Re: Erfahrungen mit unsanfte Weintransport
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Betreff: Re: Erfahrungen mit unsanfte Weintransport
Datum: 2007-03-15 13:56:51Absender: Werner Müller
Frank Fremerey schrieb:
> Hallo Michael!
>
> Michael Becker schrieb:
>
>> Hallo Frank,
>>
>> auf was für einen Hinweis oder was für eine Antwort aus dem Forum
>> wartest Du denn?
>>
> Ich will wissen, ob das hier ein Einzelfall ist, oder ob schon mal
> jemand so etwas erlebt hat. Ich bin auch offen für ganz anere
> Erklärungen, sie müsen nur stimmig sein. Gestern kam zum Beispiel die
> (nicht ernstgemeinte) Erklärung, dass der Wein nur deshalb verdorben
> sei, weil neben Marcs Weinkeller ein Beerdigungsinstitut liegt.
>
>> Alle bisher angestellten Vermutungen von den
>> Forumsmitgliedern sind mienes erachtens sehr schlüssig, wurden aber
>> von Dir sofort widerlegt.
>>
>>
> Die Erklärungen, die ich bisher hier gelesen habe, sind tatsächlich sehr
> schlüssig, wenn die ihnen zu Grunde liegenden Annahmen zuträfen. Leider
> ist das nicht der Fall.
>
>> Vielleicht fragst Du einfach mal den Verkäufer der Weine. Vielleicht
>> bekommst Du da eine Antwort.
>>
>>
> Das werde ich auch tun. Hier im Forum gibt es aber einen großen
> Erfahrungsschatz mit mehr oder weniger sanftem Weintransport und
> eventuellem Verderben des Weins.
>
> Aus der Familie kenne ich nur die Anekdote vom Toskanawein im heißen
> Kofferraum / Hochsommer, der "umgekippt" war.
>
> In diesem Fall ist Hitzeeinwirkung ausgeschlossen, lediglich
> Erschütterungen kommen als Ursache in Frage.
>
> Herzliche Grüße & Prost
>
> Frank
>
> wurst-macht-schoen.de/
>
>
Gestattet, dass ich mich mit eigenen Erfahrungen in die Diskussion über
Transportschäden einklinke.
Vor rund 20 Jahren transportierte ich mi einigen Bekannten einen
Assmannshäuser Höllenberg von Assmannshausen nach Göttingen.
Tempereatur: 0-2° plus. Wagen: Mercedes 200, Kofferrraum. Entfernung:
ca.550 km. Bei dem Wein handelte es sich um einen Nachkauf.
Einen Tag nach der Ankunft wurde der Wein probiert; ein Fiasko! Jeder
schwor, dass dies nicht der Wein sein könne den wir vor dem Kauf
probiert hatten. Bevor ich mich an das Gut wandte, nahm ich eine Probe
des Weines mit ins Labor, wo ich ihn mit dem zuvor gekauften (gleiche
AP-Nr.) verglich. Die Übereinstimmung war in allen Messwerten inklusive
der Spektraldaten absolut überzeugend! Es musste sich eindeutig um den
gleichen Wein handeln.
Nach 6 Wochen Ruhe bei 12° hatte sich der Wein soweit erholt, dass er
auch geschmacklich nicht mehr zu unterscheiden war.
Seitdem lasse ich grundsätzlich jeden Wein nach dem Transport erst mal
2-3 Wochen im Keller "ausschlafen", bevor ich ihn probiere.
Freundliche Grüße
Werner Müller
Heppenheim
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