Re: Portweintuning
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Betreff: Re: Portweintuning
Datum: 2006-03-01 12:46:24Absender: "Karl Bajano"
Servus Michael,
> -----Ursprüngliche Nachricht-----
> Von: unmodweinforum_owner@apris.de
> [mailto:unmodweinforum_owner@apris.de]Im Auftrag von Michael Markath
> Hallo Koal,
>
> >hmmm, Depot besteht aus nicht im Medium, in diesem Falle Port,
> >löslichen
> >Stoffen. Wie denkst du, sollte das "tunen", vor allem womit? Hefen,
> >die man
> >reduzierend einsetzen könnte, sind es schon gar nicht.
> >Weil wunderlich
> >gespannt
>
> ich verstehe nichts von der Chemie des Weins und kann daher zu
> theoretischen Überlegungen leider nichts beisteuern.
Halt ein, das ist eher physikalisch, nur keine Angst *g*, außer natürli ch
reduktiv.
Ich konnte mir
> vorstellen, dass in dem Depot, der z. T. auch Rückstände von dem
> Pressgut enthält, Aromen enthalten sind, die durch das Auffüllen
> teilweise weiter gelöst werden.
Nicht doch, denk doch mal nach...Pressrückstände, die in die Flasche kommen?
So wahnsinnig unsauber arbeitet doch niemand. Wenn das der Dirk Nieport
hört, der verhängt ein höchstpersönliches Embargo *Lach*.
Und wenn wirklich (theoretisch), wären die nicht schon während der
Fasslagerung völlig ausgelaugt? Wirf mal das Depot eines Port in eine
Flasche mit Wasser und schau über 3 Monate, was das abgibt (dunkel halten).
Außerdem wären solche Rückstände ja auch ziemlich grob, wenn schon, warum
dann spezielle Portweinwiegen und der Zinnober (durchaus nicht dumm), weil
das Depot oft so fein schwebend ist?
Aber vielleicht ist das nur
> Portweintrinker-Latein. Diese Überlegung macht im Hinblick auf die
> von dir gebrauchte Definition ("nicht im Medium löslich") allerdings
> keinen Sinn. Oder ist der Begriff "Depot" in diesem Zusammenhang
> falsch von mir gebraucht? Handelt es sich bei dem Begriff "Bodensatz"
> um einen Synonym?
Ja. Depot/Bodensatz werden ausgefällt und enthalten daher absolut nichts
lösliches, weil ja das Gegenteil zur Bildung geführt hat.
Der Hinweis stammt übrigens von Roel Koning,
> www.studiokoning.nl/Wijn.html, der m.E. eine beeindruckende
> Fülle von Infos ausgestellt hat.
Ohne in irgend einer Weise Herrn Koning anzweifeln zu wollen, den ich ja
nicht kenne, aber hin und wieder gibts bei jedem Irrtümer. Aber die Seite
ist wirklich beeindruckend und sieht auch fachlich sehr gut aus. Klarerweise
lasse ich mich trotz meiner Zweifel gerne eines Besseren belehren, wenn die
andere Erklärung technisch plausibel ist, war schließlich der Grund meiner
Frage. Immerhin hab ich ja auch mehr LBV als Vintage *g* im Keller, wäre
Klasse, wenn es so ginge.
>
> Viele Grüße
> Michael
LG
Koal
--