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Re. : Re: Flaschengewichte

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     (1225 Beiträge)

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Betreff: Re. : Re: Flaschengewichte

Datum: 1970-01-01 01:00:00
Absender:  "La Vinotheque Laroche Louis-Pierre Laroche"



W Funck schrieb:

Die Glasindustrie hat wohl wegen der vielen

Plastikwasserflaschen in den letzten Jahren

einige Fabriken geschlossen, jetzt reicht die

Kapazität offensichtlich nicht mehr. Da könnte

es m. E. doch auch sinnvoll sein, wieder

vermehrt auf Einheitsflaschen zu setzen.



Einheitsflasche.

Einheitsteller

Einheitsbesteck

Einheitsauto

Einheitsfernseher

Einheitswein

Einheitsmensch

EinheitsEU

Einheitssteuer

Einheitsleben

Einheitsurlaub



wie fad.

Aber wäre das wirklich Alles günstiger ?



Vielfaltsterben.

L-Pierre







-------Message original-------



De : W_Funck@t-online.de

Date : 07.03.2008 11:21:10

A : lpl@lavinothequelaroche.com

Sujet : [weinforum] Re: Flaschengewichte



Moin, moin,



da sind wir dann ja wieder bei der

weltweiten Transportdiskussion.

Den Ausgangspunkt der Engländer

sehe ich aber anders. Warum muß ein

guter Wein - oder auch nur ein Möchtegern -

in einer besonders schweren Flasche,

die ja (fast) immer nach Leerung im

Container landet und keinen bleibenden

Wert hat, daher kommen. Eine leichtere

Flasche läßt den Wein auch nicht schlechter

werden. Die Transportkosten von Winzer

A über Händler B zu Verbraucher C würden

sicher eher sinken als steigen, wenn die

Lieferung einer Kiste mal 10 kg leichter

wäre.



Dazu kommt m. E. auch die Problematik,

daß die Flaschenproduktion nicht wirklich

nachkommt. Letztes Jahr haben wir an der

Bergstraße zu hören bekommen, daß die

Flaschenvielfalt kleiner werden wird, da

die Fabriken mehr als ausgelastet sind.

Im TV habe ich dann vor einigen Tagen den

Bericht über eine kleine Kornbrennerei

gesehen, die Ihren Betrieb fast stillgelegt hat,

es kommen keine Flaschen mehr heran.



Die Glasindustrie hat wohl wegen der vielen

Plastikwasserflaschen in den letzten Jahren

einige Fabriken geschlossen, jetzt reicht die

Kapazität offensichtlich nicht mehr. Da könnte

es m. E. doch auch sinnvoll sein, wieder

vermehrt auf Einheitsflaschen zu setzen.

Sonderanfertigungen sind immer teurer, wenn

es vielleicht auch nur ein paar cent sein mögen.



Ich bin vielleicht ein Exrembanause, könnte aber

gut mit einer Schraubereinheitsflasche für alle

Weine leben, auch mit einem flächendeckenden

Rücknahmesystem. Vielleicht wäre es ja möglich,

eine Art Wiederaufbereitungsorganisation zu

installieren. Alle Einheitsflaschen werden gesammelt

und zentral gereinigt und als wie neu an Winzer etc.

wieder ausgeliefert.



Klar ist dies ein recht utopischer Gedanke, ich habe

aber gelernt, daß man alles nicht sofort verwerfen sollte.

Die Antiglasbewegung beim Mineralwasser soll ja

auch umgekehrt worden sein. Die gute alte Einheits-

flasche hat sich ja eigentlich bewährt. Der einzige

Nachteil der Glaswasserflasche ist m. E. das Gewicht.

Eine Plastikflaschenkiste ist doch deutlich leichter

als die mit Glas.



Wobei wir aber bei der Ausgangsfrage wären. Warum

soll eine Weinkiste nur wegen der Flaschen fast

doppelt so schwer sein, wie die andere mit gleichem

Inhalt. Rückenfreundlicher wäre die Leichtlösung.

Vielleicht doch die Plastikweinflasche, der Kornbrenner

sieht dies als (nicht gewünschte) Alternative zum Glas

an.



Frage zum Abschluß: Ist die Frage nach der Flaschen-

form incl. Gewicht nicht ähnlich zu sehen wie die

Verschlußfrage, bringen Sonderflaschen mehr Genuß

oder würde dieser mit Schrauber in der Einheits-

flasche nicht identisch sein?



Schöne Grüße



Wolfgang







-----Original Message-----

Date: Fri, 07 Mar 2008 00:08:44 +0100

Subject: [weinforum] Re: Flaschengewichte

From: Thomas Deck <Thomas.Deck@gmx.de>

To: W_Funck@t-online.de



On Wed, 5 Mar 2008 20:38:31 +0100, "Olivier Schnurr"

<O.Schnurr@lsw.uni-heidelberg.de> wrote:



>>Außerdem ist die Energiebilanz eines Schiffsweintransports

>>sagen wir mal Chile - Hamburg-Hafen und dann LKW nach Berlin

>>deutlich besser als mit LKW von Bordeaux nach Berlin.

>

>Kannst du das mal bitte vorrechnen oder eine Quelle fuer diese (Art)

>Rechnung nennen?



Diese "Rechnungen" gehen üblicherweise so: Das Schiff fährt sowieso,

der Weintransport ist somit umweltneutral.



Was mich dabei interessieren würde: Warum macht das Schiff dann nicht

- umweltneutral - einen kleinen Abstecher nach Bordeaux und

transportiert die Bordeaux-Weine "umweltneutral" nach Hamburg-Hafen?



Und warum lassen wir dann nicht 100% unserer Nahrungsmittel

umweltneutral aus Chile kommen???





Thomas Deck



--