Re: Muessen Bio-Weine anders schmecken
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Betreff: Re: Muessen Bio-Weine anders schmecken
Datum: 2007-02-14 08:46:13Absender: Matthias Metze
Hallo Frank, und hallo Forum,
ein spannendes Thema ist es, das Frank da aufgeworfen hat. Auch ich
habe des Öfteren von konventionellen Winzern gehört, eine Umstellung
könnten sie sich nicht "leisten", sie könne existenzbedrohend sein.
So weit es meine Zeit zulässt, habe ich mir vorgenommen, der Frage mal
genauer nachgehen, und einige Bio-Winzer dazu befragen, die die
Umstellung bereits hinter sich haben, und "trotzdem" existieren.
Vielleicht ergeben sich auf der Biofach am kommenden Wochenende schon
mal einige Gelegenheiten dazu.
Herzliche Grüße
Matthias
Am 13.02.2007 um 10:07 schrieb Frank Fremerey:
>
> Danke Helmut für die Liste!
>
> Biowelle hin oder her ist es doch stets im Einzelfall zu prüfen, ob
> eine Umstellung für einen Betrieb Sinn ergibt oder ob sie nur
> unwägbare Risiken mit sich bringt. Ein Fallbeispiel habe ich hier
> dargestellt (im Blog von Matthias Metze, Bioweinhändler):
> tinyurl.com/35qcpy Seinen eigenen Fall stellt Bernhard Fiedler
> (Österreich) hier dar: tinyurl.com/2mxxyf
>
> Ich kenne auch einen Fall, in dem ein ehemaliger Direktvertriebler
> mit hoher Qualität und treuen Kunden auf Verarbeitungswein und
> Massenproduktion umgestellt hat, weil das für ihn
> betriebswirtschaftlich mehr Sinn ergab.
>
> Es ging mir auch gar nicht darum zu bezweifeln, dass es guten Biowein
> gibt. Nichts läge mir ferner und widerspräche mehr meiner eigene
> Erfahrung.
>
> Ausgangspunkt der Diskussion war meine eigene, ungleich komplexere
> Frage danach, ob ein Betrieb mit gefestigter Kundenstruktur, die eine
> klare Erwartungshaltung an Preis und Geschmack des Produkts hat einen
> Übergang vom umweltschonenden Anbau zur Biowirtschaft schaffen kann,
> ohne die eigene wirtschaftliche Existenz zu riskieren. Siehe
> Ausgangsposting hier:
> tinyurl.com/2zdogv (ich konvertiere die langen URLs, damit sie
> aklickbar bleiben und nicht durch Umbruch zerstört werden)
>
> Herzliche Grüße & Prost
>
> Frank
>
> www.wein-plus.de/karte/FrankF
>
>
>
>> In Österreich gibt es eine regelrechte Bio-Welle und die Weine sind
>> grossteils wirklich ausgezeichnet. In Nürnberg gewannen gerade
>> wieder
>> einige davon jede Menge Preise.
>>
>> Nikolaihof, Geyerhof, Wimmer-Czerny, Diwald, Mehofer, Hausdorf,
>> Soellner, Zillinger, Hofer, Sepp Moser, Meinklang-Michlitsch, Sepp
>> Muster, Schönberger, Loimer, Weninger und viele andere sind bereits
>> bio oder in der Umstellungsphase.
>>
>> Im Elsass sind an die 500 Winzer in der Umstellung. Auch in
>> Frankreich und Italien gibt es immer mehr. Selbst Champagner
>> Produzenten wie Duval Leroy arbeiten organisch biologisch.
>>
>> Ich schreibe gerade eine Geschichte über Bio-Winzer, da fallen mir
>> jetzt ein paar internationale Namen auch noch ein: Nicolas Joly,
>> Zind
>> Humbrecht, Leflaive, Clos de Lambrays, Domaine D Arlot, Chateau
>> Fonroque, Chateau Gombaude Guillot, M. Chapoutier, Beaucastel,
>> Lurton, Loacker, Valdifalco, Corte Pavone, Gino Fasoli, Badia a
>> Coltibuono, Saladini Pilastri, Pingus, Mas Igneus, Aroa, Casa de la
>> Ermita, Wittmann, Plenkovic, Tsantali, Quinta de Covela, Errazuriz,
>> Antiyal, Penfolds, Domaine Tournon, Bonterra-Fetzer.
>>
>> Wen's interessiert, es gibt ein ausgezeichnetes Buch von der Ilse
>> Maier vom Geyerhof: Praxisbuch Bio-Weinbau aus dem AV-Verlag
>> www.avbuch.at, ISBN 3-7040-2090-7
>>
>> Lieben Gruss
>>
>> Knalli
>> www.winetimes.at
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