Re: Erfahrungen mit unsanftem
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Betreff: Re: Erfahrungen mit unsanftem
Datum: 2007-03-16 17:13:29Absender: Oliver Wirtz
Nachdem hier von verschiedenen Seiten vollkommen off-topic immer
wieder eine schwedische Fahrzeugmarke genannt wurde, möchte ich doch
wieder auf den Wein zurückkommen.
Also ein Wein, der am besten 1 Woche GEÖFFNET im Volvo spazieren
sollte, ist der 2005er QuaSaar der Familie Loch.
Letzte Woche geöffnet:
1. Tag: feine Pfirsischnase, wirkt in der Nase bereits süß (bzw. die
Aromen suggerieren dies). Im Mund dann auch eine Süße, die mir
persönlich überdimensioniert wirkt. Merke zwar im Hintergrund ein
gewaltiges Säuregerüst, aber irgendwie ist alles isoliert und der
Wein enttäuscht mich (und meine Frau). Es fehlen auch ausgleichende
Gerbstoffe. Der Wein hat schlichtweg keinen Biss.
2. Tag: Öha! Der Wein wirkt nicht mehr ganz so parfümiert, und die
Süße scheint sich zu schleichen...
7. Tag: Der Wein ist nicht mehr wieder zu erkennen! Im Mund feiner,
ja fast schon adstringierender Gerbstoff. Mineralisch, säurebetont.
Keine Spur mehr von isoliert stehender Süße. Feine Rieslingfrucht,
etwas Tabak auf saftiger, animierender Länge. Toller, harmonischer
und zupackender Riesling.
Also die nächsten Flasche werde ich in 2 leere 0,75l Flaschen
umfüllen und unter dem Sitz des Volvo verbringen (ich würde ja gerne
eine andere Automarke nennen, aber unter den Citroen-Sitz passt
gerade mal eine leere (!!!) Capri-Sonne).
Oder ich schicke 1 Flasche zu Artur, damit er diese im Gartenteich
bei den Petroleumfässern versenken kann...
Oliver
Am 15.03.2007 um 20:32 schrieb Frank Fremerey:
>
> Hi Oliver!
>
> Was für ein Wein war das?
>
> Ein Mosel-Riesling?
>
> Es geht hier in erster Linie um die Anfälligkeit von Moselrieslingen
> für Transortschäden. Wir können das Thema gerne auch auf andere
> Anbaugebiete ausweiten, Toskana-Rotwein und Beerdigungsinstitut-Cuvee
> hatten wir schon (*ggg*)
>
> Danke Oliver, ich habe mich geschüttelt vor Lachen.
>
> Herzliche Grüße, Prost und bis bald (die ProWein steht fest im
> Kalender, aber ich hab noch keinen, er mich nach Hause fährt.)
>
> Frank
>
>> Irgendwo in den Tiefen des Archivs müsste vielleicht noch der
>> Bericht
>> zu meinem Selbstversuch sein.
>> Zusammengefasst: ein 3/4 Jahr eine Pulle unter dem Fahrersitz (an
>> Austritt Heizung/ Klimaanlage) eine Flaschen (unfiltrierten!) Wein
>> geschaukelt. Damit u.a. im Valtellina und auf Elba (Hochsommer)
>> gewesen.
>>
>> Den Wein irgendwann blind (Etikett war der Schwachpunkt ;-))) gegen
>> eine perfekte Flasche probiert. Ergebnis: die malträtierte Flasche
>> zeigte sich etwas gereifter (vgl. 30 Minuten im Dekanter), sonst
>> tadellos.
>>
>> Ich bin jedoch für neue Erkenntnisse immer offen. Insbesondere das
>> mit dem Beerdingungsinstitut interessiert mich aus Berufsgründen:
>> als
>> Weinhändler direkt neben der Kirche tun sich da für mich ganz neue
>> Perspektiven auf. Vielleicht klappt das ja doch noch aus Wasser
>> Wein
>> zu machen ;-))
>>
>> Oliver
>>
>>
>>
>> Am 15.03.2007 um 10:00 schrieb Frank Fremerey:
>>
>>> Hallo Michael!
>>>
>>> Michael Becker schrieb:
>>>> Hallo Frank,
>>>>
>>>> auf was für einen Hinweis oder was für eine Antwort aus dem
>> Forum
>>>> wartest Du denn?
>>> Ich will wissen, ob das hier ein Einzelfall ist, oder ob schon
>> mal
>>> jemand so etwas erlebt hat. Ich bin auch offen für ganz anere
>>> Erklärungen, sie müsen nur stimmig sein. Gestern kam zum Beispiel
>> die
>>> (nicht ernstgemeinte) Erklärung, dass der Wein nur deshalb
>> verdorben
>>> sei, weil neben Marcs Weinkeller ein Beerdigungsinstitut liegt.
>>>> Alle bisher angestellten Vermutungen von den
>>>> Forumsmitgliedern sind mienes erachtens sehr schlüssig, wurden
>> aber
>>>> von Dir sofort widerlegt.
>>>>
>>> Die Erklärungen, die ich bisher hier gelesen habe, sind
>>> tatsächlich sehr
>>> schlüssig, wenn die ihnen zu Grunde liegenden Annahmen zuträfen.
>>> Leider
>>> ist das nicht der Fall.
>>>> Vielleicht fragst Du einfach mal den Verkäufer der Weine.
>> Vielleicht
>>>> bekommst Du da eine Antwort.
>>>>
>>> Das werde ich auch tun. Hier im Forum gibt es aber einen großen
>>> Erfahrungsschatz mit mehr oder weniger sanftem Weintransport und
>>> eventuellem Verderben des Weins.
>>>
>>> Aus der Familie kenne ich nur die Anekdote vom Toskanawein im
>> heißen
>>> Kofferraum / Hochsommer, der "umgekippt" war.
>>>
>>> In diesem Fall ist Hitzeeinwirkung ausgeschlossen, lediglich
>>> Erschütterungen kommen als Ursache in Frage.
>>>
>>> Herzliche Grüße & Prost
>>>
>>> Frank
>>>
>>> wurst-macht-schoen.de/
>>
>>
>> --
>>
>
> Meine Visitenkarte Online:
> www.wein-plus.de/karte/FrankF
>
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>
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