Re: Erfahrungen mit unsanfte Weintransport
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Betreff: Re: Erfahrungen mit unsanfte Weintransport
Datum: 2007-03-15 20:21:06Absender: "Frank Fremerey"
Danke Werner!
Das war was ich als Antwort auf meine Frage eigentlich erwartet habe.
Einen praktischen Hinweis: "Lass den Wein mindestens so und so lange
liegen, dann wird das schon wieder." Das ist beruhigend, hilfreich
und hoffnungsvoll.
Dass die chemische Analyse übereinstimmt und der Sinnes-Eindruck so
stark divergiert, zeigt uns die Grenzen der Naturwissenschaft am
Beispiel Wein und das sag ich als Naturwissenschaftler.
Die anderen Beiträge beantworte ich separat, wenn es erlaubt ist.
Herzliche Grüße & Prost
Frank
Werner Müller schrieb:
>Gestattet, dass ich mich mit eigenen Erfahrungen in die Diskussion
>über
>Transportschäden einklinke.
>Vor rund 20 Jahren transportierte ich mi einigen Bekannten einen
>Assmannshäuser Höllenberg von Assmannshausen nach Göttingen.
>Tempereatur: 0-2° plus. Wagen: Mercedes 200, Kofferrraum.
>Entfernung:
>ca.550 km. Bei dem Wein handelte es sich um einen Nachkauf.
>Einen Tag nach der Ankunft wurde der Wein probiert; ein Fiasko!
>Jeder
>schwor, dass dies nicht der Wein sein könne den wir vor dem Kauf
>probiert hatten. Bevor ich mich an das Gut wandte, nahm ich eine
>Probe
>des Weines mit ins Labor, wo ich ihn mit dem zuvor gekauften
>(gleiche
>AP-Nr.) verglich. Die Übereinstimmung war in allen Messwerten
>inklusive
>der Spektraldaten absolut überzeugend! Es musste sich eindeutig um
>den
>gleichen Wein handeln.
>Nach 6 Wochen Ruhe bei 12° hatte sich der Wein soweit erholt, dass
>er
>auch geschmacklich nicht mehr zu unterscheiden war.
>Seitdem lasse ich grundsätzlich jeden Wein nach dem Transport erst
>mal
>2-3 Wochen im Keller "ausschlafen", bevor ich ihn probiere.
>Freundliche Grüße
>Werner Müller
>Heppenheim
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