Re: Beanstandung (war: Cornelissen)
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Betreff: Re: Beanstandung (war: Cornelissen)
Datum: 2006-03-01 22:04:06Absender: "Hanke Kunststofftechnik GmbH"
genauso ist es !!!
----- Original Message -----
From: "Uwe Bende" <uwe.bende@gmx.net>
To: <weinforum@wein-plus.de>
Sent: Wednesday, March 01, 2006 6:29 PM
Subject: [weinforum] Re: Beanstandung (war: Cornelissen)
> <Werner Elflein schrieb:
> <dann ist mir nicht erklärbar, wieso es zu solchen Unterschieden
> <kommen kann.
>
>
> Hallo Werner,
>
> diese Unterschiede hattet ihr offensichtlich doch schon am Tag Eurer
> Probe aus der selben Flasche.
>
> Wenn ich es richtig gelesen habe hat Alexander Prangenberg seine
> Wahrnehmung zum Cornelissen durchaus ähnlich denen von Dominik
> beschrieben. Einige bei Euch am Tisch haben den Wein hingegen ähnlich
> gelobt wie Du. Was ist da also nicht zu verstehen???
>
> Offensichtlich hat sich die Flasche der Kölner genauso präsentiert wie
> die Eure, nur haben dort am Tisch die gefehlt, die sich entsprechend
> darüber begeistern konnten.
>
> Das scheint mir bei allem hin und her die Quintessenz.
>
> Gruß aus dem Ruhrgebiet
>
> Uwe
>
> -----Ursprüngliche Nachricht-----
> Von: unmodweinforum_owner@apris.de
> [mailto:unmodweinforum_owner@apris.de] Im Auftrag von Werner Elflein
> Gesendet: Mittwoch, 1. März 2006 17:33
> An: weinforum@Wein-Plus.de
> Betreff: [unmodweinforum] Re: Beanstandung (war: Cornelissen)
>
>
> Hallo Bernd,
>
> dann ist mir nicht erklärbar, wieso es zu solchen Unterschieden
> kommen kann. Ich werde, sobald meine "Umbaumaßnahme" im Keller
> beendet ist und ich wieder an die Flaschen komme, mir mal eine zweite
> Flasche vornehmen.
>
> Viele Grüße
> Werner
>
>
>
>>Hallo Werner,
>>
>>der Wein, den wir am Samstag in Köln verkostet haben, stammt aus
>>der
>>gleichen Quelle wie Eure Weine, von der Weinhandlung Travigne aus
>>Kaarst. Daran kann es also nicht liegen.
>>
>>Gruß
>>Bernd
>>
>>
>>>
>>>Hallo Jürgen,
>>>
>>>zunächst einmal freue ich mich, dass du dir die Zeit genommen
>>hast,
>>>um den "Mongibello 1" einmal persönlich unter die Lupe zu nehmen.
>>>
>>>Inzwischen glaube ich allerdings, dass es hier bezüglich des
>>>Flaschenzustands wohl doch einige Diskrepanzen geben muss.
>>>Flüchtige
>>>Säure oder Acetaldehyd haben wir definitiv nicht gerochen. Das
>>>liegt
>>>nicht an der "Gruppendynamik", die du uns unterstellst, sondern
>>>vielmehr daran, dass beides in unserer Flasche nicht in
>>>signifikanter
>>>Ausprägung vorhanden war.
>>>
>>>Du erwähntest, dass deine Flasche aus Belgien stammte. Vermutlich
>>>von
>>>dem gleichen Händler, über dessen Mischkalkulation neulich an
>>>dieser
>>>Stelle bereits die Rede war? Da der in Köln verkostete Wein wohl
>>>auch
>>>aus dieser Quelle stammt (ich nehme an, Bernd Handschuh, der uns
>>>auf
>>>den belgischen Händler aufmerksam machte, hat den Wein dort auch
>>>bezogen), stellt sich mir die Frage, ob die belgischen Flaschen
>>>nicht
>>>tatsächlich schwächer sind.
>>>
>>>Aufgrund der Vinfikation sind "Mongibello 1" und "Magma 1"
>>>gegenüber
>>>Temperaturschwankungen auf der Flasche wohl nicht so stabil, wie
>>>man
>>>dies von Weinen kennt, die wir sonst gewohnt sind. Unsere
>>Händlerin
>>>in Kaarst hat bewusst mit dem Transport gewartet, bis es kühler
>>>wurde
>>>- was aufgrund des milden Herbsts eine Verzögerung der Lieferung
>>>bis
>>>in den November hinein zur Folge hatte - und die Weine in
>>gekühlten
>>>Lkw transportieren lassen. Sie hat diesen Aufwand bestimmt nicht
>>>betrieben, weil sie Spaß daran hat, den Speditionen das Geld in
>>den
>>>Rachen zu werfen.
>>>
>>>Ich werde jedenfalls in den nächsten Tagen eine weitere Flasche
>>>"Mongibello 1" öffnen und mich dann noch einmal in Ruhe mit dem
>>>Wein
>>>auseinandersetzen.
