Re: Spontangaerung nach Gaerstopp
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Betreff: Re: Spontangaerung nach Gaerstopp
Datum: 2006-02-20 11:45:32Absender: "Werner Elflein"
Hallo Koal,
mit der "nördlichen Lage" habe ich das niemals in Verbindung
gebracht. Ich habe nur gesagt, dass dieses Phänomen besonders an der
Mosel gelegentlich auftritt (weil dort allgemein eine größere Neigung
besteht, die Moste spontan vergären zu lassen, als in den anderen
Weinbaugebieten).
Die Spontanhefen können "empfindlicher" (fragt sich nur, wogegen)
sein, müssen es aber nicht. Bei der Reinzuchthefe ist weitgehend
klar, was passiert, wenn man den Tank oder das Fass auf eine
bestimmte Temperatur bringt. Bei der wilden Hefe nicht.
Der Gärstopp im Winter, den Reinhard Löwenstein bekanntlich
ausführlich beschrieben hat, ist möglicherweise darauf
zurückzuführen, dass "seine" Hefen (wo immer sie herkommen) etwas
empfindlicher gegen Kälte sind, als beispielsweise die seiner
Kollegen Prüm und Christoffel, denen ein deutlich kälterer Keller
nachgesagt wird.
Wesentlich interessanter, als der Gärstopp, ist meiner Meinung nach
aber die Frage, unter welchen Parametern die einmal zum Erliegenn
gekommene Gärung wieder "von alleine" anspringt. Mit moderater
Erwärmung alleine scheint das nicht zu funktionieren, sonst würde
sich Reinhard Löwenstein zweifellos nicht jedes Jahr aufs Neue wieder
auf die "Hängepartie" einlassen. Es müssen hier also auch noch andere
Parameter eine Rolle spielen.
Viele Grüße
Werner
>Sehr richtig, Werner,
>aber wie erklärt sich dann, dass nicht wenige Winzer behaupten,
dass
>der
>kalte Winter einen Gärstopp verursachte? Und Spontanhefen da viel
>empfindlicher seien? Das wurde auch von dir selbst mehrere Male
>kolportiert,
>z.T. als moseltypisch wegen der nördlichen Lage.
>
>LG
>Koal
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