hendlmeier im Piemont

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Betreff: Mit Max Hendlmeier im Piemont

Datum: 2011-11-01 14:00:09
Absender:  "Bernd Handschuh"




Es war wieder mal soweit, eine Weinreise mit Max und vielen
Gleichgesinnten ins Piemont stand an. Es war mittlerweile meine siebte
Reise mit Weintalk. Das Schöne an diesen Weinreisen ist, dass man
fast alle Teilnehmer aus anderen Reisen kennt, und die diesmal neu
hinzugekommenen fügten sich nahtlos in unsere Gemeinschaft
Weinverrückter ein. Dass bei Max die Organisation gut klappt ist ja
bekannt.
Wir besuchten in dieser Woche zehn Weingüter, also keine Hetzerei
und viel Zeit zum Probieren. Die Auswahl der Betriebe war sehr gut;
eine Mischung aus arrivierten Platzhirschen (Prunotto, Albino Rocca,
Antoniolo), jungen Wilden (Bocchino, Grimaldi), etablierten Gütern
(Ballarin, Sottimano), Seiteneinsteigern (Le Piane, Boca) und
unbekannten Betrieben (Montalbera, La Colombera). Ich selbst hatte
bisher nur von der Hälfte der Güter Weine in meinem Keller. Es
fehlte im Grunde nur ein richtiger Traditionalist, wie Bruno Giacosa
oder Rinaldi; aber die lassen wahrscheinlich keine 20 Personen in
ihren Keller.
Der Empfang, die Führungen und die Verkostungen waren auf allen
besuchten Gütern herzlich, informativ und ausführlich. Ein Manko
bleibt auf solchen Reisen, was natürlich besonders auf Barolo und
Barbaresco zutrifft, die verkosteten Weine sind meistens zu jung.
Es wäre viel zu umfangreich über alle verkosteten Weine etwas zu
schreiben, Notizen habe ich mir diesmal nicht gemacht; es sollte ja
eine Genussreise sein. Aber ein paar Highlights bleiben doch in
Erinnerung (Barolo La Serra, Bocchino; Barolo Le Coste, Grimaldi;
Barbaresco Brich Ronchi Riserva, Albino Rocca; Boca, Le Piane;
Gattinara Osso S. Grato, Antoniolo). Und ein paar ungewöhnliche
Rebsorten bleiben auch im Gedächtnis (Timorasso, La Colombera;
Albarossa, Prunotto; Ruché, Montalbera, Croatina, Le Piane und La
Colombera). Sogar einen etwas gereiften Riesling (2006) konnten wir im
Wein gut Bocchino verkosten. Peter wo bleibt hier deine
Verkostungsnotiz ?
Gereifte Weine gab es dann ab und zu bei den abendlichen
Restaurantbesuchen, obwohl auch hier die Auswahl an älteren Weinen
oft nicht sehr groß war. Hier bleiben in Erinnerung (Dolcetto
Barturot, CaViola; Pomorosso, Coppo; Spumante Brut Rosé, Bellavista;
Barolo Dagromis, Gaja; Pin, La Spinetta; Nebbiolo Sito Moresco, Gaja).
Als Restauranttipps kann man nennen: für Alba: Aldente, Osteria
dell’Arco (Slow Food), La Morra: L’Osteria del Vignaiolo, Asti:
Osteria del Palio, Gattinara: Il Vigneto.
Da viele Bordeauxfreunde mit auf der Reise waren, und Peter,
Max-Georg und Jürgen ohne Bordeaux nicht leben können ;-), gab es am
vorletzten Abend noch im kleinen Kreis eine spontane Verkostung der
mitgebrachten Flaschen (hauptsächlich Magnums). Ein 82er Ch.
Labégorce-Zedé und ein 99er Pomerol (Peter wie hieß nochmal das
Chateau - Clos Eglise ?) sind mir in Erinnerung geblieben. Ein 86er
Ch. Gruaud-Larose hatte leider Kork. Vielen Dank an Max-Georg, Jürgen
und Peter. Für Max-Georg und Claudi hoffen wir, dass sie am Sonntag
erfolgreich bei der Trüffeljagd waren. Diese Jahr sind die weißen
Trüffel mit ca. 5000