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 vertical tasting

vertikale Verkostung

Glossar-Begriff
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Suchwort: vertikale Verkostung

vertikale Verkostung

Bewertende Vergleichsprobe von Weinen in der Regel in Form einer Blindverkostung (deshalb auch Blindvertikale). Das bedeutet, dass den Verkostern bestimmte Informationen nicht bekannt sind, um Objektivität zu gewährleisten. Vertikal bedeutet, dass verschiedene Jahrgänge möglichst desselben Weines bzw. Weingutes (deshalb auch Châteauvertikale) verglichen werden. Die Verkostungs-Reihenfolge der Jahrgänge ist nicht unbedingt chronologisch. Durch diese Bewertungsart kann der Jahrgangseinfluss festgestellt werden. Zu beachten ist, dass bei alterungsfähigen Weinen die ältesten Jahrgänge vielleicht bereits ihren Höhepunkt erreicht (überschritten) haben, bei den jüngsten jedoch vielleicht noch nicht. Eine exakte Aussage für den idealen Zeitpunkt (Genussjahr) ist zwar nicht möglich, jedoch lässt sich ein Trend ableiten. Um darüber möglichst genau zu befinden, müsste man den Wein in seiner weiteren Entwicklung beobachten bzw. mehrmals verkosten. Im Gegensatz zur vertikalen Verkostung werden bei einer horizontalen Verkostung Weine selben Jahrganges, jedoch verschiedener Produzenten und/oder Anbaugebiete verglichen.

Es ist aber zu bemerken, dass es keine allgemein gültigen Regeln außer den Grundsätzen „vertikal = verschiedene Jahrgänge der Weine“ und „horizontal = gleicher Jahrgang der Weine“ gibt. Selbstverständlich können zum Beispiel auch süße, halbtrockene und trockene Weine oder verschiedene Vinifikationsarten wie „in Barrique ausgebaut“ und „klassisch ausgebaut“ miteinander verglichen werden. Es kommt auf die Zielsetzung einer Verkostung an bzw. welche Erkenntnisse man daraus gewinnen möchte. Horizontal und vertikal können auch miteinander kombiniert werden; zum Beispiel zuerst sechs Weine des gleichen Jahrganges verschiedener Produzenten (Anbaugebiete) und dann sechs verschiedene Jahrgänge von einem dieser sechs Produzenten. Siehe auch unter Weinbewertung.

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