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Re: Beanstandung (war: Cornelissen)

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Betreff: Re: Beanstandung (war: Cornelissen)

Datum: 2006-03-01 15:59:16
Absender:  "Bernd Handschuh"




Hallo Werner,

der Wein, den wir am Samstag in Köln verkostet haben, stammt aus der
gleichen Quelle wie Eure Weine, von der Weinhandlung Travigne aus
Kaarst. Daran kann es also nicht liegen.

Gruß
Bernd


>
>Hallo Jürgen,
>
>zunächst einmal freue ich mich, dass du dir die Zeit genommen hast,
>um den "Mongibello 1" einmal persönlich unter die Lupe zu nehmen.
>
>Inzwischen glaube ich allerdings, dass es hier bezüglich des
>Flaschenzustands wohl doch einige Diskrepanzen geben muss.
>Flüchtige
>Säure oder Acetaldehyd haben wir definitiv nicht gerochen. Das
>liegt
>nicht an der "Gruppendynamik", die du uns unterstellst, sondern
>vielmehr daran, dass beides in unserer Flasche nicht in
>signifikanter
>Ausprägung vorhanden war.
>
>Du erwähntest, dass deine Flasche aus Belgien stammte. Vermutlich
>von
>dem gleichen Händler, über dessen Mischkalkulation neulich an
>dieser
>Stelle bereits die Rede war? Da der in Köln verkostete Wein wohl
>auch
>aus dieser Quelle stammt (ich nehme an, Bernd Handschuh, der uns
>auf
>den belgischen Händler aufmerksam machte, hat den Wein dort auch
>bezogen), stellt sich mir die Frage, ob die belgischen Flaschen
>nicht
>tatsächlich schwächer sind.
>
>Aufgrund der Vinfikation sind "Mongibello 1" und "Magma 1"
>gegenüber
>Temperaturschwankungen auf der Flasche wohl nicht so stabil, wie
>man
>dies von Weinen kennt, die wir sonst gewohnt sind. Unsere Händlerin
>in Kaarst hat bewusst mit dem Transport gewartet, bis es kühler
>wurde
>- was aufgrund des milden Herbsts eine Verzögerung der Lieferung
>bis
>in den November hinein zur Folge hatte - und die Weine in gekühlten
>Lkw transportieren lassen. Sie hat diesen Aufwand bestimmt nicht
>betrieben, weil sie Spaß daran hat, den Speditionen das Geld in den
>Rachen zu werfen.
>
>Ich werde jedenfalls in den nächsten Tagen eine weitere Flasche
>"Mongibello 1" öffnen und mich dann noch einmal in Ruhe mit dem
>Wein
>auseinandersetzen.
>
>Viele Grüße
>Werner
>
>
>
>>Hallo Forum,
>>endlich durfte ich den Mongibello verkosten.
>>Trotz der Forumsabstinenz, die ich mir auf Grund
>>der Vorkommnisse im Unmodweinforum (ich habe
>>Persönlichkeitsdefizite, neige zu Ausfällen,
>>meine Mails werden von mal zu mal schlechter)
>>verordnet habe, möchte ich doch meine eigenen
>>und die Verkostungseindrücke der Mitverkoster
>>einmalig schildern.
>>
>>Besorgt wurde der Wein von einem belgischen Kommilitonen,
>>verkostet vorige Woche im Rheingau von
>>10 berufsmäßigen Sensorikern blind in einer Reihe
>>internationaler Weine mit schriftlichen Aufzeichnungen.
>>Eine zweite Flasche sollte in Geisenheim analysiert werden.
>>Das sensorische Ergebnis war in den wichtigsten
>>Aussagepunkten identisch:
>>Hochfarbig trüb, deutlich flüchtige Säure, Acetaldehyd
>>und überhöht Milchsäure, im Hintergrund verwaschene Aromen
>>nach gekochten Him- und Erdbeeren, im Geschmack etwas
>>Mineralik, unangenehme Sauerkrautaromatik eines
>>verschleppten BSA