Verkostung 2003 Cornelissen Contadino
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Betreff: Verkostung 2003 Cornelissen Contadino
Datum: 2006-03-01 19:42:07Absender: "Wilfried Knapp"
Es ist offensichtlich riskant, Weine ohne Additive (vor allem SO2) und
sonstige heute übliche Behandlungen zu erzeugen - die mikrobiologische
Fehlentwicklung ist schnell da. Mit eigenartiger Farbe und Trübung
(durch Abfüllung mit der feinen Hefe - durchaus interessanter Ansatz)
kann ich gut leben, auch wenn professionelle Weinverkoster den Wein
allein deshalb als fehlerhaft ausscheiden würden. Mit Essigsäure und
Essigsäurester in der Nase und entsprechendem Geschmack fange ich
allerdings nichts mehr an. Da ich nicht annehme, dass der Wein
bereits beim Abfüllen so war (zu heftiges Mitmischen von wilden Hefen
in der Startphase der spontanen Gärung könnte sich so auswirken), hat
da wohl in der Flasche ein entsprechender bakterieller Verderb
stattgefunden - entweder trotz luftdichtem Verschluss mit
Essigbakterien oder Abbau eines Restzuckers durch
Milchsäurebakterien. Wie auch immer - das ist ein klarer Fehler des
Produzenten (es sei denn, der Wein wurde einige Zeit bei zu hohen
Temperaturen gelagert, denn das würde die Vermehrung von Bakterien
ordentlich begünstigen) und das Endprodukt ist so nicht
verkehrsfähig, denn wie ich anderen Meldungen entnommen habe, dürfte
das kein Problem einer einzelnen Flasche sein. Kann das aber ja an
den 2 restlichen Flaschen, die ich noch habe, überprüfen. Schade,
denn das Konzept "Naturwein" interessiert mich sehr. Kann nur hoffen,
dass die 3 Flaschem Magma, die ich auch habe, nicht verdorben sind.
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