>>>
>>>Viele Grüße
>>>Werner
>>>
>>>
>>>
>>>>Hallo Forum,
>>>>endlich durfte ich den Mongibello verkosten.
>>>>Trotz der Forumsabstinenz, die ich mir auf Grund
>>>>der Vorkommnisse im Unmodweinforum (ich habe
>>>>Persönlichkeitsdefizite, neige zu Ausfällen,
>>>>meine Mails werden von mal zu mal schlechter)
>>>>verordnet habe, möchte ich doch meine eigenen
>>>>und die Verkostungseindrücke der Mitverkoster
>>>>einmalig schildern.
>>>>
>>>>Besorgt wurde der Wein von einem belgischen Kommilitonen,
>>>>verkostet vorige Woche im Rheingau von
>>>>10 berufsmäßigen Sensorikern blind in einer Reihe
>>>>internationaler Weine mit schriftlichen Aufzeichnungen.
>>>>Eine zweite Flasche sollte in Geisenheim analysiert werden.
>>>>Das sensorische Ergebnis war in den wichtigsten
>>>>Aussagepunkten identisch:
>>>>Hochfarbig trüb, deutlich flüchtige Säure, Acetaldehyd
>>>>und überhöht Milchsäure, im Hintergrund verwaschene Aromen
>>>>nach gekochten Him- und Erdbeeren, im Geschmack etwas
>>>>Mineralik, unangenehme Sauerkrautaromatik eines
>>>>verschleppten BSA's, ein deutlicher Essigstich
>>>>mit begleitenden Ethylacetat und eine unschöne Bittere
>>>>Der Wein wirkt durch die oxidierte Frucht zerfallend,
>>>>bakterienkrank, der Alkohol und die Gerbstoffe
>>>>alleinstehend schlecht eingebunden.
>>>>Der Wein ist nach sensorischen Maßstäben stümperhaft
>>>>vinifiziert, deutlich fehlerhaft und mindestens
>>>>wertgemindert. Überwiegend wurde von einem nicht
>>>>verkehrsfähigen Erzeugnis gesprochen.
>>>>
>>>>Da sich die Gelegenheit bot, wurde die zweite Flasche
>>>>nicht der Analytik, sondern einer zweiten ebenfalls
>>>>blinden Verkostung von 5 Kollegen (plus meiner Person)
>>>>3 Tage später zugeführt. Die sensorischen Aussagen
>>>>entsprachen im Wesentlichen o. a. Beschreibung.
>>>>
>>>>Auch wenn ich trotz Blindprobe ohne Wissen der
>>>>Probenweine bei den Fachleuten eine starke Signifikanz
>>>>feststellen konnte dies ist von nichtberuflichen
>>>>Weinkennern zumal vorher bekannter Probeweine
>>>>in dieser Art wertfrei nicht zu leisten.
>>>>
>>>>Reproduzierbare Sensorik mit signifikantem Ergebnis
>>>>umfasst mehr als die emotionale Beurteilung und
>>>>Bepunktung von Wein.
>>>>Sie erfordert oenologisches Wissen um alle sensorischen
>>>>Stufen und Begleiterscheinungen mikrobiologischer
>>>>(Hefetätigkeit, BSA, störende mikrobiologische Beeinflussungen)
>>>>und weinchemischer (Gärungsnebenprodukte, Veresterung,
>>>>Sauerstoffeinfluß u. a.) sowie technologische Vorgänge.
>>>>Die sensorische Bewertung und Erkennung von Acetaldehyd,
>>>>Estern, flüchtiger Säure, Produkte von Mikroorganismen
>>>>und Gärungsnebenprodukten u. a. wird von Laien und Profis
>>>>sehr oft verschieden und nicht selten konträr aufgenommen.
>>>>
>>>>Während Werner durch seine Liebe zur Spontangärung neben
>>>>höheren Estern (die zu den unbekömmlichen Stoffen zählen)
>>>>auch die einhergehende flüchtige Säure und Ethylacetat,
>>>>gerne auch kaschiert) im höheren Maße toleriert,
>>>>würde dieser Wein von einem Berufssensoriker wohl
>>>>maches Mal an der Grenze zur Verkehrsfähigkeit beurteilt.
>>>>Ein Anderer schrieb sinngemäß, daß erst die "oxidative" Note
>>>>dem Wein eine unvergleichlich seidige Textur verleiht.
>>>>Ein Oenologe erkennt Acetaldehyd und kommt folgerichtig
>>>>zu einem völlig entgegengesetzt negativen Urteil.
>>>>Viele Nebenprodukte aus unerwünschter mikrobiologischer
>>>>Tätigkeit sind teilweise aromatischer Natur und
>>>>begeistern auch den Weinkenner. Nur der Oenologe erkennt
>>>>die Ursache und hat eine völlig andere Gewichtung
>>>>(s. dazu Brett, auch wunderschöne Akazientöne, leider UTA)
>>>>
>>>>Ein Discounter führte einen sehr preiswerten Himbeergeist
>>>>mit nicht übertreffenden noch nie erfahrenen klaren
>>>>typischen Aromen aus der Industrie.
