Re: Einzelhandel ist auch wichtig und nuetzlich!
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Betreff: Re: Einzelhandel ist auch wichtig und nuetzlich!
Datum: 1970-01-01 01:00:00Absender: "La Vinotheque Laroche Louis-Pierre Laroche"
Hallo Aloys,
Letzteres kann ich gar nicht zustimmen:
für jemanden, der sich für deutche Weine interessiert
und nicht ständig von minderwertigen, bezahlbaren oder guten,
unbezahlbaren Franzosen (...) absolut überflüssig
Und zwar: gute Franzosen müssen nicht teuer sein.
mfg
L-Pierre Laroche
www.lavinothequelaroche.com
-------Message original-------
De : Aloys Garmann
Date : 05.04.2008 19:44:31
A : lpl@lavinothequelaroche.com
Sujet : [weinforum] Re: Einzelhandel ist auch wichtig und nuetzlich!
Der
Fachhandel ist , Spaniern oder Italienern .
Erstens gibt es so gut wie keine Fachhändler, die eine gute Auswahl
bieten. Meistens handelt es sich um das Standardsortiment von zwei bis
drei Weingütern und dann auch nur die trockenen Basisqualitäten. Oder
man bekommt als junger Interessent bei der Frage nach einem restsüÃen
Riesling eine Bacchus-Spätlese angeboten. Auf der Frage nach dem
Jahrgang wird einem gesagt, dass die Unterschiede gar nicht so groÃ
sind und der Winzer gesagt hat, dass der Jahrgang sehr gut war. Das
ist für mich einfach nur unverschämt und führt sicherlich dazu, dass
noch mehr junge Menschen lieber im Internet bestellen. Ein weiteres
Beispiel: Ich habe mich gefreut eine 2006er Spreitzer Oestricher
Lenchen "303" gefunden zu haben und war bereit, für diesen Wein
immerhin fast 20,- Euro zu bezahlen. (Im Internet für 15,80 Euro zu
haben, aber ich denke, dass man Geschäftsleute vor Ort auch
unterstützen sollte und bin bereit für gute!!! Beratung zu zahlen) An
der Kasse bekam ich dann den Satz zu hören: "Der ist aber sehr süÃ."
Das empfinde ich nicht nur respektlos mir gegenüber, sondern auch
respektlos gegenüber dem Winzer, der immerhin viel Leidenschaft und
Arbeit investiert hat, die man auch schmeckt.
Da kann ich manchem Fachhändler nur folgendes empfehlen. Macht mal
ein Praktikum bei den Winzern mit Direktvertrieb. Als Beispiele für
absolute Spitzenqualität für international gesehen winzige Preise
möchte ich hier mal die Weingüter Weingart, Paul Schunk und SchloÃ
Lieser nennen. Menschen, die auch junge Weintrinker mit offenen Armen
und auf Augenhöhe empfangen und bei denen man immer das Gefühl hat,
als Kunde willkommen zu sein. Wie gesagt, ich bin auch gerne bereit
etwas mehr für einen Wein mit einer guten Beratung zu zahlen, aber
dann erwarte ich auch Top-Service und der wird leider zu selten
geboten. Einzige Ausnahme war bisher eine kleine Weinhandlung in
Osnabrück, in der ich sogar die Weine (in dem Fall ein Kabinett und
eine Spätlese vom St. Urbans-Hof) probieren durfte. Super, toll und
mit einem groÃen Genuss Geld ausgegeben. So lob ich mir den Tag.
Soviel zu den Erfahrungen eines jungen Weintrinkers (28 Jahre und
seit 5-6 Jahren aus dem Viala-Alter raus)
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