VKN Leoville Barton 1996
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Betreff: VKN Leoville Barton 1996
Datum: 2007-03-06 22:25:11Absender: "Bernd Beckschwarte"
Nachlese Leoville Barton 1996
Dritter nachverkosteter Wein einer Feier vom Samstag
Korken gezogen: 03.03.07, 15.00 Uhr
Nachverkostung: 06.03.07, 21.30 Uhr.
Gelagert gewesen wie alle anderen bei ca. 16 Grad an kühler
Küchenaußenwand, kein Vakuum, nur Korken drauf und nicht geschüttelt,
schon gar nicht gerührt..
(..ein paar habe ich noch..)
Auge: sehr dichter, etwas eingetrübter Wein. Beim Einschenken eine Spur
Orange beobachtet, kann aber täuschen. Wasserrand ca. 1 mm
Nase: Nelken, Pfeffer, rote Früchte. Dicht. Beeindruckend, stark. Eine
Art verhaltener Stärke. Nicht diese vordergründige, laute, sondern
abwartend. Wird im Glas immer besser. Keine Verschlechterung erkennbar
gegen Samstag.
Mund: Etwas Pelz, rote Frucht. Johannisbeere, Brombeere. Herrliches
Exempel eines schon im Ansatz zugänglichen Cabernet-Weines.
Abgang: lang und sehr wohlschmeckend. Gut für den sparsamen Gebrauch,
trotz (im Vergleich..) tiefem Kurs.
Wertung: herrlicher Wein. Eines der Meisterstücke von Sir Anthony.
Barton, eh ein Wein, der immer ein Hereinschmecken wert ist. Wo man sich
m.W. in guten Jahren niemals einen Aussetzer erlaubte (wie ein paar
seiner Nachbarn, die es z.B. schafften, ihre 1990er beinahe zu
versemmeln..). Ihm müßte nur mal ein Hunderter gelingen.
Ich kenne Leute, die jedes Jahr um alle Subskriptionsangebote
herumschleichen wie die Katze um den Brei und der Kater um beide. Aber
die immer, ohne zu gucken, bei Anthony sofort ein Sixpack ordern (wenn
man sie bekomme; in den letzten guten Jahren wurde es immer
schwieriger).
Der 1996er ist eine klare Bestätigung solcher Einkäuferei. Ich zahlte
mal um 70 oder 75 DM ca. im Jahr 2000 dafür. Jetzt 93 P, mit einem
Verdachts-Plus. Vielleicht ist noch ein Tick drin: dieser Wein ist jung,
jung, jung.. Aber schon sehr gut.
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