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Re: Einzelhandel ist auch wichtig und nuetzlich!

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     (1225 Beiträge)

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Betreff: Re: Einzelhandel ist auch wichtig und nuetzlich!

Datum: 1970-01-01 01:00:00
Absender:  "La Vinotheque Laroche Louis-Pierre Laroche"



Hallo Aloys,



Letzteres kann ich gar nicht zustimmen:



für jemanden, der sich für deutche Weine interessiert

und nicht ständig von minderwertigen, bezahlbaren oder guten,

unbezahlbaren Franzosen (...) absolut überflüssig



Und zwar: gute Franzosen müssen nicht teuer sein.

mfg

L-Pierre Laroche

www.lavinothequelaroche.com







-------Message original-------



De : Aloys Garmann

Date : 05.04.2008 19:44:31

A : lpl@lavinothequelaroche.com

Sujet : [weinforum] Re: Einzelhandel ist auch wichtig und nuetzlich!



Der

Fachhandel ist , Spaniern oder Italienern .

Erstens gibt es so gut wie keine Fachhändler, die eine gute Auswahl

bieten. Meistens handelt es sich um das Standardsortiment von zwei bis

drei Weingütern und dann auch nur die trockenen Basisqualitäten. Oder

man bekommt als junger Interessent bei der Frage nach einem restsüßen

Riesling eine Bacchus-Spätlese angeboten. Auf der Frage nach dem

Jahrgang wird einem gesagt, dass die Unterschiede gar nicht so groß

sind und der Winzer gesagt hat, dass der Jahrgang sehr gut war. Das

ist für mich einfach nur unverschämt und führt sicherlich dazu, dass

noch mehr junge Menschen lieber im Internet bestellen. Ein weiteres

Beispiel: Ich habe mich gefreut eine 2006er Spreitzer Oestricher

Lenchen
"303" gefunden zu haben und war bereit, für diesen Wein

immerhin fast 20,- Euro zu bezahlen. (Im Internet für 15,80 Euro zu

haben, aber ich denke, dass man Geschäftsleute vor Ort auch

unterstützen sollte und bin bereit für gute!!! Beratung zu zahlen) An

der Kasse bekam ich dann den Satz zu hören: "Der ist aber sehr süß."

Das empfinde ich nicht nur respektlos mir gegenüber, sondern auch

respektlos gegenüber dem Winzer, der immerhin viel Leidenschaft und

Arbeit investiert hat, die man auch schmeckt.

Da kann ich manchem Fachhändler nur folgendes empfehlen. Macht mal

ein Praktikum bei den Winzern mit Direktvertrieb. Als Beispiele für

absolute Spitzenqualität für international gesehen winzige Preise

möchte ich hier mal die Weingüter Weingart, Paul Schunk und Schloß

Lieser nennen. Menschen, die auch junge Weintrinker mit offenen Armen

und auf Augenhöhe empfangen und bei denen man immer das Gefühl hat,

als Kunde willkommen zu sein. Wie gesagt, ich bin auch gerne bereit

etwas mehr für einen Wein mit einer guten Beratung zu zahlen, aber

dann erwarte ich auch Top-Service und der wird leider zu selten

geboten. Einzige Ausnahme war bisher eine kleine Weinhandlung in

Osnabrück, in der ich sogar die Weine (in dem Fall ein Kabinett und

eine Spätlese vom St. Urbans-Hof) probieren durfte. Super, toll und

mit einem großen Genuss Geld ausgegeben. So lob ich mir den Tag.



Soviel zu den Erfahrungen eines jungen Weintrinkers (28 Jahre und

seit 5-6 Jahren aus dem Viala-Alter raus)



Dieser Beitrag wurde mit dem webbasierten Zugang zum Forum erstellt:

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