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NEWS: Paris: OIV sieht positive Entwicklung


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Betreff: NEWS: Paris: OIV sieht positive Entwicklung

Datum: 2012-03-23 17:39:32
Absender:  noreply@wein-plus.de




Die Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV) hat ihren Weltkonjunkturbericht veröffentlicht. ?Angesichts der Daten dürfte das Schlimmste hinter uns liegen, und die Welt-Weinwirtschaft scheint wieder wachstumsfähig zu sein, auch wenn die vorsichtigen positiven Anzeichen nicht sofort wirksam werden?, sagte OIV-Generaldirektor Federico Castellucci auf einer Pressekonferenz am 22. März in Paris. Während die Weinproduktion 2011 weltweit weiterhin als schwach einzustufen war, stieg der globale Weinkonsum leicht an, und der Handel entwickelte sich noch schneller als der Verbrauch.

Nach Schätzung der OIV ist die weltweite Weinanbaufläche im vergangenen Jahr um 1,2 Prozent auf rund 7,5 Millionen Hektar gesunken. Dabei betrug die Rebfläche der Europäischen Union (EU) rund 3,5 Millionen Hektar, was einer Verringerung von 2,5 Prozent gegenüber 2010 entspricht. Die größten Flächenanteile verloren Spanien, Italien, Frankreich, Ungarn und Portugal sowie Bulgarien und Griechenland. In Deutschland und Österreich blieb die Anbaufläche nahezu stabil, ebenso wie insgesamt außerhalb der EU. Hier verzeichneten Australien, Chile und China eine Flächenzunahme, während in der Türkei und in Südafrika die Rebfläche abnahm.

Die Weinproduktion in der EU lag mit 156,9 Millionen Hektolitern erneut unter dem letzten Fünfjahresdurchschnitts von 163,7 Millionen Hektolitern. Der stärkste Rückgang war in Italien zu verzeichnen, gefolgt von Portugal und Spanien. Frankreich und Rumänien konnten ihre Produktionsmengen steigern, und in Deutschland und Österreich wurde 2011 laut OIV ?wieder ein normales Produktionsniveau erreicht?. In den Ländern der südlichen Hemisphäre, den USA und der Schweiz betrug die Produktion zusammengenommen 72,4 Millionen Hektoliter und zeigte sich somit gegenübe r 2010 stabil. Südamerika, besonders Chile, stellte dabei die größten Mengen, und auch Südafrika verzeichnete einen leichten Anstieg, während die Produktion in Australien weiterhin sank; Neuseeland erzielte dagegen sogar einen Mengenrekord.

Der weltweite Weinkonsum belief sich nach OIV-Angaben 2011 auf 241,9 Millionen Hektoliter, was eine Steigerung gegenüber 2010 von 0,7 Prozent bedeutet. In den bedeutenden Verbraucherländern der EU ging der Konsum jedoch von 122,5 auf 121,9 Millionen Hektoliter zurück.

Der Weltmarkt, definiert als die Summe der Ausfuhren aller Weinbauländer, wuchs 2011 um 7,9 Prozent auf 103,5 Millionen Hektoliter. Die OIV sieht ?die Belebung des Welthandels, die sich zwischen 2009 und 2010 abzeichnete, [...] somit bestätigt?. Export-Spitzenreiter in der EU blieb Italien vor Spanien, Frankreich, Deutschland und Portugal. Das stärkste Wachstum verzeichnete Spanien, und auch die portugiesischen Ausfuhren stiegen im Vergleich zum Weltmarkt überproportional. Frankreich, Deutschland und die USA konnten für ihre Exporte ebenfalls positive, aber langsamere Entwicklungen als auf dem Weltmarkt verbuchen. (CS/Pressemitteilung)

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