Re: Spontangaerung nach Gaerstopp
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Betreff: Re: Spontangaerung nach Gaerstopp
Datum: 2006-02-21 11:32:19Absender: "Karlheinz Gierling"
Hallo Koal,
es ist sicher einfach, Hefe von einem Keller in den anderen zu
transportieren. Ob sie dann "verpflanzt" wird, hängt nur davon ab, ob
sich die transportierten Stämme vermehren und bis zur nächsten Saison
erhalten. Das wäre dann noch keine Reinzuchthefe sondern höchstens
Zuchthefe. Es soll Winzer geben, die mit einem besonders gärfreudigen
Most erstmal mit der Gärung anfangen und damit dann die anderen
Gebinde infizieren. Was innerhalb eines Kellers geht, sollte auch in
Nachbars Keller funktionieren.
Dass es fast überall Hefen gibt, ist eh klar, das kann jeder selbst
ausprobieren. Denn wenn es nur im Keller Hefen gäbe, könnte man
keinen Wein ohne gekaufte Hefe und ohne Weinkeller machen. Das ist
mir aber schon gelungen. Die Frage ist doch eher: woher kommen die
Hefen, die die Gärung bestimmen? Nur fürchte ich, dass schon die
Frage nicht präzise genug ist. Schon deshalb verwundert mich die
Eindeutigkeit der Antwort.
Und wer sagt denn, dass man Reinzuchthefen so einfach wieder
rauskriegt? Die könnten in trauter Koexistenz im Keller mit den
Wilden bleiben, oder sogar in den Weinberg geschleppt werden. Klar,
in beiden Fällen wären sie nicht mehr "rein".
Noch nicht überzeugt, Charlie
>Servus Charlie,
>wenn die Hefen im Keller sich erhalten könnten, wäre es ja
>unheimlich
>einfach, sie von einem Keller zum anderen zu verpflanzen. Sodass
>einer, der
>bisher Probleme hatte, dann plötzlich die Superspontangärer haben
>könnte.
>Was wiederum eigentlich dann eine Spontan-Reinzucht ergäbe (Himmel
>hilf
>*lach*). Und ausserdem müsste auch jeder, der mal mit Reinzucht
>vergoren
>hat, diese nie mehr raus bekommen. Alles nachweislich nicht der
>Fall. Ergo:
>Weingarten.
>LG
>Koal
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