>>>>Ein bekannter Himbeerbrenner sagte mir, daß er und
>>>>die Natur das bei weitem nicht leisten können.
>>>>Der Fragolino (Clinton) ist eine Hybridrebe, die
>>>>überparfümiert aufdringlich als Traube stinkt
>>>>und wegen ihrer kanzerogenen Wirkung und seines Aromaspektrum
>>>>zu Recht als Keltertraube im europäischen Raum verboten wird.
>>>>Im Friaul ist sie unter dem Ladentisch erhältlich
>>>>und wird restsüß in Likörgläsern ausschließlich zu stark
>>>>aromatisierten Kuchen getrunken. Es eignet sich
>>>>als Highlight in Weinseminaren, nicht aber zum sotrinken.
>>>>
>>>>Ich halte es persönlich für unvernünftig,
>>>>die Cornelissenweine bei der ProWein zu verkosten.
>>>>Mit dem Vorwissen wird kein wertfreies Urteil möglich sein.
>>>>Ich jedenfalls werde da sein, aber dafür nicht zur Verfügung
>>>>stehen.
>>>>
>>>>Letztendlich haben sich Koals und meine Meinungen
>>>>über entsprechend hier fehlerhaft gebrauchte sensorische
>>>>Ausdrucksweisen und oenologische Gesetzmäßigkeiten
>>>>sowie die in einem Satz vermutete Gruppendynamik bestätigt.
>>>>Dazu kommt eine hier überhöhte vielmals kritisierte Bewerbung
>>>>teilweiser irrationaler Werbeaussagen mit geschicktem Zuspielen
>>>>von Gefälligkeitsmails in nicht mehr glaubhaften
>>>>Superlativbeschreibungen.
>>>>
>>>>Das Aufschaukeln durch nicht kritikfähige in ihrer
>>>>Verkosterehre zutiefst beleidigter Weinfreunde,
>>>>die z. g. T. als Brunnenvergifter aus taw kommen
>>>>und ohne oenologischer Substanz und sachgerechter Kritik
>>>>Wein+ und seiner Teilnehmer beschädigen wollen,
>>>>ist so nicht hin zu nehmen.
>>>>Im taw gibt man sich in dieser Sache mit der von
>>>>einem Chemiker aufgestellten Behauptung zufrieden,
>>>>daß SO2 eine gesundheitsschädliche Wirkung aufweisen kann
>>>>und die Händlerin wirbt mit einer nicht zu
>>>>überbietenden Frucht- und Wohlgeruchtirade für o. a. Wein
>>>>mit der unwidersprochenen Behauptung, Cornelissenweine brauchen
>>>>keinen zugesetzten "Schwefel", weil er schon von zu Haus
>>>>in der Traube enthalten ist. Aha Haha.
>>>>Gleichzeitig wird einer oenologisch kompetenten Marianne
>>>>widersprochen, die u. a. auf die Unbekömmlichkeit und die
>>>>zu fehlerhaften Aromen führenden Gärungsnebenprodukte hinweist.
>>>>Ihre begründeten oenologischen Aussagen über
>>>>kontrollierte Gärführung und sinnvollem Einsatz von SO2
>>>>wird mit "einer extrem technokratische Sichtweise" abgetan.
>>>>Ich meine, weder das Scheuermannforum noch das Wein+
>>>>ist besser oder schlechter.
>>>>Ich bleibe bewusst bei Letzterem und werde gerne als Gast
>>>>bei taw vorbeischauen.
>>>>Wenn aus der Niederrheinecke behauptet wird:
>>>>"zur Qualität der Beiträge wurde hier in den letzten Wochen
>>>>ja schon genug gesagt" und sich der Weinfreund selbst
>>>>völlig unzureichend wie schon Koal dazu ganz richtig
>>>>anmerkte bei der Spontangärungsdiskussion auf einige
>>>>einseitige Fachzitate als Laie stützt(es sind viele
>>>>hier gar nicht genannte Faktoren wichtig),
>>>>muß ich mich als Praktiker zurückziehen.
>>>>Ein Weiterer hat ja schon viele tausende Zeilen darüber
>>>>geschrieben und die Spontanhefen völlig falsch
>>>>immer wieder als wilde Hefen bezeichnet.
>>>>Wie soll man bei fehlenden Grundkenntnissen adäquat diskutieren?
>>>>
>>>>Persönlich sehe ich auch keinen Grund mehr,
>>>>mich mit Leuten auseinander zu setzen,
>>>>die mangelnde fachliche Fähigkeiten durch
>>>>verletzende Rhetorik ersetzen.
>>>>
>>>>Freundliche Grüße
>>>>Jürgen
>>>
>>>Meine Visitenkarte Online:
>>>www.wein-plus.de/karte/elflein
>>>
>>>Dieser Beitrag wurde mit dem webbasierten Zugang zum Forum
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>>>
>>>
>>>--
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>>Meine Visitenkarte Online:
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